Fabrice Kebour
© privat Fabrice Kebour gehört mit der Gestaltung von über 250 Produktionen zu den führenden Lichtdesignern Europas. Zu Beginn seiner Karriere eröffnete ihm das New Yorker United Scenic Artists Programm die Möglichkeit, sowohl Off- als auch On-Broadway mit führenden amerikanischen Lichtdesignern zusammenzuarbeiten. Nach fünf Jahren in New York kehrte er nach Paris zurück und erhielt Aufträge für Gian Carlo Menottis Spoleto Festival sowie für die Cameron-Mackintosh-Produktionen von Les Misérables in Madrid, Dublin, Edinburgh, Singapur, Duisburg und Hongkong sowie Miss Saigon in Stuttgart und Scheveningen.
Es folgten Lichtdesigns für Regisseure wie Giorgio Barberio Corsetti, David Pountney und Claus Guth sowie für Choreografen wie Amir Hosseinpour und Jonathan Lunn an Institutionen wie der Comédie-Française, der Opéra national de Paris, der Opéra national du Rhin, der Opéra de Lyon, der Wiener Staatsoper, den Bregenzer und den Salzburger Festspielen, dem Opernhaus Zürich, dem Teatro alla Scala in Mailand, dem Mariinski-Theater in St. Petersburg, dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, den Opernhäusern in Linz, Leipzig und Posen, dem Nationaltheater Brünn und dem Teatro Real in Madrid.
Über die Bereiche Theater und Oper hinaus arbeitet Fabrice Kebour gerne genreübergreifend. 2006 entwarf er das Lichtdesign für die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien der Asienspiele 2006 in Doha. 2011 war er Teil der Ausstellung Light Speaks der Prager Quadriennale, die Arbeiten führender Lichtdesigner präsentierte.
Neben Nominierungen für den Prix Molière als „Bester Lichtdesigner“ 2005 für Camille C am Théâtre de l’Œuvre, 2009 für Baby Doll am Théâtre de l’Atelier und 2011 für Pluie d’enfer am Théâtre de la Pépinière wurde Fabrice Kebour in der Saison 2014/15 mit dem Prix de la Critique und dem Prix de l’Europe Francophone für Die lustigen Weiber von Windsor an der Opéra Royal de Wallonie ausgezeichnet. 2015 erhielt er eine Nominierung als „Bester Lichtdesigner“ für Moses in Egypt an der Welsh National Opera.
An der Staatsoper Hannover ist in der Spielzeit 2026/27 Fabrice Kebours Lichtdesign für Claus Guths Inszenierung von Pascal Dusapins Oper Il Viaggio, Dante zu sehen – eine Produktion, die 2022 beim Festival d’Aix-en-Provence ihre Uraufführung erlebte.