Oper

Zer-brech-lich

Uraufführung
Eine Produktion von Alessandro Schiattarella
und Ensemble im Rahmen von BREAKING POINT

Eine Kooperation von Staatsoper Hannover, Schauspiel Hannover,
Festival Theaterformen und der Theaterakademie Hamburg

Die Vorstellungen werden mit einer Live-Audiodeskription versehen
und / oder durch Dolmetscher:innen (Deutsche Gebärdensprache) begleitet.

Premiere

23. Juni 2023

Ballhof Eins


Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

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Termine und Karten

Musikalische Leitung Richard Schwennicke
Regie, Choreografie Alessandro Schiattarella
Dramaturgie Martin Mutschler
Xchange Matthias Brandt


Inhalt

Mit welchem Maß misst man Zerbrechlichkeit? Und welche Risse gehen, sichtbar und unsichtbar, spürbar und unmerklich, durch unsere Körper? Kintsugi heißt die japanische Methode, nach der Reparaturen an Keramik nicht versteckt, sondern mit Goldlack betont werden. Die Narben werden so zum erkennbaren Teil des eigenen Lebens, sie werden Schmuck. Und bieten die Möglichkeit, gängige Ansichten davon, was intakt und was defekt ist, zu hinterfragen. Der Choreograf Alessandro Schiattarella geht mit einem Team aus Tänzer:innen und Performer: innen mit Behinderungen auf die Suche nach diesen Bruchstellen. Mit Tanz und Text, mit Klängen und Objekten zeigen sie, wie der Umgang mit der eigenen Zerbrechlichkeit auch zur politischen Botschaft werden kann, zur Vision von einer besonderen Achtsamkeit. Sie ermutigen so zu neuen Erfahrungen: Wir kennen die Geräusche, wenn etwas bricht. Aber wie klingt etwas, das vorm Zerbrechen bewahrt wird?

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BREAKING POINT: Von der Exklusion zur Inklusion

Was bedeutet es, Barrierefreiheit in der (Kunst-)Produktion mitzudenken? Welche strukturellen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um inklusiv arbeiten zu können? In ZER-BRECH-LICH, dem ersten Teil des sich über zwei Spielzeiten erstreckenden Projekts Breaking Point, bilden Künstler:innen mit Behinderung die Mehrheit und gestalten künstlerische Prozesse selbstbestimmt, selbstbewusst und exklusiv. Zugleich vermitteln sie ihr Wissen und legen den Grundstein für eine zukünftige inklusive Zusammenarbeit, in der sie federführend sind. Etablierten (und womöglich ableistischen) Machtverhältnissen wird Empowerment entgegengesetzt. Mit dem Programm JUPITER der Kulturstiftung des Bundes soll das Theater für junge Zuschauer: innen spartenübergreifend gestärkt werden und größere Aufmerksamkeit für die eigenen Qualitäten erzielen.