Oper

La Bohème

Giacomo Puccini (1858 – 1924)
Oper in vier Bildern
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Wiederaufnahme

15. Dezember 2019

Opernhaus


In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

2 Stunden 15 Minuten, eine Pause

Musikalische Leitung Jordan de Souza, Michele Spotti Nach einer Inszenierung von Chris Alexander Bühne Kathrin Kegler Kostüme Marie-Therese Cramer Licht Claus Ackenhausen Chor Matthias Wegele, Lorenzo Da Rio Musiktheatervermittlung Kirsten Corbett

Mimì Barno Ismatullaeva Musetta Hailey Clark Rodolfo Long Long Marcello Germán Olvera Colline Richard Walshe Schaunard James Newby Benoit Tiziano Bracci Alcindoro Patrick Jones Parpignol Aljoscha Lennert, Jaean Koo Sergeant der Zollwache Darwin Prakash

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Podcast
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Inhalt

Der Schriftsteller Rodolfo, der Maler Marcello, der Philosoph Colline und der Musiker Schaunard teilen sich eine Mansarde. Ein banales Szenario scheinbaren Opernzaubers, zwischen dem Realismus bitterer Armut und romantischem Klischee. Doch Puccinis Oper wäre kein Meisterwerk, erzählte sie nicht mehr und auch Anderes: Was erleben vier junge Männer, die am Rande der Gesellschaft leben, mental nicht willens und finanziell nicht in der Lage, sich ihr anzupassen? Die große Liebe? Den Aufbruch in eine glanzvolle Karriere? Hunger? Den Kampf der Anarchie gegen das Establishment? Und woher kommt das unstillbare Vergnügen des Publikums der ganzen Welt, sich immer wieder der tragisch endenden Liebesgeschichte von Rodolfo und Mimì mit nostalgischer Wehmut hinzugeben? Fraglos Grundlage der beispiellosen Beliebtheit und lebendigen Aktualität der Oper sind die unsterblich schönen Melodien Puccinis. Seine Musik charakterisiert detailreich und unsentimental die Bohème-Atmosphäre. Lyrische Episoden werden durch teils heftige, teils humorvolle Turbulenzen kontrastiert. Und darüber schwebt die klanggewordende Sehnsucht nach ein bisschen Glück im wirklichen Leben. Traditionell zur Weihnachtszeit kehrt La Bohème in den Spielplan zurück.
In den poetischen Bildern der Inszenierung von Chris Alexander stellt sich das neue Ensemble der Staatsoper Hannover mit seinen italienischen Stimmen vor. Jordan de Souza, Kapellmeister der Komischen Oper Berlin, lotet am Dirigentenpult die emotionalen Tiefen des Stückes aus. Der kanadische Dirigent hat sich an Opernhäusern wie Toronto, Montreal, Tokio, Houston und bei den Bregenzer Festspielen international einen Namen gemacht. 2015 zählte ihn die Canadian Broadcasting Company zu den „Top 30 Classical Musicians Under 30“.