Oper

Le Vin herbé

Der Zaubertrank

Frank Martin (1890-1974)
Weltliches Oratorium in einem Prolog,
3 Teilen (18 Bildern) und einem Epilog
Libretto nach 3 Kapiteln aus "Le Roman de Tristan et Iseut"
in der Übersetzung und Wiederherrstellung (1900)
von Charles Marie Joseph Bédier

Premiere

19. Juni 2020

Gartentheater Herrenhausen


In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ca. 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

Musikalische Leitung Stephan Zilias Inszenierung Wolfgang Nägele Bühne Marvin Ott Produktionsleitung Bernard Ohse Kostüme Irina Spreckelmeyer Licht Susanne Reinhardt Dramaturgie Regine Palmai

Erster Sopran Clara Nadeshdin Zweiter Sopran Iseut, die Blonde Nikki Treurniet Dritter Sopran Branghien Nina van Essen Erster Alt Iseut, die Weißhändige Anna-Doris Capitelli Zweiter Alt Iseuts Mutter Monika Walerowicz Dritter Alt Weronika Rabek Erster Tenor Philipp Kapeller Zweiter Tenor Tristan Rodrigo Porras Garulo Dritter Tenor Kaherdin James Newby, Darwin Prakash Zweiter Bass Herzog Hoël Richard Walshe Dritter Bass Daniel Eggert Erster Bass König Marc Germán Olvera

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Materialien
Programmheft "Le Vin herbé"
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Inhalt

Die Staatsoper eröffnet die "Summer Session 2020" in Herrenhausen mit dem Musiktheater "Le Vin herbé / Der Zaubertrank" von Frank Martin, einem Werk über Liebe, Schuld und Tod in schicksalhaften Zeiten, einer der tiefsten, berührendsten und traurigsten Beziehungsgeschichten: Isoldes Mutter hat ihrer Tochter für die Hochzeitsnacht mit König Marke einen Kräuterwein, "Le Vin herbé", mitgegeben. Dieses magische Gebräu ist es, das Tristan, König Markes Brautwerber, und Isolde, die irische Prinzessin, in unwägbaren Zeiten zusammenführt. Irrtümlich wird beiden der Zaubertrank gereicht, und aus der Begegnung wird untrennbares Schicksal: Sie geben sich einander hin.

"Le Vin herbé" ist ein Stück, das aus der Zeit gefallen scheint. Schicksalhaft schwer schon die Entstehungsgeschichte: 1938 beschäftigt sich der Schweizer Komponist Frank Martin erstmals mit dem Stoff, 1939 stirbt seine Frau. Mitten im Krieg, der alle bürgerlichen Kulturtraditionen in Frage stellte, Opernhäuser und Konzertsäle zerstörte, entstand die Musik, 1948 fand bei den Salzburger Festspielen die szenische Uraufführung des Gesamtwerks statt. 12 Sänger*innen, sieben Streichinstrumente und Klavier kreieren einen Klang von atmosphärischer Zeitlosigkeit, voll zerbrechlicher Zartheit und ausdrucksstarkem Wohllaut, mit bittersüßem, glasklarem Schimmer. Ein Kunstwerk, nicht zugehörig einer Zeit und dennoch hochmodern komponiert, unwirklich, anachronistisch.

Stephan Zilias, ab nächster Spielzeit Hannovers neuer Generalmusikdirektor, startet unverhofft und mit Kammerorchester noch vor dem Sommer in sein neues Amt: "'Le Vin herbé' ist musizierte Verzauberung, intim, verletzlich, berührend. Obwohl es scheinbar undramatisch, fast etwas ritualhaft wirkt, entfaltet es eine immense Sogwirkung. Die Sängerinnen und Sänger übernehmen eine Doppelrolle, sie sind Chor und Soli zugleich. Unsere Herausforderung wird vor allem darin bestehen, unter den gegebenen Umständen in den Gärten eine klangliche Homogenität herzustellen und einen innigen Musizierton zu finden."

Regisseur Wolfgang Nägele inszeniert im Sonnenuntergang der Herrenhäuser Gärten. Zu seinen Regiearbeiten zählen Musiktheater- und Schauspielinszenierungen, Stückentwicklungen und Uraufführungen u. a. an der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Musikbiennale Venedig und der Philharmonie Luxemburg. "Frank Martins 'Le Vin herbé' ist episches Theater und gleichzeitig eine tief berührende, sinnliche Nahaufnahme zweier Liebender, die einander auf Grund moralischer Restriktionen entsagen und dennoch nicht aufhören können sich nacheinander zu sehnen. Dieser Spannung zwischen Nähe und Distanz, zwischen Sehnsucht und Isolation lässt sich gerade besonders gut nachspüren."

Mehr Informationen

Die Staatsoper hält sich für die Vorstellungen im Gartentheater Herrenhausen konsequent an die geltenden Verordnungen für die weitere Eindämmung der Corona-Pandemie. Alle Vorstellungen finden darum unter strengen Schutz-und Hygienemaßnahmen statt.

Bis auf Weiteres erfolgt der Verkauf von Eintrittskarten darum ausschließlich über den Online-Vorverkauf oder telefonisch unter 0511/9999 1111. Karten sind nur bei Angabe Ihres Namens und Ihrer Kontaktdaten erhältlich und nicht übertragbar (bitte führen Sie ein Ausweisdokument mit sich). Beim Einlass tragen Sie bitte eine Mund- und Nasenbedeckung, die Sie abnehmen dürfen, sobald die Vorstellung beginnt.
Aus hygienischen Gründen geben wir keine Decken und Sitzkissen aus, bitte bringen Sie ggf. eigene Sitzkissen sowie warme und wetterfeste Kleidung mit. Mehr dazu in unserem Hygiene-Knigge: staatstheater-hannover.de/de_D...

Bei unsicherer Wetterlage wird jeweils bis 18:00 Uhr entschieden, ob die Veranstaltung stattfindet. Bitte informieren Sie sich online. Im Falle einer Absage benachrichtigen wir Kartenkäufer*innen per E-Mail.

Es gibt keine Abendkasse vor Ort. Sie erreichen den Abo- und Kartenservice telefonisch zusätzlich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Das Gartentheater ist barrierefrei erreichbar. Barrierefreie Plätze können nur telefonisch über den Abo- und Kartenservice gebucht werden. Kurzfristige Programmänderungen vorbehalten!

Informationen zur Anfahrt finden Sie hier: staatstheater-hannover.de/de_D...