Konzert

1. Sinfoniekonzert AUFBRUCH

Franz Schubert (1797-1828)
Sinfonie h-Moll D 759 Unvollendete

György Ligeti (1923-2006)
Konzert für Flöte, Oboe und Orchester

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72b

Opernhaus


Termine und Karten

Dirigent Stephan Zilias

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Inhalt

Die Eröffnung der ersten Konzertsaison unter der Leitung des neuen Generalmusikdirektors Stephan Zilias stellt die klassische Konzertreihenfolge auf den Kopf. Eine Sinfonie zu Beginn, eine Ouvertüre als Schlussstück? Ein optimistischer Aufbruch aus dem musikalischem Lockdown der Corona-Pandemie!

Ein Meister der gebrochenen Zwischentöne ist Franz Schubert. Dur klingt nicht ungebrochen heiter, Moll nicht ungebrochen traurig in seiner Musik. In seiner Unvollendeten ist sogar die Form der Sinfonie gebrochen: Aus ungeklärten Gründen schrieb Schubert das Werk 1822, sechs Jahre vor seinem Tod, nicht zu Ende. Hielt er sie mit nur zwei Sätzen für abgeschlossen? War sie ein Experiment auf dem Weg zur romantischen Sinfonie nach Beethoven, das er anlegte, aber nicht „vollenden“ wollte? Mit den offenen Fragen dieses wohl berühmtesten sinfonischen Fragments startet das Niedersächsische Staatsorchester in die neue Konzertsaison.

Györgi Ligetis Doppelkonzert für Flöte und Oboe von 1972 passt nicht nur unter Corona-Bedingungen auf die Bühne des Opernhauses, sondern auch in die heutige Zeit. Wenn virtuose Solist*innen die Held*innen des Konzertbetriebs sind, sind Flöte und Oboe hier echte Antiheld*innen. Der in Ungarn geborene Komponist, selbst einer der Heroen der Neuen Musik, schreibt virtuos nicht im klassischen Sinn. Die Soloinstrumente verwachsen mit dem Orchester zu einem vibrierenden Klangkörper. Mit minimalen Fluktuationen in Tonhöhe und Rhythmus entstehen faszinierend schwebende Klangflächen. Als Solisten bittet Stephan Zilias zwei Solobläser des Staatsorchesters, Vukan Milin und Juri Vallentin, vor ihr Orchester.

Die Heldenfrage war für Ludwig van Beethoven bei der Komposition seiner einzigen Oper klar: Leonore, als Mann verkleidet, befreit unter dem Decknamen Fidelio ihren Ehemann Florestan aus politischer Kerkerhaft und bietet der Tyrannei die Stirn. Sie ist eine Heldin. Die Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, entstanden 1806 für die Zweitfassung der Oper und heute ein beliebtes Konzertstück, durchmisst alle Stimmungen und Wendungen des Dramas zwischen Angst und Verzweiflung, Hoffnung und Befreiungsjubel.

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