Jean Renshaw

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Jean Renshaw studierte zunächst klassischen Tanz in London. Nach Stationen am London Ballet Theatre und den Staatstheatern in Darmstadt, Wiesbaden und Nürnberg debütierte sie 1987 als Choreografin am Theater Münster. 1997 gründete sie das „Tanzwerk Nürnberg“ und avancierte danach zur Leitenden Choreografin am Theater Dortmund. Sie gastierte als Choreographin u.a. in Dresden, Mannheim, Karlsruhe, Braunschweig, Innsbruck, Amsterdam und Monte-Carlo. An der Wiener Staatsoper kreierte sie 2016 die Choreografie zu Glucks Armide. Jean Renshaw hat sich in der Vergangenheit zunehmend auch der Oper zugewandt und inszenierte zuletzt an der Wiener Kammeroper/Theater an der Wien sowie am Teatro Regio Torino Antonio Salieris Die Schule der Eifersucht. Ihre Wiener Produktion von Leopold Gassmanns Die Vogelfänger wurde an der Oper Köln sowie beim Festival della Valle d‘Itria aufgeführt. In letzte Zeit kreierte sie für die Innsbrucker Festwochen der alten Musik Boris Goudenow, für die Oper Köln Béatrice et Bénédict, L’Orazio für Il Festival della Valle d‘Itria und zuletzt Orlando generoso für die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci.
Seit einiger Zeit widmete sich Jean Renshaw zusammen mit Anna Ignatieva Tanz- und Theaterstücken für Kinder und junge Erwachsene. So entstanden eine Vielzahl von Produktionen, unter anderen Rumpelstilzchen und Sieben Fabeln von La Fontaine, für das Theater Oberhausen insgesamt fünf verschiedene Theaterproduktionen, für das Schauspiel Wuppertal Der Räuber Hotzenplotz, Peterchens Mondfahrt für das Saarländisches Staatstheater sowie für das Rheinisches Landestheater Pippi Langstrumpf.
An der Staatsoper Hannover inszeniert Jean Renshaw in dieser Spielzeit die Küchenoper Wurst.