Oper

La Juive

Die Jüdin

Fromental Halévy (1799 – 1862)
Oper in fünf Akten
Libretto von Eugène Scribe

Wiederaufnahme

30. Januar 2021

Opernhaus


In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine und Karten

Inszenierung Lydia Steier
Bühne und Video (fettFilm) Momme Hinrichs (fettFilm)
Licht Susanne Reinhardt
Chor Lorenzo Da Rio
Xchange Marleen Kiesel


Statisterie der Staatsoper Hannover
Materialien

Inhalt

Die Jüdin kehrt zurück auf die Opernbühne: Lydia Steiers gefeierte Inszenierung einer der erfolgreichsten Opern des 19. Jahrhunderts ist wieder zu erleben. Konstanz 1414: Während der verbitterte Jude Éléazar bereit ist, seine Tochter zu opfern, kommt sein Gegenspieler Kardinal Brogni schnell an die Grenzen der eigenen Nächstenliebe. Keiner von beiden wird die Vorgeschichte aus Kränkungen und Schicksalsschlägen los, denn immer wieder spielt sich ein populistisch gelenktes Volk in den Vordergrund und verlangt Rechenschaft. Halévy zeigt in seiner großen, 1835 in Paris uraufgeführten Oper, was passiert, wenn Menschen andere in ihrer Fremdheit nicht gelten lassen können. Er stellt Meinungen gegeneinander, ohne sie aufzulösen, und beweist so, dass die Oper ein Ort für politische Diskussion ist. Doch La Juive wäre keine Grand Opéra, wenn die Unterhaltung des Publikums nicht ebenso im Vordergrund stünde. Für stimmlichen Schmelz sorgen neben Sänger*innen des Opernensembles die Tenöre Matthew Newlin und Zoran Todorovich. Valtteri Rauhalammi am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters führt durch die farbenreiche Partitur.

In den Händen des Teams um Regisseurin Lydia Steier entstand aus dieser Partitur ein komplexer Bilderbogen mit doppelten Böden. Steier, deren Arbeiten auf den großen Bühnen dieser Welt zu sehen sind, zeigt eine anspielungsreiche Zeitreise, bei der die Uhren rückwärtsgehen und von der heutigen Epoche der Massenmedien bis auf den Grund der Neuzeit führen. Dabei sucht sie die Brisanz der Geschichte: Wie weit kann die gesellschaftliche Assimilierung von Menschen aus anderen Kulturen gehen? Wo liegen die Quellen der Klischeebilder in unserem Kopf? Auch 2021, im Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, stellen sich diese Fragen neu. Gemeinsam mit der Villa Seligmann, dem Haus für jüdische Musik in Hannover, feiern wir das Jubiläum am 07.02.2021 unter dem Motto „Assimilation und Koexistenz“.

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Pressestimmen

Hannoversche Allgemeine Zeitung

"Eine virtuose, opulente Inszenierung, packende Musik und ein vergessenes Erfolgsstück, das neu glänzt: An der Staatsoper gelingt der Neustart mit 'La Juive'."

Neue Presse

"Die Begeisterung ist greifbar, hier gelingt der Start in eine neue Ära. [...] Die 'Grand Opéra' von Fromental Halèvy ermöglicht es dem ganzen Haus, sich von der besten Seite zu zeigen."

Deutschlandfunk Fazit

„Musikalisch à la bonne heure“

Deutschlandfunk Kultur heute

„Reich, bunt und opulent bebilderte Zeitreise […] ein großartiger Abend einer mehr als lohnenden brandaktuellen Oper.“

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