Konzert

Kammerkonzert

Programm am 23.01.2022

Guillaume Dufay (kurz vor 1400 – 1474)
Flos Florum / Vergine bella

Johannes Ockeghem (um 1420 bis 1425 – 1497)
Départes vous male bouche / Requiem aeternam

Josquin Desprez (zwischen 1450 und 1455 – 1521)
Agnus Dei II, aus: Missa de Beata Virgine

Heitor Villa-Lobos (1887 – 1959)
Trio Rio 1921 für Oboe, Klarinette und Fagott

Erwin Schulhoff (1894 – 1942)
Divertissement für Oboe, Klarinette und Fagott

Landesmuseum Hannover


Termine und Karten

Materialien
Programmheft 1. Kammerkonzert
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Programmheft 2. Kammerkonzert
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Programmheft 3. Kammerkonzert
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Inhalt

Die Kammerkonzerte des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover wurden vor über 150 Jahren als Quartettabende des Konzertmeisters Joseph Joachim gegründet und bestehen als beliebte Konzertreihe bis heute. Auch 2021/22 spielen verschiedene Ensembles achtmal in der Spielzeit Kammermusik-Matineen mit selbst zusammengestellten Programmen. Die Kammerkonzerte finden im Vortragssaal des Landesmuseum Hannover statt – im anregenden Umfeld des WeltenMuseums mit Blick auf Maschpark und Neues Rathaus. Im Eintrittspreis ist am Konzerttag der Eintritt ins Museum inkludiert. Das Museumscafé Schönwald’s lädt zur kulinarischen Pause ein.

Im 3. Kammerkonzert spielen Sandra Huber (Vorspielerin der 2. Geigen) und Olof von Gagern (Vorspieler der Bratschengruppe) Musik für Violine und Viola. Auf dem Programm stehen die zwei Duos KV 423 und 424 von Wolfgang Amadeus Mozart und die Passacaglia über ein Thema von Händel des romantischen norwegischen Komponisten Johan Halvorsen. Mozarts Duos, 1783 für den Fürsterzbischof von Salzburg komponiert, sind große Kammermusik für kleine Besetzung, voller technischer Finessen und Ausdruckskraft. Beide Komponisten waren als exzellente Kenner der hohen Streichinstrumente – Mozart war ein sehr guter Geiger, ebenso Johan Halvorsen (1864-1935), der als Konzertmeister in Bergen, Aberdeen und Helsinki arbeitete. Johan Halvorsen entwickelt aus dem Thema einer Cembalo-Suite von Georg Friedrich Händel eine ausgedehnte Passacaglia, in der Violine und Viola als gleichberechtigte Partner mit Virtuosität, Klangfülle und Spielwitz das barocke Thema auszieren.

Juri Vallentin, Uwe Möckel und Peter Amann, Solo-Holzbläser des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover, spielen im 4. Kammerkonzert Musik aus Renaissance und Moderne. Im charakteristischen Klang des Trio d’Anches, des „Schilf-Trios“ aus drei Rohrblatt-Instrumenten begegnen sich 15. und 20. Jahrhundert. Werke von Dufay, Ockeghem und Josquin werden verzahnt mit Musik von Villa-Lobos und Schulhoff. So werden spannende Korrespondenzen zwischen den Zeiten hörbar, zwischen alt und neu, geistlich und weltlich.