Ballett

A Wilde Story

Bitter, bitter war der Schmerz und wilder und wilder wurde ihr Gesang

Ballett von Marco Goecke
Nach Motiven von Oscar Wilde

Premiere

21. Oktober 2022

Opernhaus


ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause

Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren

Musikalische Leitung James Hendry / Maxim Böckelmann
Choreografie Marco Goecke
Bühne, Kostüme Marvin Ott
Licht Udo Haberland
Dramaturgie Esther Dreesen-Schaback / Leira Marie Leese
Xchange Bettina Stieler
Klavier François Dumont / Julia Strelchenko / Narmin Najafli


Alfred Douglas Rosario Guerra / Robert Robinson
Maler Basil Javier Ubell / James Nix
Verliebter Özkan Ayik / Davide Sioni


Staatsballett Hannover,
Podcast
Einführung von Dramaturgin Marie Leese
Materialien

Inhalt

A Wilde Story von Marco Goecke verknüpft das literarische Werk des irischen Schriftstellers Oscar Wilde mit einzelnen Aspekten von dessen bewegter Biografie. Sowohl seine bürgerliche Existenz, der Erfolg als Schriftsteller, die Liebe zu Lord Alfred Douglas sowie die Verurteilung zu harter Zwangsarbeit und Haft für Homosexualität werden in einzelnen Bildern dargestellt.

Motive von ausgewählten Texten, darunter die Kunstmärchen Der glückliche Prinz, Die Nachtigall und die Rose, in dem eine Tänzerin und Sängerin gemeinsam die Figur der Nachtigall verkörpern, und der Roman Das Bildnis des Dorian Gray verbinden gesellschaftskritische und satirische Inhalte mit Poesie. Die Gleichnisse des Autors haben alle eine Gemeinsamkeit: Sie zeigen den Menschen in seiner Warmherzigkeit und Grausamkeit, in seiner Selbstsucht und seinem Mitgefühl. Ein immer wiederkehrendes Thema ist die Suche nach Glück und vor allem nach Liebe.

Marco Goecke verbindet in seiner Neukreation die Sinnlichkeit des Körpers in Bewegung mit einer von Empathie geprägten Reflexion über menschliches Leben und Zusammenleben. Mit seiner unverwechselbaren Tanzsprache gewährt er psychologisch scharf gezeichnete Einblicke in das Innere seiner Figuren und nicht zuletzt in sein eigenes Denken und Fühlen.

Bei dieser Neukreation übernimmt der Erste Kapellmeister James Hendry die musikalische Leitung. Die Musikauswahl für A Wilde Story ist sehr vielseitig. Sie reicht von der amerikanischen Alternative-Rock Band The Smashing Pumpkins über den französischen Spätromantiker Jules Massenet und den Komponisten der klassischen Moderne Erich W. Korngold, wodurch die emotionale Tiefe von Wildes tragischer Biografie aufgegriffen wird.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, tanz:digital des Dachverband Tanz Deutschland.

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Pressestimmen

Neue Presse

Tänzerisch überwältigend: Marco Goeckes Ballett über das Leben und Leiden von Oscar Wilde hat in der Staatsoper Hannover heftig beklatschte Premiere. (...) Was für ein Abend, was für ein Ballett.

tanz

Die Arbeit ist insbesondere tänzerisch auf höchstem Niveau, choreografisch zeigt sich Goecke extrem konzentriert (…) Goecke festigt so seinen Ruf als Choreograf, der mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen Abstraktion und Erzählung wechselt, zwischen Pop, Klassik und Gebrauchsmusik, aber auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. (…) Es ist eine Tanzkunst, die mittlerweile in einer eigenen Liga spielt, jenseits von gestern und heute.

taz

Ist doch der einzigartige Tanzstil Goeckes in der atemberaubend perfekten Darbietung seiner Compagnie allein schon ein sensationelles Ereignis, begeisternd nicht als Ausdruck irgendwessen, sondern schon als pure Form. (...) Was funkelt ist die Formensprache Goeckes. Mehr braucht es nicht für Ovationen.

Süddeutsche Zeitung

Goecke zergliedert Bewegung, er löst sie aus dem organischen Fluss und rhythmisiert sie entlang hörbarer Atemstöße. Seine Ästhetik überspitzt das Idiom des klassischen Tanzes und beschleunigt es maximal. Nur logisch, dass dabei auch die Wahrnehmung der Betrachter ins Schleudern gerät. Hängen bleiben funkelnde Impressionen, kinetische Gespinste - und das Gefühl einer atmosphärischen Verdichtung.

HAZ

Auf der Bühne aber vermeidet Goecke die bloße Illustration der Handlung: Die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts spielen die Geschehnisse bei ihm nicht nach – sie zerstäuben sie vielmehr in kleinste Bestandteile, um sie dann neu zusammenzusetzen. Es ist ein Theaterwunder, dass eine derart artifizielle Abstraktion (...) in der Aufführung so geheimnisvoll schlüssig, so intim und intensiv erscheint.

Die Welt

Wie mit dem Silberstift wird solches nur andeutend ziseliert, verdichtet, zugespitzt atemraubend rhythmisiert. Solches lässt so manches offen und befriedigt doch die intellektuellen wie optischen Süchte. Goecke mit seiner ikonografisch einfachen wie eindeutigen, dabei komplexen Tanzsprache umtänzelt das Phantom und Phänomen Oscar Wilde auf ganz eigene, selbstständige wie selbstverständliche Art. Er lässt es so plüschlos (…) aktueller denn je erscheinen.

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