Oper

Aida

Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Oper in vier Akten
Libretto von Antonio Ghislanzoni

Opernhaus


In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

2 Stunden 50 Minuten, eine Pause

Musikalische Leitung Hossein Pishkar
Inszenierung Kay Voges
Bühne Daniel Roskamp
Kostüme Mona Ulrich
Licht Elana Siberski
Video Voxi Bärenklau
Trickfilmanimation sputnic
Video Operator Mario Simon
Live-Kamera Andreas Barkhoff
Chor und Extrachor Lorenzo Da Rio
Dramaturgie Klaus Angermann, Julia Huebner
Musiktheatervermittlung Eva-Maria Kösters


Der König Daniel Eggert
Amonasro Nikoloz Lagvilava
Ein Bote Pawel Brozek


Chor der Staatsoper Hannover,
Extrachor der Staatsoper Hannover,

Inhalt

Als der Vizekönig Ismael Pascha die Uraufführung einer neuen Oper anlässlich der Einweihung des Suezkanals 1869 und des italienischen Opernhauses in Kairo in Auftrag gab, war Verdi zunächst durchaus skeptisch. Er fürchtete eine Vereinnahmung als Künstler zugunsten der Machtrepräsentation eines Herrschers. Schließlich komponierte er mit seiner Aida ein Werk, das sich aus eben der Dichotomie von der Selbstbehauptung des Individuums und den Forderungen eines gigantomanischen Machtapparates speist. Der ägyptische Feldherr Radamès liebt die äthiopische Sklavin Aida. Der Krieg Ägyptens mit Äthiopien tobt, und Radamès schlägt in einem Gefecht das gegnerische Heer. Von der Bevölkerung umjubelt kehrt er mit den äthiopischen Kriegsgefangenen nach Memphis zurück: darunter Aidas Vater, der auf den Moment der Vergeltung wartet. Gnadenlos instrumentalisiert er seine liebende Tochter Aida, während die nüchterne Bürokratie des ägyptischen Tribunals Radamès als Verräter zum Tode verurteilt.
Kay Voges, der bereits einen vieldiskutierten Freischütz auf die Bühne der Staatsoper Hannover brachte, schafft einen Raum, der als Machtapparat die Figuren umschließt und sie ihrer Identität beraubt. So wird das Spannungsverhältnis von Privatheit und öffentlicher Rolle, von körperlicher Existenz und virtuellem Abbild thematisiert und die Frage nach den Mechanismen der Macht in einer digitalisierten Welt gestellt.
Die international gefeierte Sopranistin Svetlana Aksenova ist in Hannover als Aida zu hören. Sie singt an den großen Opernbühnen der Welt, so an De Nationale Opera in Amsterdam, der Deutschen Oper Berlin, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona oder an der Bayerischen Staatsoper. Andeka Gorrotxategi ist erstmals als Radamès zu erleben. Der baskische Tenor ist unter anderem am Teatro dell’Opera di Roma, am Teatro Real in Madrid, in Salzburg, dem Sydney Opera House und der Semperoper in Dresden zu erleben.