Zum letzten Mal in dieser Spielzeit / Ballett

Nijinski

Wenn sie mich erfühlen, bin ich gerettet.

Ballett von Marco Goecke

Premiere

13. Dezember 2019

Opernhaus


1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Choreografie Marco Goecke Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi, Florian Groß Bühne + Kostüm Michaela Springer Bühne, Kostüme Michaela Springer Licht Udo Haberland Dramaturgie Esther Dreesen-Schaback Nijinski Rosario Guerra Diaghilev Conal Francis-Martin Terpsicore Laura Nicole Vigano Boy Adrià Vilar Algueró Erzähler Louis Steinmetz Freund Michelangelo Chelucci Libelle Giada Zanotti, Robert Robinson Mutter Alessandra La Bella Spèctre Veronica Segovia Torres Romola Michèle Stéphanie Seydoux Doktor Özkan Ayik Etwas Ana Paula Camargo Barre Fatale Rosario Guerra, Robert Robinson, Sandra Bourdais, Chiara Pareo, Giovanni Visone, Francisco Banos Diaz, Nikita Zdravkovic, Tommy Rous, Adrià Vilar Algueró, Maurus Gauthier Lullaby Adam Russell-Jones, Giovanni Visone, Javier Ubell, Tommy Rous, Lilit Hakobyan, Sandra Bourdais, Davide Sioni Rosen Giovanni Visone, Veronica Segovia Torres, Sandra Bourdais, Lilit Hakobyan, Davide Sioni, Chiara Pareo

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Podcast
THEATERZEIT: Rosario Guerra im Interview
Materialien
Programmheft "Nijinski"
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Inhalt

Das abendfüllende Ballett Nijinski erzählt von dem bedeutenden Tänzer und Choreografen Waslaw Nijinski. Das Stück berührt Stationen aus seinem Leben, handelt von den „Brettern, die die Welt bedeuten“ und davon, wie nah Kunst und Wahnsinn beieinanderliegen können.
Nijinski war einer der außergewöhnlichsten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Als Tänzer verkörperte er Rollen, die bis heute für die Tanzgeschichte von großer Bedeutung sind. Seine Partien bei den Ballets Russes unter der Leitung von Sergej Diaghilev, zum Beispiel der Clown in Petruschka, der Geist der Rose in Le Spectre de la rose und der goldene Sklave in Scheherazade sind in das kollektive Gedächtnis der Tanzwelt eingegangen. Der bis heute kaum erreichte Skandal, den Nijinskis eigene Choreografie Le sacre du printemps bei dem Pariser Publikum 1913 verursachte, lässt seine visionäre Kraft und künstlerische Tragweite erahnen. Verwoben mit der Karriere ist auch sein tragischer Weg in den Wahnsinn. Er kämpfte gegen die zunehmende Verdunkelung seines Wesens – heute nimmt man an, dass es sich um Schizophrenie handelte – und zog sich zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurück.
Nijinski gehörte zu den Menschen, die beide Weltkriege erleben mussten, und er war als Patient einer Nervenheilanstalt der Bedrohung des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ausgesetzt.
Marco Goeckes Ballett erfühlt Stationen aus Nijinskis Leben – einem Leben voller Glanz und Ruhm, aber auch die dunklen Seiten seiner Geschichte. Es erzählt mit Bildern vom Zauber und dem Wert des Tanzes sowie persönlicher, menschlicher Not. Sinnlich ist auch der Klang: Frédéric Chopin, wie Waslaw Nijinski polnischer Herkunft, bildet in seinen Klavierkonzerten die vielen Facetten menschlicher Gefühle auf berührende Weise ab.

Mehr Informationen

Festival: Passionen
Nachgespräch am 26.03.2020, 21:00 Uhr
Der traktierte Körper – Belastung und Entgrenzung im zeitgenössischen Tanz

GÄSTE Marco Goecke (Ballettdirektor des Staatsballetts) und Beteiligte der Aufführung

Zum Programm des Festivals: staatstheater-hannover.de/de_D...

Pressestimmen

Neue Presse

„Nijinski“ überzeugt in jeder Hinsicht. (…) Sensationeller Tanz (…) So ein Abend macht Lust auf mehr, viel mehr. (…) Auf den Titel „Kulturhauptstadt“ muss man noch warten. Der Titel „Tanzhauptstadt“ ist in greifbarer Nähe.

Die Welt

Choreograf Marco Goecke begeistert in Hannover an der Staatsoper mit seinem großartigen Ballett „Nijinski“ (…) fantastisch getanztes, atemberaubendes Schaustück einer getriebenen Lebens- und Gefühlswanderung (...)

HAZ

Das ganze Ensemble besticht mit einer Mischung aus höchster Präzision und starker Persönlichkeit.

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