Konzert

1. Sinfoniekonzert: Speaking Drums

SPEAKING DRUMS

Frank Zappa (1940 – 1993)
(Arrangement Ali N. Askin)
Dog Breath Variations / Uncle Meat
Outrage at Valdez
G-Spot Tornado
Peter Eötvös (*1944)
Speaking Drums
Vier Gedichte für Schlagzeug
und Orchester
Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

22. September 2019

Opernhaus

Termine und Karten

So, 22.09.2019 / 17.00 Uhr Opernhaus
23,00 € - 45,00 € Konzert-Abo am Sonntagnachmittag Besetzung calendar_open_alt
Musikalische Leitung Kevin John Edusei

Solist (Schlagzeug) Simone Rubino

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Mo, 23.09.2019 / 19.30 Uhr Opernhaus
21,00 € - 41,00 € Konzert-Abo am Montagabend Besetzung calendar_open_alt
Musikalische Leitung Kevin John Edusei

Solist (Schlagzeug) Simone Rubino

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Musikalische Leitung Kevin John Edusei

Solist (Schlagzeug) Simone Rubino

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Inhalt

Spektakulär beginnt die neue Konzertsaison: Das Niedersächsische Staatsorchester spielt erstmals Musik von Rocklegende Frank Zappa und das aufregende Schlagzeugkonzert Speaking Drums von Peter Eötvös, selbst bekennender Zappa-Fan. Frank Zappa, genialischer Surfer zwischen E- und U-Genres, brachte ungekannte kompositorische Komplexität in die Rockmusik ein und trug ebenso lustvoll deren Wucht in seine Arbeit mit klassischen Ensembles. Als Grenzgänger fasziniert auch der Solist Simone Rubino in Eötvös’ Schlagzeugkonzert: Mit 14 Instrumenten und seiner Stimme tritt er in einen virtuos-schlagfertigen Dialog mit dem Orchester. Erstmals tritt der junge italienische Percussionist in Hannover auf, der 2014 mit 21 Jahren fulminant den ARD-Musikwettbewerb gewann und seitdem die Konzertpodien Europas erobert.
Wie Zappa bewegte sich auch Dmitri Schostakowitsch zwischen Konformität und Kollision – im diktatorischen Sowjetstaat jedoch unter gänzlich anderen Vorzeichen. Mit der 5. Sinfonie trat er nach der vernichtenden Kritik Stalins an seiner Oper Lady Macbeth von Mzensk erstmals wieder an die Öffentlichkeit. Während sie offiziell als „schöpferische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik“ gedeutet wurde, ist es auch möglich, sie als erzwungenen Jubel zu hören, „als schlage man uns mit einem Knüppel und verlange dazu: Jubeln sollt ihr!“ – so in den umstrittenen, posthum veröffentlichten Memoiren des Komponisten. Unstrittig ist Schostakowitschs unmittelbar packender, mitreißender Zugriff auf die große Form der Sinfonie.
Am Pult steht Kevin John Edusei, Chefdirigent der Münchner Symphoniker und des Konzert Theater Bern. Er tritt engagiert für neue programmatische Zugänge zur Musik ein und gastiert bei so renommierten Klangkörpern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Tonkünstler- Orchester Wien und dem Ensemble Modern.