Verena Lobert

Verena Lobert
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Geboren 1980 in Hagen. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und Devising Theatre am Dartington College of Arts. Von 2009 bis 2010 war sie Regieassistentin an den Münchner Kammerspielen. Von 2009 bis 2014 war sie Lehrbeauftragte am Institut für Theater und Medien der Uni Hildesheim, seit 2018 ist sie Dozentin für „Kreative Methoden und neue Medien“ an der Medical School Berlin. Sie entwickelte als Performerin mit den Kollektiven Turbo Pascal und Pandora Pop Stücke in Berlin, Freiburg und München, kollaborierte als Dramaturgin mit Sylvia Sobottka und als Regie und Stückentwicklerin mit Jugendlichen für das Junge DT Berlin. Als Gründungsmitglied der Frl. Wunder AG erarbeitet sie seit 2006 innovative Bühnenformate und Inszenierungen im öffentlichen Raum zu gesellschaftspolitischen Themen. Ihre Arbeitsweise der künstlerischen Feldforschung hat die Frl. Wunder AG in der freien Szene entwickelt und in den letzten Jahren auch an Häuser wie das Staatstheater Oldenburg und die Staatsoper München exportiert.

Am Schauspiel Hannover wird Verena Lobert in der Spielzeit 2019/20 mit ihrem Kollektiv Frl. Wunder AG „Furien des Erinnerns“ im Ballhof entwickeln, inszenieren und aufführen.

Fräulein Wunder AG
Frl. Wunder AG produziert als neunköpfiges Performancekollektiv Bühnenformate, Performances und Interventionen im öffentlichen Raum. Inhaltlich geht es stets um drängende gesellschaftspolitische Fragen der Jetzt-Zeit. Ausgangspunkt ihrer Arbeitsweise sind neugierige Recherchen in fremde Milieus, Städte und Länder, zu fast vergessenen biographischen Spuren, Wissenschaftler*innen und Expert*innen des Alltags. Frl. Wunder AG integriert Arbeitsweisen ethnographischer Feldforschung in ihre kulturwissenschaftliche und ästhetische Praxis, sammelt im Selbstexperiment Wissen, Aktions- und Bildmaterial aus sozialen Feldern und verdichtet diese in ihrem Probenprozess. Sie inszeniert visionäre Gesellschaftsmodelle und Alltagsutopien und erschafft partizipative Gemeinschafts- und Erfahrungsräume auch für jene Zuschauer*innen, die nicht sowieso schon zum klassischen Theaterpublikum gehören. Dabei erprobt Frl. Wunder AG immer wieder neue Theaterformate, Kooperationen mit Künstler*innen, Expert*innen des Alltags und Institutionen.

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