Barbara Carta
Barbara Carta wurde in Sardinien geboren und studierte am Conservatorio Luigi Canepa bei Maestro Gianni Mastino. Nach ersten Engagements in Italien, bei denen sie in Opernproduktionen und Konzerten mitwirkte, zog sie nach Deutschland, um ihre Gesangskarriere weiter auszubauen. Sie war zunächst als Aushilfe an der Staatsoper Hannover tätig, wechselte dann in das Oldenburgische Staatstheater und kehrte anschließend als festes Mitglied des Chores nach Hannover zurück. Sie tritt auch als Solistin in Opern-, Lied- und Oratorienkonzerten auf. Seit 2021 ist sie Mitglied des Chors der Staatsoper Hannover in der Stimmgruppe 1. Alt.
Welche künstlerische Zusammenarbeit hat Sie besonders geprägt?
Ich schätze besonders die Zusammenarbeit mit Künstlern, bei der Musik zu einem gemeinsamen Erlebnis wird – solche Momente prägen mich als Künstlerin am meisten.
Haben Sie ein besonderes Ritual, bevor Sie auf die Bühne gehen?
Vor dem Auftritt denke ich an die Menschen, die ich liebe und die mich lieben, die an mich geglaubt haben und weiterhin an mich glauben, und widme ihnen meinen Gesang. Danach lockere ich meinen Körper ein wenig auf und schenke mir ein kurzes Lächeln, um mich zu sammeln und die Bühne bewusst zu betreten.
Welche Opernfigur würden Sie gerne mal auf einen Kaffee treffen – und warum?
Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich gern die Figur der Carmen auf einen Kaffee treffen – wegen ihres starken, leidenschaftlichen Charakters. Oder Cho-Cho-San, um mit ihr zu sprechen und ihr klarzumachen, dass Pinkerton sie nicht wirklich liebt – ich würde versuchen, sie vor dieser gefährlichen Idealisierung zu retten.
Welche Reaktion nach einer Aufführung hat Sie am meisten gefreut?
Besonders freue ich mich, wenn das Publikum nach einer Aufführung spürbar berührt ist und die Musik „mit nach Hause nimmt“.
Welche Musik hören Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
In meiner Freizeit höre ich gern Musik aus verschiedenen Richtungen. Ich bezeichne mich selbst als „Rock-’n’-Roll“!
Welche Rolle kann die Oper in unserer Zeit spielen?
Für mich kann die Oper heute Menschen verbinden, Geschichten lebendig machen und Emotionen erfahrbar werden lassen, die sonst schwer zugänglich wären. Sie verbindet die alte mit der modernen Welt.