Oper

The Fall of the House of Usher

Der Untergang des Hauses Usher

I cannot think, I feel too much.

Oper von Philip Glass (* 1937)
Libretto von Arthur Yorinks
nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe

Eine Produktion des Internationalen Opernstudios

Premiere

04. November 2022

Ballhof Eins


In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

Termine und Karten

Musikalische Leitung Carlos Vázquez
Inszenierung Victoria Stevens
Bühne Anna Kirsch
Kostüme Charlotte Werkmeister
Licht Uwe Wegner
Video Lukas Eicher
Dramaturgie Martin Mutschler


Roderick Usher Peter O'Reilly
Madeline Usher Petra Radulović
Diener Jakub Szmidt
Arzt Tobias Bialluch


Inhalt

Basierend auf Edgar Allan Poes gleichnamiger Erzählung entfaltet Philip Glass in seiner Kammeroper ein Panorama von Verfall und Zerrüttung. Der junge William erhält von Roderick Usher, einem alten Freund aus Kindertagen, einen Brief, in dem dieser ihn eindringlich um einen Besuch bittet. Als William den Landsitz Usher erreicht, trifft er auf einen kränklichen und schwermütigen Roderick. Obwohl sich William nicht daran erinnern kann, dass sein Freund Geschwister hatte, findet er ihn nun an der Seite seiner Zwillingsschwester Madeline vor, die ebenfalls von Krankheit gezeichnet scheint. Vergeblich versucht William, Roderick zu überzeugen, diesen Ort zu verlassen. Befremdliche Andeutungen, trügerische Erscheinungen und Ungereimtheiten aller Art ziehen sich durch die Zeit von Williams Anwesenheit im Hause Usher. Der Aufenthalt wird zu einer Reise in seelische Untiefen und übernatürliche Sphären, wie sie typisch sind für die schaurigen Kurzgeschichten Edgar Allan Poes.

Ist Madeline real oder ein untoter Geist, wurde sie lebendig begraben? Passiert die Geschichte wirklich oder ist sie eine Halluzination? So wie kontinuierlich Varianten und neue Möglichkeiten der erlebten „Wahrheit“ oder Realität von William auftauchen, schreibt sich der Wandel in der sich ständig verändernden Struktur der Musik von Philip Glass fort. Ein Netz aus kleinen musikalischen Einheiten, die miteinander verwoben sind und sich repetitiv ausbreiten, erzeugt den speziellen dramatischen Sog, einen pulsierenden „drive“, der dem musikalischen Genre Minimal Music innewohnt.

Die Regisseurin Victoria Stevens ist 2. Preisträgerin des 12. EOP – Europäischer Opernregie-Preis des Camerata Nuova e. V. (Wiesbaden) in Zusammenarbeit mit Opera Europa (Brüssel).