Oper

Trionfo. Vier letzte Nächte

Lass ab von den Dornen. Pflücke stattdessen die Rose.

nach einem Oratorium
von Georg Friedrich Händel

Premiere

19. September 2020

Opernhaus


In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

ca. 2 Stunden, keine Pause

Ab 14 Jahren

Musikalische Leitung David Bates
Inszenierung Elisabeth Stöppler
Bühne, Kostüme Valentin Köhler
Licht Elana Siberski
Chor Lorenzo Da Rio
Dramaturgie Martin Mutschler
Xchange Kirsten Corbett




Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Podcast
Theaterzeit: Dramaturg Martin Mutschler im Interview
Stückeinführung von Dramaturg Martin Mutschler
Materialien

Inhalt

Vier Leben am Scheidepunkt. Vier Menschen im Dunkel der Nacht, wenn allein die Hoffnung – auf eine noch so leise Antwort – das Zimmer erhellt. In Händels Oratorium Il trionfo del tempo e del disinganno (1707) liegen die Lust, am Leben zu sein, und die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit im Streit. Dabei vermag es der Komponist in seinem frühen Meisterwerk, der Gleichzeitigkeit des Unvereinbaren klare emotionale Räume zu öffnen. Was bedeutet es, am Leben zu sein – und was, die Erfüllung dieses Leben einzufordern? Und wer bin ich noch, wenn der Spiegel mich nur schweigend ansieht? In Händels Musik beginnen die Fragen zu schweben.

Regisseurin Elisabeth Stöppler über Trionfo. Vier letzte Nächte:
„In Zeiten von Corona ist plötzlich vieles, was unser Leben, insbesondere unser Zusammenleben ausmacht, nicht mehr selbstverständlich. Entsprechend stellen wir uns, unsere Biografien und Lebenssituationen auf den Prüfstand. So ein Prozess tut weh und bleibt vielleicht auch lange ohne Lösung. Mich interessiert brennend, welche Möglichkeiten man innerhalb dieses einen Lebens hat. Ist es möglich, sich zu ändern, ehrlicher mit sich, offener, freier, unabhängiger zu werden, ohne Türen zuzuschlagen, ohne zu zerstören?
Die vier Figuren unseres Stücks treibt ein individueller Lebenskonflikt um, sie müssen in einer 'letzten Nacht' eine existenzielle Entscheidung treffen: Wie will ich wirklich leben, wer könnte ich wirklich sein? Was macht mein Leben aus? Und vor allem: Wie allein, wie isoliert bin ich mit diesen Fragen? Ist da niemand, der mich begleitet? All dies ist Trionfo. Vier letzte Nächte, und ich bin froh, dass wir die Möglichkeit gerade jetzt ergreifen können, diese uns alle berührenden Lebensgeschichten im Theater zu teilen.“

Livestream
Die Vorstellung am 09.10.2020 wurde live übertragen von OperaVision. Die Aufzeichnung des Streams ist bis zum 09.04.2021 bei OperaVision verfügbar. Mehr Informationen zum Stream finden Sie hier.

Mehr Informationen

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Pressestimmen

HAZ

Spektakuläre erste Premiere der Corona-Saison: Die Staatsoper triumphiert mit Trionfo. Vier letzte Nächte über die Krise. (...) kraftvolle Neubelebung der Kunstform Oper. In einer zeitgenössischen Handlung integriert gewinnt Händels Musik brennende Ausdrucksintensität, die weit über die pure Schönheit hinausgeht, mit der sie sonst die Hörer berührt (…) So gut hat Barockmusik in der Oper lange nicht geklungen. Ein Trionfo.

Neue Presse

Bewegende Seelenschau: Wie sich der Vorhang hebt und das Orchester im warmen Licht allmählich preisgibt, ist vor allem für die Besucher mit monatelanger Opernpause ein Aha-Moment. (…) Für die Premiere von „Trionfo“ gibt es langen und lauten Applaus.

Brugs Klassiker

Ein Händel-Frühwerk als emotional Achterbahn fahrender Corona-Diskurs: Trionfo. Vier letzte Nächte berührt in Hannover

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