Konzert

4. Sinfoniekonzert: Verwandlungen

Henri Dutilleux (1919 – 2013)
Métaboles
Béla Bartók (1881 – 1945)
Konzert für Violine und Orchester
Nr. 2 Sz 112
Robert Schumann (1810 – 1856)
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

26. Januar 2020

Opernhaus

Termine und Karten

So, 26.01.2020 / 17:00 - 19:00 Uhr Opernhaus
23,00 € - 45,00 € Konzert-Abo am Sonntagnachmittag Besetzung calendar_open_alt
Musikalische Leitung Stephan Zilias

Solist (Violine) Tobias Feldmann

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Mo, 27.01.2020 / 19:30 - 21:30 Uhr Opernhaus
21,00 € - 41,00 € Konzert-Abo am Montagabend Besetzung calendar_open_alt
Musikalische Leitung Stephan Zilias

Solist (Violine) Tobias Feldmann

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Musikalische Leitung Stephan Zilias

Solist (Violine) Tobias Feldmann

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Inhalt

Variation ist so alt wie die Musik selbst, Verzierung und Verwandlung sind schöpferische Urprinzipien. Durch immer neue Interpretationen bleibt Musik lebendig; mit der Variation hat das kreative musikalische Spiel sogar eine eigene kompositorische Form gefunden.
Einer der akribischsten musikalischen Spieler des 20. Jahrhunderts war der französische Komponist Henri Dutilleux. Knapp 30 Werke umfasst sein Schaffen, obwohl er 94 Jahre alt geworden ist – absolute Meisterstücke, oft über Jahre ausgefeilt und gereift. Sein Orchesterwerk Métaboles ist ein virtuoses Konzert für alle Orchestergruppen, das die Verwandlung musikalischer Ideen zum Prinzip erklärt – in faszinierend changierenden Klangwelten.
Auch der ungarische Komponist Béla Bartók interessierte sich für das Spiel mit musikalischem Material: Im Zentrum seines 2. Violinkonzerts steht ein ausgewachsener Variationensatz. Folklore und Fortschritt, Freiheit und Form verbinden sich in diesem virtuosen Klassiker des Repertoires. Als Solist kehrt hierfür Tobias Feldmann nach Hannover zurück.
Seitdem der junge deutsche Geiger beim hiesigen Internationalen Violinwettbewerb 2012 den 3. Preis und Publikumspreis gewann, wurde er 2015 auch Preisträger des Königin Elisabeth Wettbewerbs und sammelte
umfassende internationale Konzerterfahrung.
Zum ersten Mal in Hannover ist hingegen der Dirigent Stephan Zilias zu erleben – nach Theater-Stationen unter anderem in Köln, London (ENO), Lyon, Mainz und Bonn inzwischen hoch geschätzter 1. Kapellmeister der Deutschen Oper Berlin. Den offenen Variationen der ersten Konzerthälfte stellt er die inneren Verwandlungen von Schumanns 2. Sinfonie gegenüber. Das gewichtige Werk zeigt den oft zweifelnden, ringenden Komponisten auf dem Höhepunkt der „Beherrschung der großartigen Form, wo Schlag auf Schlag die Ideen wechselnd erscheinen und doch durch ein inneres geistiges Band verkettet“ sind. So hatte Schumann selbst die Anforderungen an die Form der Sinfonie beschrieben.