Schauspiel

ComingOut 2022

BITE ME
AUFRUHR HINTERM VENUSHÜGEL

Premiere

19. März 2022


Inhalt

Wir machen Platz für die nächste Generation! Im März 2022 wird die Cumberlandsche Bühne zur Plattform für theatrale Experimente. In einer einzigartigen Kooperation fördern wir zwei künstlerische Abschlussarbeiten des Masterstudiengangs Inszenierung der Künste und der Medien und begleiten junge Künstler:innen auf ihrem Weg ins
Berufsleben. Dabei wollen wir wissen: Worüber grübeln, woran forschen und proben die künftigen Theatermacher:innen? Wohin geht die Reise der Darstellenden und Medialen Künste? Ein Wochenende lang laden wir zum Anschauen, Diskutieren und Feiern ein.

In Kooperation mit Theaterhaus Hildesheim e. V., Stiftung Universität Hildesheim – Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur.

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BITE ME
von Carina Kluge, Anne Küper und Marcel Friebe


Weil früher die Verbreitung von Viren nicht ausreichend erklärt werden konnte, wurde eine geheimnisvolle, nachtaktive Gestalt mit übernatürlichen Fähigkeiten imaginiert, die sich von Blut ernährt und vermeintlich Unheil über die Dörfer bringt: der Vampir. Angesichts der Verbindung von Epidemien und dem Aufkommen von fiktionalisierten Erklärversuchen gibt es dringend Anlass, sich mit den gesellschaftlichen Vorstellungen vertraut zu machen, die jene Blutsauger:innen umgeben; Geschöpfe, die keine Angst vor Krankheit und Tod empfinden. Es scheint in diesen Zeiten verführerisch, ein Vampir zu sein.
Die Performance BITE ME befragt die Fantasien, die das unsterbliche Fabelwesen provoziert. Denn spätestens seit der Veröffentlichung von Stephenie Meyers Bis(s) zum Morgengrauen und seiner Verfilmung ist der Vampir als romantisierter Teenie-Traum in einem kollektiven Gedächtnis verankert. Anhand des Vampirs beschäftigt sich die Performance mit der Verzahnung von Verführung und Ökonomie, Weiblichkeit und Gefahr, die jener mythischen Figur innewohnt, und eignet sie sich durch eine humorvolle Erkundung von Klischees und Stereotypen an.

Inhaltshinweis:
In der Aufführung Bite me wird flackerndes Licht und laute Musik mit starken Bässen verwendet. Es werden die Themen Pandemie und Tod bearbeitet. In einer Szene wird Kratzen und Häuten gezeigt.

Idee und Produktion: Carina Kluge
Dramaturgie: Anne Küper
Bühne und Video: Marcel-André Friebe
Mit: Carina Kluge

Mit Unterstützung vom Landesverband Freie Theater in Niedersachsen e.V. und dem Hildesheimer Bestattungsunternehmen Abtmeyer-Büchner

Gefördert durch: Schauspiel Hannover, Theaterhaus Hildesheim, Institut für Populäre Kultur, Theater und Medien der Universität Hildesheim, Friedrich Weinhagen Stiftung, Stadt Hildesheim, Erhard Friedrich Stiftung, Heinrich Dammann Stiftung, Studentenwerk OstNiedersachsen, Regionalrat des Studentenwerks OstNiedersachsen, Studierendenparlament der Stiftung Universität Hildesheim.


AUFRUHR HINTERM VENUSHÜGEL
von Milena Bonay, Anne Abrahams und Laura Wirthmüller


Hinterm Venushügel erzeugen drei Unruhestifter:innen Tumult. Sie sind Spaßverderber:innen, Kämpfer:innen, Performer:innen, Sie-Selbst, einsam, solidarisch, müde und voller Elan. Sie sind die Vulva, die Menstruation und der Ausfluss. Dass die Vulva bislang gesellschaftlich zu wenig Beachtung fand, manifestiert sich bereits in ihren gängigen und inkorrekten Benennungen. Oftmals werden Begriffe wie „Da-Unten“, „zwischen den Beinen“ oder „Spalte“ verwendet. Das sind schambehaftete Umschreibungen und keine Begriffe, die Stolz oder eine wertfreie Auseinandersetzung mit der Vulva ermöglichen und das muss sich ändern! Zentrum der installativen und performativen Arbeit sind objekthafte Kostüme, die Vulva, Ausfluss und Menstruation symbolisieren. Im Treppenhaus der Cumberlandschen Galerie werden die verschiedenen Kostümteile mit Musik, Licht und Performance zum Leben erweckt.

Mit: Carina Erdmann, Latifa Granzow und Selina Klatt

Gefördert durch: Schauspiel Hannover, Theaterhaus Hildesheim, Institut für Populäre Kultur, Theater und Medien der Universität Hildesheim