Oper

The Greek Passion

Die Bösen sind leicht gefunden. Aber die Guten?

Bohuslav Martinů (1890 – 1959)
Oper in vier Aufzügen
Libretto vom Komponisten nach dem Roman
Der wiedergekreuzigte Christus (1948)
von Nikos Kazantzakis

Premiere

28. April 2022

Opernhaus


In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

2 Stunden 45 Minuten

Ab 16 Jahren

Termine und Karten

Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi
Inszenierung Barbora Horáková
Choreografie, Dance Captain James Rosental
Licht Susanne Reinhardt
Dramaturgie Martin Mutschler
Videoassistenz Gabriel Derendinger
Xchange Kirsten Corbett


Priester Grigoris Tassos Apostolou
Archon Daniel Eggert
Hauptmann Frank Schneiders
Lehrer John Pickering / Latchezar Pravtchev
Ladas /Kommentator August Zirner
Kostandis Darwin Prakash
Dimitri Gagik Vardanyan
Manolios Magnus Vigilius
Yannakos Sunnyboy Dladla
Michelis Pawel Brozek
Andonis Peter O'Reilly
Die Witwe Katerina Barno Ismatullaeva
Priester Fotis Michael Kupfer-Radecky
Despinio Petra Radulovic
Eine alte Frau Monika Walerowicz
Ein alter Mann Stephen Owen
Stimme im Orchester N.N.


Chor der Staatsoper Hannover,
Projektchor,

Inhalt

Gibt es eine Identität ohne Abgrenzung gegen andere? Bohuslav Martinůs Meisterwerk in historischem Setting stellt die zentralen Fragen unserer Zeit in musikalisch-flirrendem Gewand: Wer bin ich? Wer kann ich werden? Und was braucht es, ein guter Mensch zu sein?

Mitgefühl für Fremde ist der zentrale Motor, der in Bohuslav Martinůs Griechischer Passion aus guten Christ:innen bessere Menschen machen – und so ein ganzes politisches System sprengen – könnte. Das letzte Bühnenwerk des tschechischen Komponisten handelt von einer griechischen Dorfgemeinschaft in Kleinasien vor dem Hintergrund des griechisch-türkischen Kriegs zu Beginn der 1920er Jahre. Die Dörfler:innen haben gerade die Rollen für das alle paar Jahre stattfindende Passionsspiel verteilt, als eine zweite Dorfgemeinschaft auf der Flucht vor türkischen Truppen um Aufnahme bittet. Die Darsteller:innen des Passionsspiels werden sofort in ihren neuen Rollen – Jesus, Maria Magdalena, Jünger – herausgefordert: Kann ich ein besserer Mensch werden? Wie weit geht, aus meinem eigenen bequemen Leben heraus, das Mitgefühl für die Not anderer? Im Gedicht von Nelly Sachs, die selbst Vertriebene war, heißt es: „Kommt einer von ferne … so kleide ihn warm.“ Doch das einfachste Mitgefühl verlangt manchmal den schwersten Mut. Und nicht jedes verhärtete Herz will erweicht werden …

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