Ich glaube dir und ich vertraue dir, dass du jetzt hier nicht unter der Maxime probst, Hauptsache habe ich besonders viel Text und stehe vorne in der Mitte. Das wollen wir eh alle. Davon gehe ich einfach, das setze ich einfach voraus. Wir sind alles auf eine Art auch eitel Schweine. Sonst würden wir das ja gar nicht machen wollen. Aber dass man da drin sagt, ja, ich möchte mit dir etwas zusammen rausfinden. Der Rest ist Schweigen, der Theaterpodcast vom Schauspiel Hannover. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von unserem Podcast. Der Rest ist Schweigen. Vielleicht muss ich das auch mal erklären. Es ist ja eigentlich ein Shakespeare Zitat. Na, ich erkläre es nicht. Ich fange noch mal neu an. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Theaterpodcasts. Mein Name ist Vasco. Vasco Boenisch. Ich bin der Intendant vom Schauspiel Hannover und heute ist bei mir zu Gast das dienstälteste Ensembleemitglied, wobei so alt siehst du noch gar nicht aus. Ich glaub, wir sind ein Jahrgang. Philippe Goos. Hallo Philippe. Hallo. Moin. Ähm, wir fangen wie bei allen mit unserem kleinen Steckbrief an. Vollständiger Name. Jean Philippe Goos. Ah, Jean Philippe mit Bindestrich. Äh, jetzt müsste ich in den Ausweis gucken. Nee, ohne Pronomen ihm. Geburtsort. Kiel, Alter, 45. Seit wann im Ensemble vom Schauspielhannover? Fest seit 2007. Und der erste die der der ja die erste ähm der erste Gastvertrag war 2005 eine Coproduktion mit der Hochschule hier. Also sind es genau jetzt dann 20 Jahre. Das lass ich an der Stelle erstmal unkommentiert, aber da kommen wir gleich noch mal drauf. Lieblingsgericht und Getränk. Ja, ehrlicherweise muss man wahrscheinlich aufgrund der Menge sagen, dass es Kaffee ist, weil das eigentlich zu jeder Uhrzeit bei mir reinpasst und Lieblingsgericht, obwohl ich inzwischen auch andere ausprobiert habe, aber es bleibt wahrscheinlich bei der guten alten Salami Pizza. Erste Schallplatte oder CD? Die Wood Tang Enter the 36 Chambers und das erste Live Konzert Heinz Rudolf Kunze und liegt gerade bei dir ein Buch auf dem Nachttisch? Liest du gerade ein Buch? Jetzt wird so ein bisschen esoterisch. Das ist ähm von Cample die Kraft der Mythen. Das ist so ein äh Dialog von einem Journalisten und ihm, der ja wohl Jahrzehnte zur Mythologie und zu den Mythen und Mysterien und so weiter. Mysterien wahrscheinlich nicht ganz, aber es spielt damit rein. Äh geforscht hat global. Also welche Form von Mythen sind jetzt nicht die klassischen sagen des Altertum s auch auch die biblischen auch die von indigenen Völkern. Also er ist da sehr breit aufgestellt. Ganz interessant. Äh eine Frage nicht zum Steckbrief gehört, aber die schie die schließe ich jetzt gleich mal an. Kannst du dich noch erinnern, was das erste Theaterstück war, was du gesehen hast? Es ist wirklich das sind ganz graue Schäen. Das muss in der in der Grundschule gewesen sein und ich glaube es ging um eine Gurke oder eine Aubergine. Aubersinchen habe ich so im Ohr. Oberginchen, Obergienchen hat irgendjemand gerufen, aber ich weiß gar nicht mehr um was es da ging. Und ich weiß nur, dass es in der Tornhalle der Grundschule in äh in in Brüder Grim Grundschule in Grundzagen stattgefunden hat. Und ähm war das ein einschneidendes Erlebnis und hast gesagt, Mama, Papa, jetzt will ich immer ins Theater gehen oder auch in der Aubergine sein. Ja, also auf jeden Fall in der Grundschule ging es los, dass ich irgendwie es gab da eine Theaterag und ähm das fand ich schon sehr sehr gut zu dem Zeitpunkt auch, weil du es gerade gesagt hast, hast du schon mal Gemüse gespielt in deiner langjährigen Lauf? viele Tiere, aber Gemüse. Ich ich glaube nicht. Ist eigentlich ist eigentlich ärgerlich. So ein Brokkoli oder sowas, das wäre glaube ich eine gute Sache mal oder so eine Karotte könnte ich mir vorstellen. Und welche Tiere waren es stattdessen? Tiere waren es eine Taube, ein Hund, ein Ja, sowas Affenähnliches. Ähm, dann warte mal, was hat ein Vogel? Natürlich ein Geier. Ein ein äh ähm äh ein Bartgeier. Was hatten wir noch dabei? Was war denn so method acting mäßig die größte Herausforderung? Also dadurch, dass ich dass ich sowieso gerne auch ab und zu mal äh äh Vögel in der freien Wildbahn beobachte, ähm fand ich die unterschiedlichen Charaktere eines eines Geiers und einer Taube schon sehr gut und wie die Körperlichkeit, was die Körperlichkeit damit einem macht und wie sozusagen die Körperlichkeit auch so ein bestimmten Charakter des Vogels plötzlich in einem selber wiedergibt. Also so so ein Bartgeier mit so einer extremen Spannweite, man sag wie heißt heißt es doch gar nicht bei Vögeln, doch Spannweite. ähm mit so einer gewissen Ruhe. Der saß auf so einer Couch oben im Dachgeschoss bei Hul war das und äh die Taube, die so sehr hektisch die da bin ich auch auf den Knien über den Bühnenboden gerutscht äh mit der sehr schnellen Kopfbewegung. Das das sind schon sehr unterschiedliche Charaktere, die man da plötzlich dann hat. Du bist Privat Ornitologe, so nenn man ja die Vogelkunden. Ja, bin da mitgelaufen. Mein sehr guter Freund aus auch Grundschul schließt sich der Kreis Grundschultagen, der macht das bis heute wirich höchstprofessionell und da bin ich früher viel mit unterwegs gewesen und habe das Fernglas auch heute noch immer gerne eigentlich dabei. Schon ganz schön. Und kannst du gut verschiedene Vögel an am Laut erkennen? Soweit bin ich leider nie gekommen. Das ist ja glaube ich der eigentliche Das ist ja die eigentliche Auditologie. Ich schaff sozusagen das Rotkählchen von der Amsel und dem Buchfink rauszuhören und dann kann man den Mäusebus halt hier in der Stadt noch mal dazu nehmen, aber das war's dann auch. Also in der draußen, sobald ich hier irgendwo im Wald stehe, bin ich verloren. Aber so Rot Milan, Schwarz Milan, Busard, kannst du unterscheiden. Das geht ja, das geht. Ja, es ist bei mir auch so. Also in meiner Kindheit, meine Eltern hatten so ein befreundetes Ehepaar, der der Mann war Ornitologe und dann hat er uns kopiert damals noch Kassetten, ja, mit diesen unterschiedlichen Vogelstimmen und wir haben versucht, das zu trainieren im Auto und ähm ja, aber es hat nicht richtig gefruchtet, also ich erkenne gar nichts. Also, der Freund macht inzwischen stellt er Audiofallen auf und lässt die KI das über Nacht äh ausrechnen, was da durchgezogen ist. Es spart natürlich äh sehr viel Zeit, dass man selber nicht im Wald unterwegs sein muss oder im Feld und ähm gleichzeitig deckt natürlich einen viel größeren Radius ab, aber das das ist dann auch schon da wird's dann irgendwo plötzlich auch mathematisch. Es gibt ein tolles Buch von dem von dem Ornitologen, der sagte, wenn man wenn man so ein egal z.B. das Rotkirchen wieder sieht, dann sieht man immer das Rotkirchen, das ist als würde man einen alten Bekannten treffen und das finde ich eigentlich eine sehr schöne Beschreibung. Es ist nicht irgendwie ein anderes Rotkählchen, sonst ist immer das Rotkählchen. Ich habe tatsächlich gestern eins vor unserem Fenster sitzen sehen, aber gut. Du bist nicht Ornitologe professionell geworden, sondern du hattest erstmal was anderes vor. Du hast nämlich Philosophie und Germanistik drei Jahre studiert. Was ist denn davon hängen geblieben? Nix. Es war es war auch mehr so zwangsläufig, weil das mit dem Vorsprechen leider nicht geklappt hat. Deswegen äh musste ich mir was anderes überlegen, bzw. Das war auch so niederschmetternd, äh das Vorsprechen, dass ich dachte, okay, das war vielleicht doch nicht äh der richtige Weg. Habe aber parallel während des Studiums viel mehr Zeit am im oder fürs Theater verbracht als wirklich im Studium. Habe da auch sehr niederschmetternd Erfahrung gemacht, weil ich dachte, na ja, Philosophie, das das habe ich ja in der zwölften abgewählt. Das wird schon irgendwie gehen, dass man das wieder kann. Ähm und interessant. Du hast es abgewählt und dachtest, dann wähle ich das jetzt mal im Studium. Hast recht. Ja. Mhm. Ähm, dachte man kann sich es da auch leicht machen, aber natürlich ist das dann eine Wissenschaft und da ist es dann endgültig vorbei mit dem äh deliltieren. Apropos dilettieren. Nein, weil du sagtest, das mit dem Vorspren hat anfangs nicht so geklappt. Was war denn da das, was äh nicht so war, wie du es dir gewünscht hattest? Ähm, na ja, erstmal, dass ich nicht weitergekommen bin in den Runden. Ach, eigentlich war das, also von Rostock über Hamburg bis München hat's eigentlich nicht geklappt. Und das niederschmetternste war ein Rostock, dass mir gesagt wurde, sie verschwenden ihre Zeit. Was aber viel schlimmer ist, sie verschwenden unsere Zeit und was das Schlimmste ist, sie verschwenden die Zeit ihrer Mitbewerber. Vielen Dank. Und danach dachte ich, na gut, dann sollte ich es mal lieber lassen. Habe aber wie gesagt parallel, ich bin ich bin mit 15, 16, weil ich so sehr zum Theater wollte ins Kieler Opernhaus marschiert und habe gefragt, was ich da machen kann und war dann da sehr lange Statist und habe dann da auch Rollen bekommen, unter anderem in äh im Weihnachtsmärchen, die Schneekönigin war das tatsächlich auch, da durfte ich dann plötzlich spielen und sprechen auf der Bühne und nicht nur im Hintergrund Teil des Bewegungskores sein. Und trotzdem hat das sozusagen nicht ausgerecht für das Vorsprechen. Gleichzeitig war eigentlich so eine Selbstverständigkeit von Theater da schon 8 Jahre in meinem Alltag. Und dann habe ich aber eben gedacht, gut, jetzt sind müssen die Weichen hier irgendwie mal gestellt werden, dann musst du es wohl erstmal mit einem Studium probieren und vielleicht kriegt man das dann so parallel irgendwie ohne diesen offiziellen Studienggang in sein Leben integriert und dann habe ich zum Glück, das war so der letzte der letzte Tropfen, der das fast dann zum Überlaufen gebracht hat, doch wieder vorsprechen zu gehen auf dem Campus in Kiel meine ehemalige Deutschlehrerin, die damals schon große Stücke auf mich gehalten hat und gesagt hat, ich sollte auf jeden Fall vors vorsprechen gehen wieder getroffen und die fragte mich, was ich hier wohl tue me ich studiere Deutschland sie me ist gar nichts für dich, du gehst jetzt wieder vorsprechen und das war sozusagen der letzte Anstoß, dass ich es noch mal versucht habe und dann hat's auch direkt geklappt. Hast du da die Vorsprechrollen geändert, denn geklappt hat's dann in Hannover? In Hannover hat's geklappt. Genau. Die habe ich nicht groß geändert. Ich glaube, was ganz schlau war, ich habe äh den Diener zweier Herren mit reingenommen und Abstand von der Hamlettenmaschine genommen, die irgendwie so mein Steckenpferdchen war. Das ist schon Genrewechsel, ne? Also Komet der Arte gegen Heiner Müller. Ja. Ja. Ja. Ist das immer noch so? Würdest du dich immer noch mehr in diesem Feld verorten als im Heiner Müller Spektrum? Nein, glaube ich nicht. Ich glaube, dass mir das andere durchaus mehr liegt, aber ich würde jetzt einfach mal ganz frech behaupten, dass ich da nicht so festgeliegt bin, bzw. Selbst wenn, dann möchte ich da auf jeden Fall gegenarbeiten. Wie war denn die Schauspielschulzeit hier in Hannover für dich? Die war super, muss ich ganz ehrlich sagen, weil das so endlich ist man da, wo man wo man hin wollte. Hab, also ich habe ich habe auf der einen Seite war das das System zu dem Zeitpunkt noch wirklich ähm sehr von oben nach unten, dass man wirklich sagt, so wird's gemacht an manche Stellen oder bzw. Ähm, du also wir hatten ein Problem gesagt, wenn ihr das so und so fordert, wer die Hand beißt, die entfüttert, der kriegt gar nichts, weil wir als Semester uns gegen etwas gewährt hatten. Und das sind dann so Strukturen, wo man sagt, die und es waren also objektiv wirklicher Missstand da an der an der Hochschule. Das würde es, glaube ich, wahrscheinlich heute so nicht mehr geben. Gleichzeitig hatte ich das Glück, da da großartige äh Dozenten zu haben, also die sehr unterschiedlich, sehr gut für mich waren. Ich glaube ja tatsächlich, dass es auch so ein bisschen so ist, dass die ähm dass man dann doch irgendwo auch an der Schule landet, die da irgendwo richtig für einen ist. Ich habe es dann gar nicht weiter probiert. Also ich das stimmt jetzt vielleicht also für mich selber gar nicht, was ich gesagt habe, weil ich habe es ja nur in Hannover noch mal probiert nach diesen zwei Jahren. Wurde gleich genommen, hab dann alles andere auch abgesagt, aber ähm trotzdem glaube ich, dass dass das auf jeden Fall für mich die richtigen Leute waren zum richtigen Zeitpunkt, die ich da getroffen habe. Von dem, was du dir damals gedacht hast über den Beruf, was hat sich eingelöst und was hat sich nicht eingelöst? Es löst sich viel, sehr, sehr viel ein. Also um da auf das Delittieren zurückzukommen, das ist genau das, was ich mir sozusagen gewünscht habe, dass man sich so alle möglichen Bereiche da mal äh irgendwie nehmen und greifen kann und da drin so für 8 Wochen rum delittiert und auf eine bestimmte Art da drin auch dann ja Profi wird für diesen kurzen Zeitraum oder für dieses für diese dieses kleine Feld, was man in dem Moment von diesem Gegenstand sozusagen da beackert und das hat sich für mich total eingelöst und das ist auch finde ich der größte Luxus, den man den man hat in diesem Beruf, dass ich nicht irgendwo an einen Ort gehe und Vorgang XY auf ewig wiederhole in gewisser Variation, sondern das Schönste ist für mich die die Tabula Rasa, die am Anfang eigentlich einer jeden Produktion für mich stehen sollte, gleichzeitig aber mit bestimmten vielleicht ja Techniken oder Umgangsform, wo man weiß, okay, da drin kann ich mich jetzt über die Zeit langsam anfangen, vielleicht mal zu beruhigen. muss ich jetzt nicht immer gleich denken, jetzt ist die die volle Katastrophe im Gange. Ähm, das hat sich für mich total eingelöst und das das äh ja, finde ich finde ich großartig, muss ich ganz ehrlich sagen. Und gibt's auch so Vorstellungen, Träume, Ideale, die auf der Schauspielschule noch erträumt wurden und dann sich nicht eingelöst haben? Ja, ich also ja, das das einzige ist ich würde behaupten, dass mein Idealismus vielleicht ein bisschen zu groß war oder meine Ehrfurcht vor diesem Bereich, dass man da denkt, ach komm, jetzt wird's jetzt ist es doch gar nicht so heilig, wie ich dachte alles. Das ist das ist vielleicht am mehesten etwas, aber das ist ja eher mein Problem, wenn ich das ganze so hochhänge, dann muss man sich nicht wundern, wenn andere das nicht so sehen. Du bist da nach der Schauspielschule hier gelandet, gleich am Schauspiel Hannover. Was waren richtig beglückende Erfahrungen, Begegnungen, künstliche Begegnungen in der Zeit? Denn das ist jetzt eine ordentliche Zeit, die du schon hier bist. Also da ich das so ein ordentliches Zeit muss einmal trennen, dass die verschiedenen Intendanzen vor Ort, das ist schon mal eines der ersten also großen Glücksfälle in meinem Leben, dass ich sozusagen hier für meine Familie, die ich inzwischen auch seit 15 Jahren sind wir zu dritt, dass ich das hier vor Ort habe und gleichzeitig künstlerischen Wechsel und den die die ganz neue Ästhetik, die neuen Inhalte und die neuen in Sichtweisen vor die Haustür geliefert bekommen. Das ist ja ein Luxus. Also das da ich weiß nicht, da müsste ich wahrscheinlich Augenblick suchen, um jemanden zu finden, der das so erleben darf wie ich. Und das finde ich, das ist schon einer der größten Glücksfälle, muss ich sagen, weil das ähm Theater hat sich eben in den letzten Jahren für mich viermal so extrem verändert. Also jetzt eben das vierte Mal, dass man auch sagt, das hat auch wirklich gar nichts mehr damit zu tun. Das Treppenhaus ist dasselbe und eventuell ist die Farbe des Treppenhaus des Fahrstuhlschachts jetzt noch dieselbe. Inzwischen ist ja nicht mehr die Vierfarbe dieselbe, aber ist egal. Also alles andere was sozusagen da drin stattfindet, der Spirit negativ gesagt, der Fisch stinkt vom Kopf her. Das ganze ist aber auch im Positiven, dass man eben sagt, das merkt man sofort, das merkst du sofort und das ist das ist das ist toll, das empfinde ich als sehr großen Luxus. Und in der Zeit die verschiedenen Zusammenarbeiten, sowohl zwischen den Kolleginnen als auch mit den Regieteams und so weiter, habe ich einmal das Gefühl, dass ich also ich würde es eher andersrum formulieren, dass ich so drei oder vier Produktionen hatte, wo ich sagte, wenn das jetzt so weitergeht, dann geht für mich nachhaltig das Theater kaputt. Da muss ich mir was überlegen. Das finde ich ist aber ein ganz gutes Verhältnis, w sag vier Produktionen in inzwischen fast 20 Jahren, das das ist völlig in Ordnung und alles andere ist was man sagt, ja, da würde ich gerne da oder bin ich es gibt auch Produktion, da war ich froh, dass es vorbei ist und andere Dinge w ich sag da das würde ich am liebsten noch mal jetzt wiederholen oder noch mal neu denken, weil man so bestimmten Sachen zu Hause war und auch auf eine besondere Art zu Hause war und entweder das komplett noch mal neu zu nehmen, weil man in dem Inhalt selber zu Hause ist und eine ganz andere Form dafür findet oder ähm sagt das das müsste eigentlich noch mal wieder weiterlaufen. Gibt's gibt's eine Rolle, eine Inszenierung, auf die du richtig stolz bist, abgesehen von der Taube? Ja, gibt's tatsächlich sehr viele, muss ich sagen, die, also jetzt, wenn ich mal jetzt so von jeder Intendanz war es auf jeden Fall bei Sonja anders der eingebildete Kranke, weil das hat extrem viel Spaß gemacht. Das war aber auch kurz vor Premiere noch eine extreme Katastrophe, weil das unter Coronabedingung proben und es ist eigentlich ja eine Clipklap Komödie, würde ich mal behaupten. Und wenn aber jeder für sich allein in einem Raum steht und isoliert ist, dann geht das nicht richtig. Und ähm das war sozusagen für mich bei der Hauptprobe der absolute Tiefpunkt, weil du spielst eine Komödie vor Testpublikum und es wird nicht nur wenig, sondern es wird gar nicht gelacht. Es gab ein Lacher und das war als etwas unfolg gesehen heruntergefallen ist. Das war der einzige Lacher. Und da bin ich von der Bühne gegangen, hab gedacht, das war's. kannst jetzt dein Schauspieldiplom kannst du unten abgeben und dann suchst du dir was anderes. Und das ist dann bei der Premiere haben wir also, weil wir dann zwei Tage gered haben, was machen wir, wurden die Räume aufgemacht, weil das unter den Coronabedingungen dann schon wieder möglich war mit den Abständen und dann ist das Ding, weil es einfach super gearbeitet war, abgehoben. Zwar immer noch irgendwo in einem gewissen Rhythmus, dass wir es nur über übers Gehör geprobt haben, aber das war super und hat sich über die ähm die Vorstellung großartig entwickelt und das finde ich auch sowas, wo man sagt so, okay, man ist kurz vor knapp an einer Katastrophe, dann geht das Ding auf und dann ist es aber mit der Premiere sozusagen die Auseinandersetzung, das Arbeiten dran nicht beendet, sondern das geht sozusagen bis zur bis zur letzten Forschung und verändert sich da drin auch. Das fand ich sozusagen an dem Abend besonders gut. Bei Ole sind sind auch sehr sehr viele Entschuldigung. Genau. Bei Lars Ole Walburg sehr viele Produktion mir fäll fällt da fahren da zwei sozusagen jetzt als erst eines einmal mit der von Tom Kühnel, weil das auf ganz vielen Ebenen etwas war, wo wo Form, Inhalt und Spiel für mich so sehr sehr schön zusammengekommen sind. Also einmal die die Setzung, dass dass er gesagt hat, das Fremde, ja, also Jason landet ja dann äh bei Medea an und dieser fremde stand stammen die Kol nicht. Ähm wie stellt man das Fremde da? Und es gab zu diesem Zeitpunkt eine ähm eine Fotoaktion von Katrin Ribbe, die Assemble Mitglieder in den in äh in niersächsischen Trachten fotografiert hat und die hatten wir dann auf der Bühne und die sahen aber wirklich so aus, dass das also wo sind wir, wo sind wir hier gelandet und dass man aber irgendwie bei sich selber so komisch anend Fremde in sich selber da trifft, das fand ich das fand ich eine super setzung. Ähm und dann sind da Momente, dass ich war da bei der die Media war ähm drei geteilt sozusagen auf drei Kolleginnen verteilt und da war Momente, wo ich wo ich selber dann zugeschaut habe und da hat's mir also bei einer Probe also da hat's mir alles auseinander gerissen beim Zuschauen und gleichzeitig davon dann aber vorher und währenddessen dann bestand halt zu, weil ich den Jason da eben gespielt habe, das war das war eine ganz tolle Produktion. Dann waren Produktion auch unter Ole Hiop von Christopher Rüping. Da haben wir sehr lange an einem das war die der das Portal war vorne verschlossen. Ähm und da haben wir sehr lange an einem ritualisierten Ablauf dieser jüdischen Familie im Städtle so ein Alltagsablauf geprobt, was dann ähm nach außen auf diese ähm auf dieses geschlossene Portal projiziert wurde. Abgesehen davon, dass es sowieso ein großartiger Theateramt ab. Was ich davon mitgenommen habe, ist so die Sicherheit eines Rituals, dass man und darüber auch ein tieferes Verständnis, was diese Geschichte dieser dieser Familie angeht und was das eigentlich auch gerade für den ähm für den Vater bedeutet hat, was da auseinanderfällt, weil du probst dieses Ritual und denkst, wie es es reicht jetzt mal, wir wissen doch, wie es funktioniert. nervt und die Präzision, ja, es muss alles stimmen, weil es weil die Kamerafahrten, es war extrem choreografiert und auf Punkt und dann ist dieser Premierentag und man ist bei der Premiere ja immer noch mal doch einen Tacken mehr aufgeregt als sonst und welche Sicherheit dieses Ritual plötzlich gegeben hat und was es bedeutet, das denn sozusagen aufzubrechen, das das fand ich das fand ich auch sehr sehr groß auch mit Christopher die der das Christoph Rüpping 23. Das war als persönliche Erfahrung super, weil wäre das so oder weil er das auch so geprobt hat, dass dass ich mehr oder weniger aus einer privaten normalen Nullhaltung in den Abend starte. Und wenn die Rutsche richtig funktioniert hat, ist man am Ende in in einem Charakter drin, der sich sozusagen in sich selber, in einem potenziellen Suizid oder in in seiner in seiner Literatur sozusagen auflöst. Das sind das sind einfach fantastische sind dann so fantastische Erfahrungen und unter Schulz war es dann natürlich sowas wie auf der einen Seite Virginia Wolf, wer hat Angst vor Virginia Wolf mit großartigen Kolleginnen mit mit Oder Tier und Matthias Neukirch da gespielt und mit Svenja Wasser, was auch so zu dem Zeitpunkt einfach eine großartige Aufgabe war und ich mag es auch sehr identifikatorisch in in so ein Wellmade Play zu gehen. Das finde ich auch wirklich wirklich fantastisch. Was machst du nach einer Vorstellung? Bist du so ein Kantinenhocker oder was machst du dann? Ist ganz unterschiedlich. Ähm es gab hier lange Jahre, als ich auch noch geraucht habe, diesen Raucherraum. Da kann das schon mal sein, dass ich bis 1:30 uh hier gesessen habe mit Zigarette und auch vielleicht vielleicht einem Bier. Und ähm dann gibt's Vorstellung, wo man noch so ein bisschen Kritik macht und ein bisschen zusammensitzt. Gibt's welche? Man ausgelaut bin ich ausgelaugt und muss schnell was essen. Und es gibt's auch, dass ich äh das einfach nach Hause fahre und und äh schlafen gehe. Ähm wobei das wirklich sehr sehr selten vorkommt. Das sind dann auch irgendwo Vorstellungen. Davon hatte ich zum Glück auch nicht ganz so viele, die die einen nicht ganz so aufwühlen. Also, weil meist ist es doch, dass dass ich vor 12 Uhr eigentlich keine Ruhe finde, wenn wenn man oder wenn ich wenn ich aus dem Abend komme. Ich habe dich hier in Hannover kennengelernt als Assemblesprecher. Ja. Was bedeutet für dich Ensemble? die gemeinschaftliche Erforschung an dem jeweiligen an an dem jeweiligen Gegenstand, den wir da haben und das auf gemeinschaftlicher, partnerschaftlicher, aber auch fordernder und einfordernder Ebene, um am Ende nach Möglichkeit zu dieser schönen Kompromisskunst, ich meine Kompromiss hört sich immer ist, glaube ich, ein bisschen negativ behaftet, könnte ich mir vorstellen. Ich find es eine sehr gute Sache, dass man sagt, also ich muss etwas möchte etwas reingeben ins Ensemble, ich muss aber auch was zurückbekommen oder muss mich dafür öffnen und will mich dafür öffnen etwas zurückzubekommen. Das ist eigentlich für mich aus Hommel, dass man da einen gemeinsamen Weg, eine gemeinsame Sprache sowohl innerhalb der jeweiligen Stücke als auch aus Hombel am Theater findet, was finde ich mit einem gegenseitigen Support, aber eben auch mit einem gegenseitigen fordern und einfordern und im besten Fall auch nichts schenken zu tun hat. Also, wenn die Kollegin sagt, pass mal auf bei dir, da müssten mal drei Sätze weg, dann zwickt das vielleicht ein bisschen. Aber wenn man da vernünftig drauf schaut und sagt: "Ja, das ist wahrscheinlich richtig, dann kann ich nur sagen, danke liebe Kollegin, dass du in meinem Text rumwülst." Das jetzt sehr ehrenhaft, ne? Nee, nee, nee, nee. Das ist hier, das ist je nach Arbeitsgrundtung ist genauso möchte ich mir herausnehmen dann in deinem oder in ihrem Text rum zu fuhrwerken und das ist auch wirklich stark abhängig, was das für eine Produktion ist und was das für ein Klima ist und das geht auch nicht immer, aber das ist für mich so, finde ich, eine Idealvorstellung. Aber wie schafft man das, dass sich so ein Ensemblegeist bildet? Das ist jetzt deine vierte Intendanz hier in Hannover und natürlich auch innerhalb einer Intendanz ist ein Ensemble immer in Bewegung. Wir haben jetzt 28 Menschen im Ensemble. M wie schafft man das, dass es wirklich auch ein Assemble Geist gibt oder ist das ein romantisches Ideal, auf das es gar nicht so ankommt? Es ist eher pragmatischer? Ich glaube, also das spielt da alles mit rein, würde ich behaupten. Also es ist einmal der Vertrauensvorschuss in beide und in alle Richtungen. Also nicht nur Richtung auss Hormel, sondern auch also Leitung, alle möglichen anderen Bereiche an diesem Haus. Wie arbeitet man da? zusammen und dass man erstmal davon, also ich würde sagen, die innere Haltung müsste sein, ich gehe erstmal davon aus, dass ich wirklich suche, um etwas herauszufinden oder etwas zu schaffen, was mir, dir, ihm oder wem auch immer äh was was bedeutet eine eine Wertigkeit erschafft und oder wo wo sozusagen eine gemeinschaftliche Vision verwirklicht wird. Und das Tolle ist ja, also wenn ich mit der Tabula Rase anfange, dass ich wirklich sage, ich weiß nicht, wo das liegt, ich weiß es nicht, ich habe keine Ahnung. Und das aber gemeinschaftlich rauszufinden und da drin zu sagen, ich glaube dir und ich vertraue dir, dass du jetzt hier nicht unter der Maxime probst, Hauptsache habe ich besonders viel Text und stehe vorne in der Mitte. Das wollen wir eh alle. Davon gehe ich einfach, das setze ich einfach voraus. Wir sind alles auf eine Art auch eitle Schweine, sonst würden wir das ja gar nicht machen wollen. Aber dass man da drin sagt, ich ja, ich möchte mit dir etwas zusammen rausfinden und da drin eben sich auch nichts zu schenken und auch zu sagen, äh das wollen, also da da gibt es dann eben das Risiko auch zu sagen, da da wird d eine Produktion gemacht, die erstmal sehr eckig kantig und sperrig ist und sagt, ich weiß auch gar nicht, was das soll und wo das hin soll und das aber von allen Seiten gesagt wird und das ist vielleicht dann auch nicht nach Erfolgs Parametern zu messen wie Publikum rum oder ein Blumentopf irgendwo gewonnen, sondern das ist das, was wir machen wollen. Das ist das so und das das ziehen wir jetzt auch durch. Dafür haben wir dann andere Sachen, wo sagen, gut, das machen wir dann, weil weil wir wissen, dass das hat dann das folgt anderen Parametern, aber dass sozusagen diese Mischung miteinander entsteht, m das würde ich behaupten, dass das äh auf jeden Fall eine Basis sein könnte und da drin äh eben die die Suche eines gemeinschaftlichen Fantasieraums und eines gemeinschaftlichen Wollens in dem Bewusstsein, dass man jetzt hier für Hannover gesprochen extrem luxuriösen Ort hat, wo man das alles machen darf und kann, weil eben gerade das Stichwort Publikum viel. Niemand aus dem jetzigen Assemble kennt das sanoverische Publikum besser als du. Was für ein Publikum ist es denn? Ich glaube, das ist man projiziert ja auch was rein, ne? Aber ich ich glaube, also ich glaube, das ist ein total offenes, zugewandtes, durchaus auch ehrliches äh Publikum. Wenn man in z.B. in Publikumsgesprächen fragt, was ist denn da? wie angekommen, dass auch gesagt wird, da da ist bei mir gar nichts angekommen. Oder was redet ihr denn da, was ihr meint, was ihr da gerade getan hättet? Andersrum, wenn es gefällt, dass es denn auch wirklich wirklich bejubelt wird. Und ich glaube, dass diese Stadt, die ja so ein normalen Nullruf hat, so ein bisschen sowas äh sowas widerstandsloses m sehr viel mehr verträgt und sehr viel mehr aushalt und gefordert werden möchte und kann äh als man vielleicht manchmal selber denkt. Hat sie das Publikum in der Zeit, in der du jetzt hier spielst, verändert? Glaube immer wieder. Es ist immer wieder so, dass es denn dann mal mehr Studentinnen gab, die gekommen sind. Dann gab's Produktionen, die die extrem durch die Decke gegangen sind, wo man sagt so so wie wie viele Leute plötzlich ins Theater gehen und andere Produktionen, wo man das Gefühl hat, es sind ja schon wieder die 50 Leute, die das letzte Mal da waren, sind wieder da. Was ich aber eben genauso toll finde, dass dass das denn passiert, weil ähm ich weiß nicht, es gibt nicht viele Filme z. zisb, wo ich jetzt sagen oder auch Theaterstücke, wo sagt, da gehe ich jetzt mehrfach rein, das schaue ich mir jetzt noch mal an und schaue ich mir noch mal an. Und wenn ich sowas aber schaffe in der in der in der heutigen Zeit, dass jemand sagt, ich gehe jetzt heute Abend noch mal los, mach mich aufquer durch die Stadt zu diesem Ort, um da zu sitzen für z.B. 3 Stunden für etwas, was ich schon kenne eigentlich, dann hat das ja auf irgendeine Art und Weise zu ihm oder ihr gesprochen oder hat was mit ihr zu tun oder ausgelöst, wo sagt, das ist ja ist ja extrem wertvoll. Aber dir passiert das als Zuschauer auch manchmal. Auf jeden Fall. Ja. Ja, natürlich. Ich würde gerne eine Frage stellen, weil du vorhin von deiner Familie hier in Hannover gesprochen hast und du hast auch in unserem kleinen Fragebogen oder den zwei Fragen auf unserer Webseite zum Thema Liebe äh hast du deine Tochter angesprochen? Eine Frage, die man häufiger eher Frauen stellt, aber ich stell sie dir jetzt einfach mal. Inwiefern geht Theater und Familie miteinander überein? Es ist jetzt natürlich komplett gegen aktuelle Diskussion, aber in meinem Fall sehr sehr gut, weil meine Frau ist auch Schauspielerin und die hat dann zur Geburt von unserer Tochter gesagt, sie will auf jeden Fall auch noch mal was anderes dazu lernen, was vielleicht mit ein bisschen mehr Sicherheit verbunden ist und hat noch mal eine Logopädusbildung gemacht und hat in den ersten ein, zwei Jahren nach Finas Geburt noch gespielt und hat dann damit angefangen. Das heißt, der Tagesrhythmus war so ein bisschen, dass sie anfangs natürlich die ersten zi d Jahre extrem im klassischen Bild sozusagen alles aufgefangen hat und danach mit Beginn der der Kita oder des Kindergartens oder der Krabbelgruppe ähm passt das super in den Alltag, weil man so direkt nach dem Mittagessen oder Mittagsschlaf von Bornum loshetzen kann zur Akkita oder zur Grundschule. In Bornum sind die Probeben. Danke schön. Genau. Und bauen uns in die Probebühnen ähm und die äh die die Lötte da abholen kann. Das ist mit dem gewissen Stress für einen selber verbunden. Ich muss sagen, ich habe es sehr genossen damit den anderen Müttern nachmittag das auf dem Spielplatz zu sitzen. Das ist äh schon sehr schön, weil ich da in dem Rhythmus der anderen Eltern durchaus gesehen habe, dass da welche morgens um 7 Uhr oder 8 Uhr zum Arbeitsbeginn ähm hingebracht werden und dann erst gegen 16, 17, 18 Uhr teilweise noch später äh wieder abgeholt werden. Und ähm da ich das meine Frau dann bis 16, 17 Uhr, je nachdem so heute ist es so, arbeitet und dann nach Hause kommt, gibt es sogar noch sowas wie einen kurzen gemeinschaftlichen Nachmittag. Für die Familie war das aber, finde ich, äh ein super Rhythmus, dieses Vormittagspromen und den ganzen Nachmittag haben. Also, das ist schon ähm eine große Teilhabe am Älter werden der Tochter, die wir da die ich dadurch hatte. Und wann lernst denn du dann deinen Text? Gar nicht. Jetzt, wo du sagst, fällt's mir auch auf. Genau. Nein, nein, es gibt Nein, nein, es, also es gibt entweder die Möglichkeit morgens vor der Probe ähm ich hatte ich hatte lange Zeit zum Rhythmus, dass ich dann eine Stunde früher oder eine halbe Stunde je nachdem losgefahren bin und mich wirklich in Bonum im Das muss man noch mal vielleicht dazu sagen, liebe Podcast Hörer, dass Bornhum wunderschön gelegen ist. Wenn Sie es nicht kennen, fahren Sie mal hin. Da ist gegenüber ein äh inzwischen ist ist noch Kaufland und daneben ist ein ah Restohof. Ansonsten ist da gar nichts. Ist noch so ein so ein paar Güter Bahnhofsgleise und da setze ich mich dann aber sozusagen in die habe ich mich in die in die Sonne gesetzt, weil die fällt da morgens richtig und dann kann man da sitzen und den Text machen, weil es da auch wirklich keinerlei Ablenkung gibt. Ansonsten den Text gerne, also gerade bei diesen bei diesen Clipkup Stücken innerhalb der der Probenphase, ne, dass man oder innerhalb der der Probenzeit, dass man auch sagt, bestimmte Dinge gehen auch nur mit dem Partner oder mit den Partnerin und wenn es mehrere sind, kannst du es wirklich nur zu viert kannst du dich hinsetzen und das machen. Also das glaube ich auch, dass das dann doch viel im im Zeitpunkt des Prob passiert. Was ist die Kulturfiliale? Kulturfiliale ist, was du mit begründet hast hier in Hannover. Das war äh am gegen Ende der Intendanz von Wilfried Schulz, also 2009 habe ich mit einem Regie mit Marco Stormann, Ursela Bergmann und Ramona Rauchbach ähm haben wir gesagt, wir wollen irgendwie anderes Theater, wollen auch was anderes machen, losgelöst von diesen Produktionsbedingungen Mechanismen und haben angefangen in der Stadtförderung zu beantragen. die dann über die Zeit immer größer und immer mehr wurden, weil wir das ganze über 6 Jahre gemacht haben und haben einmal im Jahr eine eine Produktion außerhalb des Staatstheater Kontextes sozusagen auf die Beine gestellt, die dann aber unter Ole ähm schon wieder in die Kooperation mit dem Staatstheater gegangen ist. Und das war so die Erforschung. Wir haben meistens ähm in einem oder in zwei Fällen waren es sozusagen Spiegelartikel eigentlich nur, dass man sagt, das eine war ähm ein depressiver Mann, der sich auf einem Hochsitz hier im Umland zu Tode gehungert hat und währenddessen Tagebuch geschrieben hat und das seiner Tochter gewidmet hat, wo gesagt haben, das ist ein so menschlich so bizarrer Vorgang, den wir jetzt aber nicht irgendwie pornografisch abbilden und wiederholen wollen, sondern das waren für uns sozusagen immer Dinge, die die irgendjemand irgendwo gefunden hat. Das waren so wie Einstiegsfenster, haben wir das immer genannt, um uns dann mit Themen auseinanderzusetzen und daraus etwas ähm daraus eine äh eine eigene Performance war es dann doch in den meisten Fällen ähm zu bauen. Und das haben wir über äh genau über 6 Jahre gemacht. Wir haben dann noch diese Doppelpassförderung bekommen und dann waren die Kolleginnen in Schwerin, das war eine Koo Coproduktion mit Schwerin, diese Doppelpassförderung. Da war ich dann schon nicht mehr dabei, weil es dann auch darum ging, wie weit muss man sich denn doch auch für den Staatstheaterbetrieb entscheiden, weil wir da schon das haben wir sozusagen alle haben es dazu nebenbei gemacht. Ich glaube, ich hatte in der Einzeit hatte ich den dementsprechend glaube ich sechs oder sieben Premieren. Das war dann so, dass man wirklich an der also über die Belastungsgrenze rübergegangen ist. Es war auch nicht gesund, aber ich will es auf jeden Fall nicht missen. Und dieses diese eine Produktion, die wir gemacht haben, die war auch also die die war schon die Eröffnung zu Ole Walburgs Ole Walburgs Intendanz, das war schon für mich selber sehr grenzwertig, aber es war eine großartige Zeit, sind großartige Projekte entstanden, auch wenn sie sehr exklusiv und immer für wenig Zuschauer waren. Es waren also diese Hochsitzsache war z.B., dass wir da eine eins zu ein Situation hergestellt haben davor. die Performance in der Wohnung, da waren auch glaube ich immer nur zehn Leute zugelassen und das die größte Nummer, das war so eine Art wie Hidden Theater quer durch die Innenstadt Hannoveras, das war ein Open World Game, was man da spielen konnte. Das war wirklich arrangiert für einen Zuschauer oder Zuschauerin, die quer durch Hannover so ein Parcours abgelaufen ist, wo sozusagen innerhalb des Stadtbildes dann ähm Situationen stattgefunden haben und wir auch von den Zuschauern gehört haben, also, dass diese Frau mit den Eiern, das war großartig. was sie da gemacht haben. Wir wir wissen nicht, was das war. Vielleicht können sie uns erzählen, was sie da gesehen haben. Es war auf jeden Fall nicht von uns inszeniert und das war schon sehr schön. Ich habe immer auch so ein paar Fragen dabei von Marcel Prust. Marcel Prust, französischer Schriftscher, der ähm äh zu seiner Liebzeit war es sehr populär, so Fragebögen zu haben, auch als Gesellschaftszeitvertreib. Ich habe ein paar Fragen ausgewählt. Ähm hab die so auf Karten und wenn du magst, kannst du mal eine ziehen. Mhm. Sie beantworten. Hast du da gerade eine so als? Nein, ich kann Nein, nein, nein, nein. Ähm, ich äh ich kann gestehen, ich habe eine Karte aussortiert, weil die äh rein zufällig in den vergangenen Podcast Folgen jetzt glaube ich schon zwei oder dreimal gezogen wurde. Es sind auch nicht so wahnsinnig viel. Ich habe jetzt hier noch vier Karten in der Hand. Also ich nehme eine. Danke schön. Sind nicht gezinkt. Was steht da drauf? Was wäre für dich das größte Unglück? Die Frage hatten wir hier noch nicht. War die ist aber auch echt nicht ohne, ich würde sagen, das das ewig gleiche. Also, das finde ich eine schöne Antwort und mir liegt jetzt die schade Pornte auf der Zunge, dass da dann vielleicht doch dein Philosophiestudium gerade durchkommt. Kann sein, oder? Oder ich weiß es nicht. Vielleicht ich finde es ist auch die ähm die Höllenwanderung ist doch auch dieser nullte Höllenkreis. Die die ohne Lob und ohne Schande lebten. Das ist ja, finde ich, auch so, das das geht ja da in ähnliche Richtung vielleicht. Das wäre jetzt die Antwort auf die Frage. Ich gucke mal, was äh Prus selbst äh darauf geantwortet hat. Von Mama getrennt sein. Ah, das ist toll. Und er hat zweimal äh beantwortet paar Jahre später, weder meine Mutter noch meine Großmutter gekannt zu haben. Das ist auch sehr schön. Das stimmt. Ja. Ja. Ich würde das dann für die gesamte Familie erweitern, wenn ich die ähnliche Antwort geben müsste. Das hatte ich fast vermutet, dass vielleicht Antwort, aber das ewig gleiche ist natürlich wirklich finde ich eine sehr schöne Antwort. Vielen Dank. Ähm, aber Berufswunschpiz gab's nie bei dir, oder? Nee, warte mal. Was gab's denn? Berufswunf Polizist. Nee, weil ich hatte gedacht, vielleicht hätte man dir jetzt mit deiner ersten Rolle dieser Intendanz einen kleinen Wunsch noch erfüllen können, weil also ja, das auf jeden Fall, weil also der der Berufswunsch Tatortpolizist oder sowas oder Kommissar, das ist natürlich da, das ist toll, weil weil es ist auch so es ist so es ist so toll und so doof und so deutsch, dass mich das extrem interessieren würde mal deswegen äh habe ich da auch durchaus meinen großen Spaß gehabt, aber Polizist wollte ich Nee, wir sprechen von der Inszenierung die Frau mit den vier Armen. äh wo es um mehrere Mordfälle in Hannover geht und du einen Polizisten spielt. Was für ein Polizist ist das? Also, ich würde sagen, das ist so ein der Versuch eines, also auch aufgrund des Kostüms 70er Jahre äh äh Corps, weil ich großer Fan, also da muss ich mich dann outen. Zwar wollte ich nicht Polizist werden, aber ich finde sowas wie Dirty Harry mit Clint Eastwood und Charles Brons sind schon wirklich richtig gut. Ähm, das muss ich jetzt mal so ganz kern hier in Raum stellen. Und das ist auch, finde ich, als Vorarbeit für diesen Charakter, der ja irgendwo anders als Dirty Harry, der ja im Prinzip so eine Cowboy Figur ist, die da aus dem Nichts kommt und auch an nichts gebunden ist, finde ich ist ja bei dem Gelard äh aus der Frau mit den vier Armen das Schöne, dass der irgendwie auch glaube ich sowas eigentlich sein möchte, aber damit auch nur noch umso mehr zeigt, wie sehr er aus der Zeit fällt und wie sehr das auch damit, also die Angst, die damit verbunden ist, aus der Zeit zu fallen. und nicht mehr zu genügen und auch ein falsches Weltbild zu haben eigentlich oder auch ein falsches Bild von dem Beruf des Polizisten vielleicht oder wie wie man Fälle lösen muss oder wie man überhaupt arbeitet, wie man auftreten muss und genau die letzten zwei Fragen sind bei uns immer auch gleich. Unser Intendanzmotto Liebe will riskiert werden. Was assoziierst du damit? Also eigentlich das was ich wiederhole mich jetzt vielleicht ein bisschen, aber das das Vertrauen ein Vorschuss sein muss, dem also das geht nicht anders und ich finde, dass Liebe sehr viel mit Vertrauen zu tun hat, dass auch eine liebevolle Arbeit mit einem Vertrauen nur passieren kann und wenn ich dieses Vertrauen habe, dann kann ich ein Risiko eingehen. Und das wäre für mich so eine so eine grundsätzliche Arbeitshaltung, die ich als ja, die ich doch sehr ideal finde. Auf die Frage nach deinem letzten Risiko hast du auf unserer Webseite geantwortet ähm mit dem Surfgate. Ja. In den Pump. Genau. Wir sind ein Jahrgang. Ich komme mir gerade sehr alt vor. Ich weiß leider nicht genau, was ein Surf Skat ist und noch was ein Pumptrack ist. Warst du Skater? Offensichtlich nicht. Ich auch nicht. Ähm, ein Freund von mir ist das, der kann das auch sehr gut. Soll ich noch kurz Werbung machen? Gibt's kurz ein Werbe Werbeblog? Nebelskateboards.de. Da kann man mal nachgucken. Die sind super. Die werden auch hier in Hannover Lokal produziert. Werbeblog beendet. Damit bin ich wieder zum Skat und mir das an, also nicht wieder, sondern überhaupt wieder in Berührung damit gekommen. Habe aber guckt, ich kann das gar nicht. Habe vor ein paar Jahren mit dem Surfen angefangen, kann ich auch nicht, aber deletiere mich auch da so rein. Und jetzt gibt es ein Surf Skate. Das ist sozusagen ein Skateboard mit einer vorne beweglichen Achse, die sozusagen das Surf Gefühl auf dem Wasser simuliert und auch die Bewegung, die man beim Surfen machen muss, auf dem Trockenen trainieren kann. Und das macht man erstmal auf dem Parkplatz oder auf dem Parkdeck und dann kann man, wenn man einigermaßen drauf stehen kann, damit in Pumptrack, das sind so kleine Wellen und Hügelchen, die, wenn man das Gewicht richtig verlagert, kommt man da richtig auf Tempo und auf Schwung und man fühlt sich gerade in meinem oder in unserem Alter ganz toll und sagt dann auch mal, komm hier, film das mal. Und dann guckt man sich das an und sagt, das sieht so schlimm aus, das löschen wir direkt wieder. Aber es macht sehr viel Spaß. schauen. Wir sind ein Podcast. Wir können einfach nur drüber reden. Wir müssen sich zeigen. Stim. Ja, stimmt. Das ist cool. Ich fahre jetzt auch gleich mit dem Surf Gate nach Hause. Nein. Vervollständigen Sie lieber Jean Philippe Goos Ja. Bitte den vollständigen den folgenden Satz: Ich will ein Theater, das geil ist. Nein, das ist blöd. Nein, es es muss einfach es soll das soll es äh ja doch, das ist soll einfach soll einfach Spaß machen, soll äh zum Nachdenken anregen, es soll unterhalten, es soll alles das alles kann. Ich will der Theater das alles kann. In diesem Sinne, ich freue mich auf die nächste Zeit mit dir deinem Schauspiel Hannover. Vielen Dank. Danke schön, Vasco.