Paul Zoller
Paul Zoller wurde in Innsbruck, Österreich, geboren und absolvierte nach einem Architekturstudium an der Hochschule für angewandte Kunst Wien, der University of Michigan und der Hochschule der Künste Berlin zunächst eine Tätigkeit als Architekt. Er nahm an zahlreichen Wettbewerben und Ausstellungen teil und gründete die Architektengruppe the poor boys enterprise. Anschließend studierte er Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Erich Wonder und sammelte Erfahrungen bei Assistenzen unter anderem bei Heiner Goebbels, der Wooster Group New York, George Tabori, Achim Freyer und Bernhard Kleber. Seit 1996 realisiert er Bühnen‑ und Kostümbild sowie Video für Opern‑, Tanz‑ und Theaterproduktionen und arbeitet mit Regisseur:innen wie Andreas Homoki, Lorenzo Fioroni, David Hermann, Jetske Mijnssen, Lydia Steier, Eva‑Maria Höckmayr, Julia Hölscher, Vera Nermirovna, Evgeny Titov, Philipp Himmelmann, Jasmina Hadžiahmetović, Thilo Reinhardt, Jan Richard Kehl und Tomo Sugao zusammen.
Zoller war beteiligt an Produktionen an der Deutschen Oper Berlin, dem Opernhaus Zürich, der Komischen Oper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Oper Köln, der Oper Leipzig, an der Opéra Comique Paris, der Opéra National de Lorraine, der Opéra de Lausanne, beim Festival Aix‑en‑Provence, den Festspielen Baden‑Baden, der BAM New York, beim Edinburgh International Festival, bei der Münchner Musikbiennale, dem Aalto‑Theater Essen, dem Nationaltheater Mannheim, dem Opernhaus Dortmund, dem Mainfranken Theater Würzburg, dem Staatstheater Darmstadt, dem Nationaltheater Weimar, dem Staatstheater Kassel, dem Staatstheater Saarbrücken, dem Staatstheater Mainz, dem Residenztheater München, dem Tiroler Landestheater Innsbruck und am Hebbeltheater Berlin.
Neben seiner Arbeit als Bühnen- und Kostümbildner sowie Videodesigner ist Paul Zoller als bildender Künstler im Bereich Performance und Installation tätig. Er lehrt seit 2013 im Masterstudiengang Szenischer Raum an der Technischen Universität Berlin und ist Lehrbeauftragter an der Universität für Gestaltung in Offenbach. Für seine Arbeiten wurde er 2012 und 2014 für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. 2024 erhielt er den Oper! Award für das beste Bühnenbild, im selben Jahr stand er auf der Shortlist der International Opera Awards. 2025 wurde er in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Opernwelt zum Bühnenbildner des Jahres gewählt.