Ballett

Der Liebhaber

Ob man sich liebt, oder nicht liebt, es ist immer schrecklich.

Ballett von Marco Goecke
frei nach Marguerite Duras
Uraufführung

Premiere

27. Februar 2021

Opernhaus


ca. 1 Stunde 10 Minuten

Ab 14 Jahren

Termine und Karten

So, 23.05.2021 / 18:30 – 19:40 Uhr Stream: Der Liebhaber Online
5,00 € – 35,00 €
Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi / Maxim Böckelmann
Choreografie Marco Goecke
Bühne und Kostüme Michaela Springer / Marvin Ott
Licht Udo Haberland
Dramaturgie Esther Dreesen-Schaback
Klavier Martina Filjak / Narmin Najafli / Beatrice Berrut


Französische Frau Lilit Hakobyan / Adam Russell-Jones
Vater des Liebhabers Robert Robinson / Nikita Zdravkovic
Duras Alt Heidi Lauterbach


Staatsballett Hannover,
Materialien

Inhalt

Stream am 23.05.2021
Das Ballett wurde am 27.02.2021 als Livestream aus dem Opernhaus übertragen. Die Aufzeichnung wird im Mai erneut als kostenpflichtiger Stream auf unserer Website zu sehen sein. Karten für den Stream buchen Sie wie gewohnt über unseren Webshop. Nach der Buchung werden Ihnen die Karten per E-Mail zugestellt. Auf dem Ticket finden Sie Ihre persönlichen Zugangsdaten für den Stream. Sie können den Stream über jedes browserfähige Endgerät verfolgen: PC, Laptop, Smartphone, Tablet oder Smart-TV. Mehr Informationen und Hilfestellungen finden Sie in unserem Streaming FAQ.

An introduction with English subtitles is available in our media library.

Der Liebhaber ist die erste abendfüllende Uraufführung von Marco Goecke in Hannover und sein fünftes abendfüllendes Werk. Das erfolgreichste Buch der französischen Autorin Marguerite Duras (1914 – 1996), in dem sie – zumindest teilweise autobiografisch – von einer Amour fou als Fünfzehnjährige mit einem zwölf Jahre älteren Mann erzählt, fasziniert den Choreografen seit vielen Jahren. Der literarische Stoff ist universell, eine Liebesgeschichte, die die Leser*innen in all ihren Facetten in den Bann schlägt und auf eine Umsetzung im Tanz geradezu wartet.

Indochina zur französischen Kolonialzeit, Saigon, das Exotische, Dunst und Hitze, Regen, überflutetes Land, ein weißes Mädchen mit rosafarbenem Männerhut und Goldschuhen, eine vaterlose Familie in schwierigen Verhältnissen, eine labile Mutter und zwei höchst problematische Brüder. Ein reicher Chinese mit schwarzer Limousine, der Lärm der Stadt, eine leidenschaftliche Begegnung über alle Konventionen hinweg: Eine Liebe, die keine Zukunft hat und dennoch ein ganzes Leben lang währt, obwohl beide sich nach dem Weggang der Erzählerin nach Paris nie wieder gesprochen haben – bis auf ein einziges Telefonat am Ende.

Marco Goeckes völlig eigene Bewegungssprache wirkt trotz ihres Reichtums an unzähligen frenetischen, flatternden und schnellen Bewegungen im Gesamtbild minimalistisch, legt aber im Kern alle menschlichen Gefühle frei. Goeckes choreografische Handschrift geht mit der bildgewaltigen Sprache von Marguerite Duras’ Roman eine emotionale Synthese ein. Obwohl die Vorlage keinem kontinuierlichen Handlungsstrang folgt, trifft sie doch in ihrer minimalistischen Knappheit immer das Innerste der menschlichen Existenz. „Die Idee, ein Ballett aus diesem großen Werk zu machen, hat mich beruhigt und beglückt“, sagt Goecke, der das Buch seit seiner Jugend immer wieder gelesen hat und ein großer Verehrer von Marguerite Duras ist.

Die Musik des Balletts finden Sie zum Nachhören in unserer Spotify-Playlist.

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Pressestimmen

FAZ

Es ist Marco Goeckes beste Aufführung je, und man muss dafür der Staatsoper Hannover die Türen einrennen, sobald das wieder erlaubt ist.

Süddeutsche Zeitung

Hommage an die Literatur, Hommage an den Tanz: Marco Goecke gelingt beides mit Bravour.

Neue Presse

Großartige Uraufführung im Stream vom neuen Marco-Goecke-Stück (…) Aber dieser Tanz: Diese vogelartigen Schwingungen, die Kraftanstrengungen auf kleinstem Raum erzeugen auch via Stream diese typische ungeheure Spannung, die die Bewegungssprache von Goecke auszeichnet. Und die diesen Abend zu einem Erlebnis macht. Die Leistungen der Tänzerinnen und Tänzer auch in Sachen Synchron-Abstimmung sind atemberaubend (…) Auch in Corona-Zeiten können Meisterwerke entstehen.

HAZ

Die erste große Produktion von Hannovers neuem Ballettchef Marco Goecke überwältigt (…) In Der Liebhaber zeigt sich nun aber deutlicher als zuvor, zu welcher emotionalen Verdichtung Goeckes Tanzsprache fähig ist. Die Geschichte einer ebenso bedingungs- wie hoffnungslosen Liebe entfaltet bei ihm eine Wucht, die selbst den vereinzelten Zuschauer vor seinem Bildschirm berühren kann.

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