Corinna Jeske

Corinna Jeske wuchs hinter den Toren Berlins auf und absolvierte ihre Gesangs-Ausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Es folgten solistische Auftritte im Konzerthaus Berlin, im Anhaltischen Theater Dessau und im Volkstheater Rostock sowie bei den Bad Hersfelder Opernfestspielen in Mozarts Così fan tutte als Despina und Die Zauberflöte als Pamina. Danach wirkte sie an der Uraufführung des Musicals Mozart von Sylvester Levay in der Regie von Harry Kupfer am Theater an der Wien mit.
Als Preisträgerin des österreichischen Operettenwettbewerbs „Nico Dostal“ folgten die Produktionen Eine Nacht in Venedig Johann Strauß (Sohn) u. a. im Bregenzer Festspielhaus und eine internationale Tournee in der Hauptpartie in Ein Walzertraum von Oscar Straus. Seit 2003 ist Corinna Jeske im Chor der Staatsoper Hannover im Stimmfach 1. Sopran engagiert und übernahm auch hier kleinere Partien in Werken wie L’Orfeo von Claudio Monteverdi (2009), Suor Angelica und Madame Butterfly von Giacomo Puccini, Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri Schostakowitsch sowie Traumgörge von Alexander Zemlinsky.

Welche künstlerische Zusammenarbeit hat Sie besonders geprägt?
Während meiner Zeit in Wien hat mich besonders die Zusammenarbeit mit Harry Kupfer und mit Kammersängerin Renate Holm inspiriert.

Welche Opern-Figur würden Sie gerne mal auf einen Kaffee treffen – und warum?
Ich würde mich gerne mit Kundry aus Wagners Parsifal auf einen Kaffee treffen, da sie sehr vielschichtig ist und sie mir sicher aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln von ihren Erfahrungen erzählen kann, die sie sehr intensiv erlebt hat.

Welche Musik hören Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Privat gestaltet sich mein Musikgeschmack sehr breit gefächert. Ich höre gerne Jazz, Big Band Sound, World Music, aber auch Klassik.

Welche Rolle kann die Oper in unserer Zeit spielen?
Das Genre der Oper ist meiner Meinung nach zeitlos und keiner Mode unterworfen. Sie ist eine besondere Symbiose aus Musik und Theater, die in der Lage ist, eine innere Welt der Emotionen zu berühren, die im Alltag oft verborgen ist und einen längeren Nachhall bewirken kann.