Anna Moser

Die deutsche Sopranistin Anna Moser absolvierte ihren Masterstudiengang Sologesang für Konzert und Oper an der Hochschule für Musik und Theater München bei Josef Loibl und Kammersängerin Reri Grist. Zudem ist sie staatlich geprüfte Gesangslehrerin. Als Solistin sang sie zahlreiche bedeutende Partien, darunter Pamina und die Erste Dame (Die Zauberflöte), SUSAnna (Le nozze di Figaro), Zerlina (Don Giovanni), Ännchen (Der Freischütz), Nannetta (Falstaff), Gretel (Hänsel und Gretel), Nuri (Tiefland), Lucille (Dantons Tod), Dora (Blaubart von Franz Hummel), Adina (L’elisir d’amore), Hanna Glawari (Die lustige Witwe), Evelyn Valera (Maske in Blau), Annina (Eine Nacht in Venedig), sowie Schwester Robert Anne (Non(n)sens von Dan Goggin).
Im Fach Konzert und Lied umfasst ihr Repertoire Kompositionen von Heinrich Schütz bis zur Moderne. Sie arbeitete unter Dirigenten wie Leonard Bernstein, Seiji Ozawa, Sir Colin Davis und trat in ganz Europa und den USA auf. Seit 1996 ist sie als Sopranistin festes Mitglied im Chor der Staatsoper Hannover.

Welche künstlerische Zusammenarbeit hat Sie besonders geprägt?
Große Musiker wie Leonard Bernstein, Seiji Ozawa, Sir Colin Davis und Kammersängerin Reri Grist waren für sowohl musikalisch als auch menschlich eine große Bereicherung. Besonders prägend war auch, dass ich als junge Sängerin und Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes bei den Bayreuther Jugendfestspielen die große Sopranpartie der Dora aus Franz Hummels Blaubart singen durfte.

Haben Sie ein besonderes Ritual, bevor sie auf die Bühne gehen?
Ich komme täglich mit dem Fahrrad zur Oper, genieße auf dem Weg die Natur und atme ganz bewusst. So fühle ich mich körperlich fit und auch stimmlich stabil.

Welche Reaktion nach einer Aufführung hat Sie am meisten gefreut?
Immer dann, wenn wir Zuhörer tief berühren und sie es uns mit begeistertem Applaus danken, empfinde ich große Dankbarkeit dafür, diesen besonderen Beruf ausüben zu dürfen.

Welche Musik hören Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Ich lausche gerne einfach der Ruhe der Natur. Ansonsten höre ich sehr gerne querbeet: Jazz, Folklore und natürlich Klassik.

Welche Rolle kann die Oper in unserer Zeit spielen?
Aus dem Alltagstrott auszusteigen, sich auf eine unzensierte Live-Vorstellung einzulassen, das alles kann in unserer schnelllebigen Zeit wunderbare Entschleunigung, Bereicherung der Sinne und ein großer Denkanstoß sein.