Oper

Eugen Onegin

Wie liebe ich es, beim Klang der Lieder mich weit weg zu träumen …

Oper von Peter Tschaikowski (1840–1893)
nach dem Versroman von Alexander Puschkin

Premiere

21. Mai 2022

Opernhaus


In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ab 14 Jahren

Termine und Karten

Musikalische Leitung James Hendry
Inszenierung Barbora Horáková
Kostüme Eva Butzkies
Licht Sascha Zauner
Video N.N.
Dramaturgie Martin Mutschler


Eugen Onegin James Newby
Filipjewna Vera Egorova
Saretzki Gagik Vardanyan
Ein Hauptmann Gagik Vardanyan
Vorsänger N.N.


Chor der Staatsoper Hannover,
Statisterie der Staatsoper Hannover,

Inhalt

Gnadenloses Gefühl. Ein Missverständnis:
Peter Tschaikowski zeigt in seinem bekanntesten Opernwerk den Grundkonflikt der Moderne: Wie Gefühlskälte und Überdruss wahre Zuneigung zerstören. Er vertonte mit Eugen Onegin im Jahre 1879 eines der bekanntesten Werke des russischen Dichters schlechthin, Alexander Puschkin. Dabei setzte er einen Schwerpunkt, der den Absichten des Originals bewusst entgegenläuft: Während Puschkin in beiläufig perlenden Versen seinen Figuren wie ein Insektenforscher mit kühler Ruhe, ja Ironie begegnet, steht bei Tschaikowski die unbedingte Identifikation: Der Komponist litt mit der weiblichen Hauptfigur Tatjana, er war Tatjana, und er gibt ihrem langen Liebesringen mit Eugen am Ende den stillen Triumph mit, nein zu sagen: Es ist zu spät. Es ist das Maximum an Stärke, das in der Resignation über eine unmögliche Liebe denkbar ist: Unsere Liebe lebt noch, aber es ist und bleibt zu spät.