Stimmen

Wenn ich spreche,
sage ich meine Meinung.
Wenn ich singe,
zeige ich mein Herz.

 

Die Reihe, die im ersten Jahr mit Wiegenliedern und einem fulminanten Aynur-Konzert damit begann perspektivreich und divers die Kraft des Singens ins Zentrum zu stellen, geht in die zweite Saison. Denn nichts berührt so unmittelbar wie Gesang – denn er ist Ausdruck tiefster Gefühle wie Glück oder Trauer, er enthält uralte oder gerade erfundene Geschichten und überwindet Sprachbarrieren. Auch 2020 / 21 verschafft die Staatsoper deshalb Stimmen aus verschiedenen Kulturen und Traditionen Gehör. Neben Gastspielen internationaler Künstler*innen wird es erneut Kooperationen mit Musiker*innen aus Hannover und Umgebung geben; szenische Formate stehen neben Vorträgen, die erhellen, warum der Mensch überhaupt singt. 2020 / 21 wird ein Fokus auf Liebesliedern liegen; dazu sammelt die Staatsoper Lieder aus allen Zeiten und Sprachen. Denn kaum ein Gefühl verlangt so danach, unmittelbar Gesang zu werden, wie die Liebe.

 

Einsendungen von Lieblings-Liebesliedern an stimmen@staatstheater-hannover.de

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Niedersachsen.

 

 

Voice Stories

Moderiertes Konzert

Mit Jamila Al Youssef, Mercedes Arcuri, Denise M'Baye, Naranbaatar Purevdorj, Spax

 

In einem intimen Rahmen erhält das Publikum Einblicke in die Geschichten über die Stimmentwicklung von 5 Sänger*innen verschiedener Genres und unterschiedlicher musikalischer Herkunft. Musikalische Eindrücke wechseln sich mit moderierten Gesprächen über die musikethnologischen und biografischen Perspektiven der Sänger*innen ab.
Die Sänger*innen demonstrieren Techniken ihres Gesangs und beschreiben uns ihren mitunter steinigen Weg zur Musik. Was ist der Antrieb zu singen? Gibt es trotz der sehr unterschiedlichen Geschichten Gemeinsamkeiten im Musizieren? Dabei kommen nicht nur die Musiker*innen untereinander ins Gespräch, das Publikum darf sich gern beteiligen!

 

17.10.2020, 18:00 Uhr
Ballhof Zwei
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Stimmen der Welt: Christina Branco in Concert

 

Die gefeierte portugiesische Fado-Sängerin Cristina Branco wird im Opernhaus in Hannover zu erleben sein. Als Vertreterin einer neuen Generation von Fadistas holte sie den traditionellen portugiesischen Musikstil in die Gegenwart: Einflüsse von Jazz, Bossa Nova und Rock verleihen dem melancholischen Genre eine neuen Glanz und eine Prise poetische Leichtigkeit.

 

20.01.2020, 20:00 Uhr
Opernhaus



Stimmen: Symposium

Vorträge & Gesprächsrunden

 

"We may have had music before we had a word for it." (Daniel Levitin)

Warum singt der Mensch? Welchen Effekt hat das Singen auf das menschliche Gehirn? In Vorträgen, Workshops und Gesprächsrunden untersuchen geladene Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen die Faszination von Gesang und den Einfluß des Singens auf kognitive Prozesse des menschlichen Gehirns.

 

12.03. & 13.03.2021, 11:00 - 18:00 Uhr
Laves-Foyer & Marschner-Saal im Opernhaus



Stimmen der Nacht: Liebeslieder

Musiktheater-Performance

 

Was ist die Liebe? Wie kommt und geht sie, und welche Sprachen spricht sie? Eine genreübergreifende Musiktheater-Performance als Recherche zum größten aller Themen in nächster Nähe zum Publikum: die Liebe als geteilte Erfahrung. Regisseur und Dramaturg Martin Mutschler geht mit Sänger*innen auf die Suche nach eigenen Körper-, ergo Liebeserfahrungen, nach kleinen Geschichten von großen Verletzungen wie auch nach der Möglichkeit, nach den Zerstörungen wie Phoenix aus der Asche zu steigen. Es entsteht so eine, auch biografische, Recherche nach der verlorenen Zeit, nach Schmerz und Heilung sowie nach der nicht aufzuhaltenden Energie der Liebe.

 

Ab 17.04.2021
Ballhof Zwei



Stimmen Solo: Künstlerin im Fokus - Iva Bittová

 

Intim, avantgardistisch und gleichzeitig folklorisch geprägt – Iva Bittová ist eine der interessantesten Musikerinnen an der Schnittstelle von Klassik, Folklore und Jazz. Sich selbst auf der Geige begleitend, führt sie das Publikum nahe an den Ursprung von Stimme und Gesang. In ihrer Musik verarbeitet sie Einflüsse ihrer jüdischen und ihrer ungarischen Roma-Familie und vermischt sie zu einer eigenen Form von Avantgarde, die sich zudem inspiriert zeigt von der Minimal Music ihrer Wahlheimat USA. Dort gründete sie mit „Žingora – School of Voice“ eine Gesangsschule, die auch Lai*innen offensteht und ein Zentrum für gemeinsames Singen geworden ist. Diese Erfahrungen bringt Bittová mit nach Hannover, gemäß ihrem Motto: „Ich glaube an die Freiheit der Stimme.“

Ergänzt wird ihr Auftritt daher um einen zweitägigen Workshop, zu dem 15 Sänger*innen jeden Alters und ohne Vorbildung eingeladen sind: Laien aus Hannover, die Lust an dem Experiment haben, ihre eigenen Gesangsmöglichkeiten weiter zu entdecken – und in einer Erkundung zu hören, dass ihre Stimme trägt.

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

 

Juli 2021, Ballhof