Schauspiel

Deutsch sein und schwarz dazu

Erinnerungen eines Afrodeutschen
von Theodor Michael

In Auszügen gelesen von Nicolas Matthews

Online


Podcast
Deutsch sein und Schwarz dazu, Teil 1
Deutsch sein und Schwarz dazu, Teil 2

Inhalt

Theodor Michaels Autobiographie erzählt von dem bewegten Leben eines Mannes, der als Sohn einer Deutschen und eines Kameruners 1925 in Berlin geboren wird und bereits als Kind und Jugendlicher gegen die großen Widrigkeiten und Ungerechtigkeiten einer rassistischen Gesellschaft ankämpfen muss. Als Kind wird er in „Völkerschauen“ auf grausame Weise ausgestellt, als Heranwachsender während des Nationalsozialismus vom Gymnasium verwiesen und zu einem Staatenlosen erklärt und schließlich zur Zwangsarbeit gezwungen. Als er den Horror des Zwangsarbeiterlagers schließlich überstanden hat, wird er nach der Befreiung von den Alliierten gerade wegen seines Überlebens verdächtigt, ein Kollaborateur zu sein. Nachdem er im Nachkriegsdeutschland sein Abitur nachholt, folgt ein Studium der Politikwissenschaften. Theodor Michael beginnt schließlich Anfang der 1970er Jahre eine Karriere im BND und beschließt diese in der Position eines Regierungsdirektors. Neben dieser Karriere war Theodor Michael auch immer wieder als Schauspieler tätig. 2018 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Doch Theodor Michael wurde nicht müde, zu mahnen, dass Rassismus auch in der Bundesrepublik nach wie vor strukturell und individuell wirkt, ausgrenzt, verletzt und tötet. Zuletzt lebte mit seiner zweiten Frau in Köln, wo er am 20. Oktober 2019 im Alter von 94 Jahren starb. Er engagierte sich seit seiner Pensionierung bis zuletzt stark für die afro-deutsche Gemeinschaft.