Schauspiel

The Männy. Eine Menschtierverknotung

Wie lang ist unser Weg? Ungefähr hundertsechzig Millionen Kilometer.

Ein Projekt von
Kevin Rittberger, Dasniya Sommer und Nora Khuon

Premiere

21. Februar 2020

Ballhof Zwei


ca. 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

Termine und Karten

So, 19.04.2020 / 19:00 – 20:45 Uhr Die Vorstellung entfällt aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus. Weitere Informationen: staatstheater-hannover.de/de_D...
Ballhof Zwei / Einführung 18:15 Uhr / anschließend Publikumsgespräch
entfällt
Sa, 25.04.2020 / 19:30 – 21:15 Uhr Die Vorstellung entfällt aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus. Weitere Informationen: staatstheater-hannover.de/de_D...
Ballhof Zwei
entfällt
Materialien
Programmheft zu „The Männy. Eine Menschtierverknotung“
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Inhalt

Unsere Welt in den nächsten 400 Jahren: Was wird passieren mit unserer ruinierten und doch so schönen Erde? Wird die Bevölkerung sich vervielfachen oder schrumpfen? Wem gehören die restlichen Ressourcen? Wer kümmert sich um wen?
The Männy verhandelt inmitten der 6. Welle der Zerstörung die Geschichte der Symbiontin Camille (noch Mensch und immer mehr Monarch-Schmetterling) über fünf Generationen in der Gemeinschaft der „Kompostisten“, die unsere zerstörerische Lebens- und Produktionsweise immer weiter verlernen. The Männy verhandelt aber auch die Idee der Besiedelung des Mars‘, dem alten Sehnsuchtsort für Freiheit, Gleichheit und Solidarität. The Männy bezweifelt den Menschen als Krone der Schöpfung. The Männy fragt danach, in welchem Verhältnis Gefühl und Rationalität künftig stehen werden.
Inspiriert von Texten von Donna Haraway, Alexander Bogdanov und vielen mehr entwickeln wir verschiedene Welt-Werdungen, die sich berühren und entfernen: Expansion trifft auf Reduktion, überfüllte Zeit auf erfüllte Leere, der radikale Neuanfang auf die Fortschreibung der Geschichte.
In ihrer letzten Mail schrieb uns Donna Haraway nochmals von den Bedingungen des Überlebens inmitten des fortschreitenden Klimawandels: „Ein kompostistischer Aufschwung (das ist keine Utopie) ist möglich (...), wenn der Wandel tief und radikal genug ist; MIT der Sorge für Multispezies, denen Gerechtigkeit zukommt, mit der Notwendigkeit, während des gesamten Prozesses aufeinander zu achten, nichtmenschliche Lebewesen eingeschlossen. Camilles leben hoch!“
Rittberger ist Gewinner des Kurt Hübner Regiepreises, des Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreises und inszenierte unter anderem am Theater Basel, dem Schauspielhaus Hamburg und dem Düsseldorfer Schauspielhaus. Mit seiner Inszenierung von IKI.Radikalmensch ist er zu den 45. Mülheimer Theatertagen eingeladen. Dasniya Sommer arbeitete unter anderem zusammen mit Das Helmi, Showcase Beat Le Mot und Dennis Seidel.

Pressestimmen

Neue Presse

Es ist ein Abend voller Effekte und ohne jede Effekthascherei, mosaikhaft und doch stringent. Gegen Kopflastigkeit feit er sich durch seine sinnliche Erzählart. [...] Es gibt eben kaum einen geeigneteren Ort als das Theater, um Fäden in die Zukunft zu spinnen.

nachtkritik

Mit starken Bildern. [...] Interessante und vor allem zeitgemäße Ideen, die Rittberger da präsentiert – Posthumanismus ohne den metallischen Geschmack der Technologie.

taz die tageszeitung

The Männy ist skurril, ab und an auch wirklich lustig, manchmal ziemlich schlau, gern mal ironisch, immer überfordernd abstrakt. […] Als theatral unterfüttertes Live-Denken aber recht anregend.

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