Schauspiel

Das Vermächtnis

Hör nicht auf zu kämpfen, es lohnt sich.

von Matthew Lopez

Premiere

22. April 2022

Schauspielhaus


ca. 5 Stunden, zwei Pausen

Termine und Karten

Do, 26.05.2022 / 17:00 – 22:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 € / erm. ab 5,00 € Mix III
So, 05.06.2022 / 18:00 – 23:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 € / erm. ab 5,00 €
Sa, 18.06.2022 / 18:00 – 23:00 Uhr
Schauspielhaus
22,00 € – 45,00 € / erm. ab 6,00 € Abo Samstag I
Podcast
Podcast „Theaterzeit“ mit Schauspieler Fabian Dott
Audioeinführung von Dramaturg Hannes Oppermann
Materialien
Programmheft zu „Das Vermächtnis“
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Inhalt

Der mehrfach prämierte Dramatiker Matthew Lopez hat mit Das Vermächtnis ein erzählerisches Meisterwerk geschaffen. Inspiriert von E. M. Forsters Howards End, einem der bedeutendsten britischen Romane des 20. Jahrhunderts, lässt Lopez Figuren aus unterschiedlichen Milieus und Generationen in spannungsreichen und humorvollen Szenen aufeinandertreffen.
Sie alle verbindet die Sehnsucht nach einem glücklichen Leben, romantischer Liebe und einem sicheren Platz in der Welt. Dabei verwebt Lopez geschickt Zeitebenen, Handlungsstränge und politische Ereignisse wie die Aids-Epidemie Ende der 1980er Jahre, die Wahl Donald Trumps und die Suche nach einem solidarischen Miteinander zu einer vielschichtigen Erzählung.

New York, 2016. In den USA tobt ein erbitterter Wahlkampf ums Weiße Haus, während Eric Glass ausgelassen seinen 33. Geburtstag feiert und um die Hand von Toby anhält. Toby nimmt den Antrag an und verliebt sich kurze Zeit später in einen anderen. Am Boden zerstört sucht Eric Halt bei Henry, der mit Immobilien ein Vermögen gemacht hat. Die beiden werden ein Paar, aber die politischen Ansichten von Henry spalten Erics Freundeskreis. Als Donald Trump Präsident wird und die amerikanische Gesellschaft in einen permanenten Ausnahmezustand stürzt, schlittert auch Eric in eine Krise: Welchen Sinn will er seinem Leben geben? Was soll sein Beitrag für eine bessere Welt sein?
Währenddessen driftet Toby durchs hedonistische New York und lernt den Callboy Leo kennen. Die beiden verbringen einen intensiven Sommer miteinander und Leo lernt, was Liebe von Sex unterscheidet. Doch Toby kann den Drogen, dem Alkohol und den Schatten seiner Vergangenheit nicht entfliehen. Er crasht, mit Leo im Schlepptau, die Hochzeit von Henry und Eric, um anschließend spurlos zu verschwinden.
Einige Monate später trifft Eric unerwartet auf Leo, der von einem Leben auf der Straße gezeichnet und mit HIV infiziert ist. Er weiß sofort, er muss dem jungen Mann helfen. Also bringt er ihn an einen Ort, an dem während der Aids-Epidemie diejenigen ein Zuhause fanden, die krank und verloren waren. Doch die Geister der Vergangenheit lassen auch Eric nicht in Ruhe …
The Daily Telegraph bezeichnete Das Vermächtnis als das „bedeutendste amerikanische Stück des Jahrhunderts“. Es brachte seinem Autor den als „Theater-Oscar“ bezeichneten Tony-Award 2021 in der Kategorie „Bestes Stück“ ein.

Behind the Scenes
Eine Ausstellung mit Probenfotos von Lukas Büsse
Ab Probenbeginn Ende Februar begleitete der Fotograf Lukas Büsse das Ensemble bei der szenischen Erarbeitung von Das Vermächtnis. Obwohl die Proben sonst ein geschützter, vor den Augen der Öffentlichkeit verschlossener Ort sind, haben sich die Schauspielenden entschieden, ihm Einblick zu gewähren. Entstanden sind eindrückliche Aufnahmen, die aus großer Nähe die Auseinandersetzung mit dem Stück und die Arbeit an den Figuren festhalten. Büsse begleitete das Ensemble dabei auf der Probebühne, aber auch während der Dreharbeiten für die Videos, die Teil der Inszenierung sind. Die Fotos sind bis zum Ende der Spielzeit 2021/22 im Foyer des Schauspielhauses zu sehen.

Mehr Informationen

Vermächtnis-Menü für die Pause
Die Aufführung wird zwei längere Pausen enthalten, in denen Ihnen das Team von „Vomfeinsten“ ein besonderes Menü servieren wird, das Sie bequem per e-Mail vorbestellen können:
1. Drillinge (Frühkartoffeln), zweierlei Quark (herzhaft & pikant) 5,00 €
2. Schnibbel Currywurst, ofenfrisches Baguette 5,50 €
3. Fruchtiges Gemüse-Curry, gebratener Tofu, Wildreis 6,50 €
4. Ofenfrische Brezel, zweierlei Dip 3,00 €
5. Variation aus Panna cotta und Mousse au Chocolat 3,50 €
Bestellen Sie bitte bis spätestens zwei Tage vor dem Vorstellungsbesuch über gastronomie@staatstheater-hannover.de unter Angabe der Personenanzahl und ggf. Getränkewünsche. Ihre Bestellung wird dann in der ersten Pause für Sie bereitgestellt – ohne Anstehen. Sie bezahlen bequem bar vor Ort. Kartenzahlung und eine Bestellung vor Ort sind leider nicht möglich.

Pressestimmen

Neue Presse

„Große Momente: Fabian Dott als Eric Glass etwa riskiert zarte wie bewegende Nahbarkeit. Nikolai Gemel legt seinen Hallodri Toby Darling mitunter an der Grenze zum Harlekin an, aber er spielt sich auch waidwund als zutiefst verletzte Seele. Jede Figur wird in ihren Facetten entblättert. (…) Übervoll ist dieses Stück und doch erstaunlich kurzweilig. Ein Geschenk für Hannovers schwule Community und weit mehr. Es lohnt sich, dem Leben der vermeintlich Anderen beizuwohnen. Ihnen zuzuhören, bedeutet kein Weniger der eigenen Privilegien, sondern ein Mehr an Geschichten. Das vor allem ist dieses Abends – genau – Vermächtnis.“

Nachtkritik

„Standing ovations vom ersten Beifall an. (…) Brillant sind alle diese Figuren mit- und ineinander verstrickt; und weil sich die hannoversche Inszenierung so fern hält von realen Bild-Behauptungen, ist wirklich ganz wenig zu spüren vom durchaus vorhandenen, aus Berechnung und Zufall gemixten Kitsch. Auch deshalb klingt dann das fundamentale Plädoyer in dieser Version so einfach, klar und aufrichtig: für die blanke Selbstverständlichkeit selbstbestimmten homosexuellen Lebens. (…) Das Ensemble findet durchweg die richtigen Töne dafür – dieses Ensemble trägt das Stück. Und das Stück lässt das Ensemble über sich hinaus wachsen.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Die Sache hat einen gewissen Drive, eine gewisse Dringlichkeit und, ja, auch das: eine gewisse Größe. (…) Natürlich ist da viel Kitsch im Spiel. Regisseur Jakubaschk kämpft nicht mit Kunstanstrengung dagegen an. Muss er auch nicht. Kitsch kann man auch aushalten. Man kann sich ihm aussetzen und ihn annehmen. Auch im Spiel. (…) Raffiniert und auch sehr unterhaltsam (…) was die Zuschauer am Ende bewogen hat, sich zu erheben, um begeistert und ausdauernd im Stehen zu applaudieren und das Schauspielteam mit lautem Jubel zu feiern.“

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