Konzert

2. Sinfoniekonzert IN OUR TIME

Igor Strawinsky (1882-1971)
Konzert für Kammerorchester Es-Dur Dumbarton Oaks

Richard Strauss (1864-1949)
Metamorphosen für 23 Solostreicher

Einojuhani Rautavaara (1928-2006)
A Requiem in our time für 13 Blechbläser und Schlagzeug

Igor Strawinsky
Pulcinella-Suite

Opernhaus


ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

Termine und Karten

Dirigent Stephan Zilias


Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Podcast
Zwischenklänge mit Stephan Zilias
Einführung von Dramaturgin Swantje Köhnecke
Materialien

Inhalt

In seinem zweiten Sinfoniekonzert als Generalmusikdirektor macht Stephan Zilias aus der Corona-Not eine Tugend und bringt sein großes Orchester in mehreren Gruppen auf die Bühne, in einem abwechslungsreichen Programm mit Musik des 20. Jahrhunderts. Alle Komponisten erwecken die musikalische Vergangenheit zum Leben und lassen hören, wie alte Musik und alte Formen zeitgenössisch klingen können: in our time.
Richard Strauss‘ Metamorphosen für 23 Solostreicher, 1945 komponiert, sind ein Alterswerk und Abgesang auf die Spätromantik angesichts seiner in Trümmern liegenden Welt nach dem Zweiten Weltkrieg. Als großer Klagegesang strömt seine Musik dahin und mündet „In Memoriam!“ im Zitat der ersten Takte des Trauermarschs aus Beethovens 3. Sinfonie.

Ähnlich stimmungs- und wirkungsvoll ist das Requiem in our time für 13 Blechbläser, Pauke und Schlagwerk, das der finnische Komponist Einojuhani Rautavaara nur acht Jahre später als Student in Helsinki schrieb. Im Gedenken an seine Mutter entstand die Folge von vier geistlich anmutenden Sätzen: Hymnus, Credo et dubito („Ich glaube und zweifle“), Dies Irae und Lacrymosa, die sich an Form und Ausdruck der lateinischen Totenmesse anlehnt.

Igor Strawinsky hat in seinem langen Komponistenleben die verschiedensten musikalischen Vorbilder und Einflüsse verarbeitet. Das 2. Sinfoniekonzert wird gerahmt von zwei Werken seiner neoklassizistischen Phase: das Konzert Dumbarton Oaks für ein Kammerorchester von 15 Musiker*innen und die Orchestersuite aus seiner Ballettmusik Pulcinella. Während ersteres die moderne Variante eines heiteren barocken Concerto grosso zu sein scheint, verarbeitete Strawinsky in Pulcinella, 1920 in Paris uraufgeführt, konkrete Musikstücke des 18. Jahrhunderts in der Tradition der Commedia dell‘arte. Dachte Strawinsky noch, es handele sich um Musik von Giovanni Battista Pergolesi, stellte sich später heraus, dass die Quellen, die Choreograf Sergei Diaghilew aus Bibliotheken in London und Neapel mitgebracht hatte, aus der Feder von unbekannteren Komponisten wie Domenico Gallo, Carlo Ignazio Monza oder Alessandro Parisotti stammten. Strawinsky kleidet die historische Musik in ein modernes Gewand – die Form bleibt dieselbe, doch Farbe, Dichte, Rhythmik und Harmonie sind verwandelt.

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