Schauspiel
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© The Laboratory of Manuel Bürger
Polens Wilder Westen
Polnische und jüdische Geschichten von Verlust und Neubeginn
Mit: Anna Artwińska, Beata Halicka
Moderation: Erica Zingher
Kuration: Alexander Ostojski
Moderation: Erica Zingher
Kuration: Alexander Ostojski
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die Deutschen aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, sie flohen oder wurden vertrieben. Damit endet die Erzählung hierzulande häufig. Das Sprechen über Schlesien wurde in der Bundesrepublik jahrzehntelang ...
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die Deutschen aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, sie flohen oder wurden vertrieben. Damit endet die Erzählung hierzulande häufig. Das Sprechen über Schlesien wurde in der Bundesrepublik jahrzehntelang von Vertriebenenverbänden bestimmt – häufig verbunden mit revisionistischen Besitzansprüchen. Für die Binnenvertriebenen existierte die Region einzig in einer idealisierten Vergangenheit. Der Zivilisationsbruch des Holocaust wie auch das Schicksal Polens unter deutscher Besatzung gerieten dabei in den Hintergrund, ebenso die schlesische Gegenwart nach dem Fortgang der Deutschen.
Doch durch ihren materiellen Nachlass blieben die Deutschen in den nunmehr zu Polen gehörendenden Regionen als Gespenster präsent. „Hier sollen wir leben, in diesen Wohnungen? Es ist, als ob man sich lebendig in ein Grab legen würde!“, klagt ein polnischer Siedler in seinen Memoiren. Gleichzeitig bot das Chaos in dem entvölkerten und in weiten Teilen verwüsteten Landstrich die Möglichkeit, etwas grundlegend Neues zu schaffen. So kam es auch zu einer zeitweiligen Renaissance polnisch-jüdischen Lebens. Wie gelang den Siedler*innen die Einrichtung eines neuen Lebens in einer fremden Umgebung? Und woran scheitere das jüdische Autonomieprojekt im Polen der Nachkriegszeit?
Am polnischen Unabhängigkeitstag diskutieren Anna Artwińska, Professorin für Slawistische Literaturwissenschaft und Kulturstudien an der Universität Leipzig, und Beata Halicka, Professorin für Zeitgeschichte an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, mit der Journalistin Erica Zingher jenseits nationaler Meistererzählungen über die wechselvolle Geschichte von Niedersachsens Partnerregion Niederschlesien (Dolny Śląsk) und über die Gegenwart deutsch-polnisch-jüdischer Beziehungen.
Doch durch ihren materiellen Nachlass blieben die Deutschen in den nunmehr zu Polen gehörendenden Regionen als Gespenster präsent. „Hier sollen wir leben, in diesen Wohnungen? Es ist, als ob man sich lebendig in ein Grab legen würde!“, klagt ein polnischer Siedler in seinen Memoiren. Gleichzeitig bot das Chaos in dem entvölkerten und in weiten Teilen verwüsteten Landstrich die Möglichkeit, etwas grundlegend Neues zu schaffen. So kam es auch zu einer zeitweiligen Renaissance polnisch-jüdischen Lebens. Wie gelang den Siedler*innen die Einrichtung eines neuen Lebens in einer fremden Umgebung? Und woran scheitere das jüdische Autonomieprojekt im Polen der Nachkriegszeit?
Am polnischen Unabhängigkeitstag diskutieren Anna Artwińska, Professorin für Slawistische Literaturwissenschaft und Kulturstudien an der Universität Leipzig, und Beata Halicka, Professorin für Zeitgeschichte an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, mit der Journalistin Erica Zingher jenseits nationaler Meistererzählungen über die wechselvolle Geschichte von Niedersachsens Partnerregion Niederschlesien (Dolny Śląsk) und über die Gegenwart deutsch-polnisch-jüdischer Beziehungen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die Deutschen aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, sie flohen oder wurden vertrieben. Damit endet die Erzählung hierzulande häufig. Das Sprechen über Schlesien wurde in der Bundesrepublik jahrzehntelang ...
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die Deutschen aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, sie flohen oder wurden vertrieben. Damit endet die Erzählung hierzulande häufig. Das Sprechen über Schlesien wurde in der Bundesrepublik jahrzehntelang von Vertriebenenverbänden bestimmt – häufig verbunden mit revisionistischen Besitzansprüchen. Für die Binnenvertriebenen existierte die Region einzig in einer idealisierten Vergangenheit. Der Zivilisationsbruch des Holocaust wie auch das Schicksal Polens unter deutscher Besatzung gerieten dabei in den Hintergrund, ebenso die schlesische Gegenwart nach dem Fortgang der Deutschen.
Doch durch ihren materiellen Nachlass blieben die Deutschen in den nunmehr zu Polen gehörendenden Regionen als Gespenster präsent. „Hier sollen wir leben, in diesen Wohnungen? Es ist, als ob man sich lebendig in ein Grab legen würde!“, klagt ein polnischer Siedler in seinen Memoiren. Gleichzeitig bot das Chaos in dem entvölkerten und in weiten Teilen verwüsteten Landstrich die Möglichkeit, etwas grundlegend Neues zu schaffen. So kam es auch zu einer zeitweiligen Renaissance polnisch-jüdischen Lebens. Wie gelang den Siedler*innen die Einrichtung eines neuen Lebens in einer fremden Umgebung? Und woran scheitere das jüdische Autonomieprojekt im Polen der Nachkriegszeit?
Am polnischen Unabhängigkeitstag diskutieren Anna Artwińska, Professorin für Slawistische Literaturwissenschaft und Kulturstudien an der Universität Leipzig, und Beata Halicka, Professorin für Zeitgeschichte an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, mit der Journalistin Erica Zingher jenseits nationaler Meistererzählungen über die wechselvolle Geschichte von Niedersachsens Partnerregion Niederschlesien (Dolny Śląsk) und über die Gegenwart deutsch-polnisch-jüdischer Beziehungen.
Doch durch ihren materiellen Nachlass blieben die Deutschen in den nunmehr zu Polen gehörendenden Regionen als Gespenster präsent. „Hier sollen wir leben, in diesen Wohnungen? Es ist, als ob man sich lebendig in ein Grab legen würde!“, klagt ein polnischer Siedler in seinen Memoiren. Gleichzeitig bot das Chaos in dem entvölkerten und in weiten Teilen verwüsteten Landstrich die Möglichkeit, etwas grundlegend Neues zu schaffen. So kam es auch zu einer zeitweiligen Renaissance polnisch-jüdischen Lebens. Wie gelang den Siedler*innen die Einrichtung eines neuen Lebens in einer fremden Umgebung? Und woran scheitere das jüdische Autonomieprojekt im Polen der Nachkriegszeit?
Am polnischen Unabhängigkeitstag diskutieren Anna Artwińska, Professorin für Slawistische Literaturwissenschaft und Kulturstudien an der Universität Leipzig, und Beata Halicka, Professorin für Zeitgeschichte an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, mit der Journalistin Erica Zingher jenseits nationaler Meistererzählungen über die wechselvolle Geschichte von Niedersachsens Partnerregion Niederschlesien (Dolny Śląsk) und über die Gegenwart deutsch-polnisch-jüdischer Beziehungen.
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