Konzert

3. Sinfoniekonzert SENTIMENT

Maurice Ravel (1875-1937)
Valses nobles et sentimentales für Orchester

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107

Zoltán Kodály (1882-1967)
Tänze aus Galánta für Orchester

Opernhaus


ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause

Termine und Karten

Dirigent Nuno Coelho


Solist Andrei Ionita


Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Inhalt

Musik und Gefühl sind eng miteinander verbunden. Musik weckt Emotionen, treibt uns Tränen in die Augen oder weckt uralte Erinnerungen. Musiker*innen legen ihre Gefühle ins Spielen oder Singen hinein, ohne jedoch den klaren Kopf verlieren und selbst sentimental werden zu dürfen. Und so benennt der Titel des Sinfoniekonzerts am zweiten Adventswochenende, SENTIMENT, eine starke, schillernde und manchmal verdächtige Kraft der Musik.

Im Französischen hat le sentiment nicht den billigen Beigeschmack des Sentimentalen. So kommen Maurice Ravels Valses nobles et sentimentales „edel“ und „gefühlvoll“ daher (und zitieren sicher nicht zufällig die Titel zweier Walzersammlungen für Klavier von Franz Schubert). Doch in seinem Zyklus aus acht Walzern entführt der Klangmagier Ravel 1910 die leichte, unterhaltsame Tanzform aus der Donaumetropole in überraschende Ausdruckswelten. Wie in seiner späteren Ballettmusik i>La Valse entsteht durch orchestrale Färbungen und musikalische Brüche ein Abgesang auf das 19. Jahrhundert.

Das Leben des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch war geprägt durch die Offenheit seiner Musik für verschiedene Deutungen, von der Vereinnahmung als sowjetischer Staatskomponist bis zur Zuschreibung einer verschlüsselten Protesthaltung. Unstrittig (und im Sowjetstaat immer umstritten!) ist aber die emotionale Tiefe seiner Musik – so auch im 1. Cellokonzert, 1959 für Mstislaw Rostropowitsch komponiert. Das Werk verbindet euphorischen Überschwang und melancholische Innerlichkeit, magische Klangfärbungen und sprühende Virtuosität.

Mit diesem Klassiker des 20. Jahrhunderts stellt sich einer der Rising Stars seines Instruments in Hannover vor: Der junge rumänische Cellist Andrei Ioniță studierte in Bukarest und Berlin und erobert spätestens seit seinem Gewinn des Tschaikowsky-Wettbewerbs 2015 die internationalen Konzertpodien.
Sein Partner am Dirigentenpult ist der portugiesische Dirigent Nuno Coelho, zur Zeit ständiger Gast des Orquestra Gulbenkian Lissabon, und als Konzertdirigent erfolgreich bei Klangkörpern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Hamburger Symphonikern, dem Beethoven Orchester Bonn, dem BBC Philharmonic und Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, in Japan, China, Nord- und Mittelamerika.

Nuno Coelho beschließt sein Debüt beim Niedersächsischen Staatsorchester Hannover mit den ebenso mitreißenden wie gefühlvollen Tänzen aus Galánta des ungarischen Komponisten Zoltán Kodály. 1933 zum 80-jährigen Bestehen der Budapester Philharmonie komponiert, verarbeitet Kodály musikalische Eindrücke seiner Kindheit aus dem (heute slowakischen) Dorf Galánta an der Bahnstrecke Wien-Budapest. Wie der Komponist und Volksliedforscher selbst schrieb: „Damals wohnte dort eine berühmte Zigeunerkapelle, die dem Kinde den ersten ‚Orchesterklang‘ einprägte.“ Ihre Wurzeln in authentischer Folklore der Sinti und Roma ist den Tänzen anzuhören, doch kleidet Kodály die ursprünglichen Rhythmen und Melodien in ein kunstvolles Orchesterklanggewand. Die fünf ineinander übergehenden Tänze sind eine echte Erfolgsnummer – Kodálys international meistgespieltes Orchesterwerk.

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