Oper

Der Vampyr

Kind, sieh den bleichen Mann nicht an, sonst ist es bald um dich getan.

Große romantische Oper von Heinrich Marschner (1795 – 1861)
Libretto von Wilhelm August Wohlbrück

Premiere

25. März 2022

Opernhaus


In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Ab 14 Jahren

Termine und Karten

Inszenierung Ersan Mondtag
Musikalische Leitung Stephan Zilias / Giulio Cilona
Bühne Ersan Mondtag
Künstlerische Mitarbeit Simon Lesemann
Kostüme Josa Marx
Licht Susanne Reinhardt
Dramaturgie Till Briegleb / Julia Huebner
Xchange Kirsten Corbett


Sir Humphrey, Laird van Davenaut Shavleg Armasi
Malwina Mercedes Arcuri
Edgar Aubry Norman Reinhardt
Lord Ruthven Michael Kupfer-Radecky
Sir Berkley Daniel Eggert
George Dibdin Philipp Kapeller
James Gadshill Pawel Brozek
Richard Scrop Peter O'Reilly
Toms Blunt Markus Suihkonen
Ein Diener N.N.
Ein Haushofmeister N.N.
Astarte / Vampyrmeisterin Oana Solomon
Vampyr/Lord Byron Benny Claessens
Ahasver Jonas Grundner-Culemann


Chor der Staatsoper Hannover,
Statisterie der Staatsoper Hannover,

Inhalt

Mit Der Vampyr steht ein Werk eines prägenden Akteurs des Hannoverschen Musiklebens auf dem Spielplan: Der Komponist Heinrich Marschner leitete ab 1831 fast drei Jahrzehnte lang als Königlich Hannoverscher Kapellmeister und Intendant das Vorgängerhaus der Staatsoper Hannover. Mit seiner Erfolgs-Oper Der Vampyr war ihm bereits 1828 der Durchbruch zu einem der meist gespielten Komponisten seiner Zeit gelungen.

Die Faszination von Marschners blutsaugendem Außenseiter Ruthwen, der aus John Polidoris Novelle The Vampyre stammt und den britischen Dandy und Schriftsteller Lord Byron zum Vorbild hat, bleibt ungebrochen. Er bleibt Projektionsfigur für Ängste und Sehnsüchte einer Gesellschaft.

Lord Ruthwen soll ein weiteres Lebensjahr gewinnen, wenn er innerhalb von 24 Stunden drei junge Frauen opfert. Zwar weiß der junge Aubry von Ruthwens Identität als Vampyr, hatte ihm aber einen Eid der Verschwiegenheit geschworen. Als seine eigene Geliebte Malwina ein weiteres Opfer des Vampyrs zu werden droht, steht Aubry vor der Frage, ob er seine Braut retten oder dem Schwur treu bleiben soll.

Nach Produktionen an der Deutschen Oper Berlin und der Vlaamse Opera Antwerpen untersuchen der Berliner Regisseur Ersan Mondtag und sein Team mit dem Vampyr einen weiteren großformatigen Opernstoff. Sie eröffnen einen multiperspektivischen Diskurs um gesellschaftliches Außenseitertum, sowie um den Fluch und die Sehnsucht nach Unsterblichkeit.