Die Physiker

von Friedrich Dürrenmatt

Premiere | Junges Schauspiel | ab 14 | Fr 11.12.15 | 19:30 | Ballhof Eins

Ausverkauft, evtl. Restkarten
© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz© Karl-Bernd Karwasz

Sitzen drei Irre in der Klapse. Sagt der Eine: Ich bin irre, ich halte mich für Einstein. Sagt der Zweite: Ich bin auch irre, ich halte mich für Newton, obwohl ich Einstein bin. Sagt der Dritte: Ich bin nicht irre, ich tu nur so, damit keiner merkt, dass ich eine physikalische Formel entwickelt habe, mit der man den ganzen Planeten zum Teufel jagen kann. Und jetzt die Preisfrage: Wer ist eigentlich irre? In Dürrenmatts Komödie wird alles, was wir über Normalität und ihr Gegenteil zu wissen glauben, durch den Fleischwolf gedreht. Nicht nur die sogenannte geistige Normalität, sondern auch die sogenannte moralische. Wer ist hier gut, wer böse? Was soll man von einem genialen Wissenschaftler halten, der erst die Weltformel zur Weltvernichtung entwickelt, um sie dann aus ethischen Gründen geheim zu halten? Was von einer Irrenärztin, die durch perfide Strategien an die Formel gelangen will, dabei aber nicht von pathologischer Zerstörungswut beseelt ist, sondern von produktivem Elan? Kann man ja was Gutes machen aus der Formel! Wo wäre die Menschheit, wenn der Erfinder des Faustkeils vor zwei Millionen Jahren gesagt hätte: Nö, das Patent geb ich nicht her, daraus kann man nicht nur ein Werkzeug basteln, sondern auch eine Waffe. Ja, wo wären wir. In der Steinzeit oder im Paradies? Und was steht uns noch bevor, wenn der Wind des Fortschritts weiterhin so kräftig bläst, von der Genmanipulation bis zur Cyberüberwachung? Dürrenmatts heiter klappernde Komödienmaschine zerschnetzelt Werte, Wissen, Weisheiten. Und wie bei jedem Fleischwolf kommt das Große - zum Beispiel die Ethik - unten in kleinen Würstchen wieder raus. Mit Salz und Zwiebeln kann man sich das dann aufs Brot schmieren.

Friedrich Dürrenmatt(1921–1990) wurde im Kanton Bern (Schweiz) geboren. Nach einer mäßigen Schullaufbahn entschied er sich für ein geisteswissenschaftliches Studium und gegen eine Ausbildung zum Kunstmaler. Unterstützt u. a. von Max Frisch, begann er 1946 seine Karriere als freier Schriftsteller. Weltruhm verschaffte ihm Der Besuch der alten Dame.1962 setzte er seine Erfolgsgeschichte mit Die Physiker fort.

Regie Florian Fiedler + Bühne Maria-Alice Bahra + Kostüm Selina Peyer + Dramaturgie Anita Augustin + Video Bert Zander

Missionar Oscar Rose; Richard Voß, Kriminalinspektor Mathias Max Herrmann + Johann Wilhelm Möbius, Patient Silvester von Hösslin + Herbert Georg Beutler, genannt Newton, Patient Jonas Steglich + Ernst Heinrich Ernesti, genannt Einstein, Patient Jakob Benkhofer + Frau Missionar Lina Rose; Marta Boll, Oberschwester; Monika Stettler, Krankenschwester; Uwe Sievers, Krankenpfleger Sarah Sandeh + Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd, Irrenärztin Sonja Beißwenger

Pressestimmen

Gewitzt und klug im Hier und Heute Deutschlandradio, 12.12.15
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Wandelbar und voller Energie Hannoversche Allgemeine, 15.12.16
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Wunderbar vernuschelt Neue Presse, 15.12.16
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