Aber diese Stadt habe ich das Gefühl und die Leute sind so wahnsinnig hilfsbereit oder so haben so wahnsinnig sind so wahnsinnig freundlich. Also ich wohne in Linden und da läuft man wirklich über die Straße und die Leute lächeln einen an. Ist absurd für mich als Berliner absolut absurd. Der Rest ist Schweigen. Der Theaterpodcast vom Schauspiel Hannover. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von unserem Theater Podcast. Der Rest ist Schweigen, indem wir unser Schauspielensemble vorstellen wollen. Mein Name ist Vasco, Vasco Boenisch, Intendant vom Schauspiel Hannover und bei mir ist Jonathan Stolze. Herzlich willkommen, Jonathan. Guten Tag. Hi. Wir beginnen immer mit dem Steckbrief. Vollständiger Name. Jonathan Quintus Stolze. Bin ich ja schon versucht nachzufragen. Später. Pronomen er ihm. Geburtsort Berlin, Alter? 27. Seit wann im Ensemble in Hannover? Ähm, August, September 2025. Lieblingsgericht und Getränk? Wow, die erste harte Frage. Ähm, Lieblingsgetränk, Apfelscholle oder so? Lieblingsgericht, Spaghetti Putanesca. Für alle, die jetzt nicht ganz so äh kennen in der italienischen Küste Küste Küche sind, Putanesca. Ähm Sardellen, Oliven, Tomaten. Was war deine erste? Hm, ich weiß gar nicht. War das bei dir noch CD oder war es dann schon Download? Nein, CD. CD auf jeden Fall. Ähm, die Ärzte Jazz ist anders anders. Ähm, es kam damals in einer ähm in so einem Pappkarton wie ein Pizzakarton und die CD war bemalt als Pizza. Und was war dein erstes Live Konzert? Ich glaube, das erste Konzert, wo ich so selber hingegangen bin, also so ohne Eltern, war Peter Fox in Berlin und dann es war das letzte Konzert der Tour und dann kam Seed am Ende hat sich reunited auf in diesem Konzert. Das wä aufregend. Und welches Buch liegt zurzeit auf deinem Nachttisch? Ähm, Lasar Nelio Biedermann natürlich wie bei allen gerade. Okay. Quintus, ja, ist dein zweiter Vorname. Hast du Geschwister? Ich habe vier Geschwister, drei Geschwister. Wir sind zu viert. Also es macht eigentlich der Name Quintus gar keinen Sinn. Ich habe einen Halbbruder, also man könnte sagen, ich bin der fünfte in der kleinen Familie, aber ich glaube, es war einfach ja vielleicht Ideenlosigkeit der Eltern oder so. Ich weiß gar nicht, sie haben einfach mich Quintus genannt. Ich glaube, sie mochten den Namen vielleicht. Hast du sie mal danach gefragt? Ja. Ja, auf jeden Fall. Aber ich glaube auch, sie haben nicht so richtig eine Antwort. Also ich hieß Quintus, bevor ich Jonathan hieß. Moment, zuerst kam der. Ich glaube, sie haben lange überlegt, was wird mein Vorname sein? Und ähm und dann hatten sie Quintus, bevor sie Jonathan hatten, aber ich glaube, sie waren klug genug, mich nicht Quintus als ersten Namen zu nennen. Da bin ich noch bis heute noch sehr dankbar. Und hattest du dann mal Latein in der Schule? Ja, der fünfte. Kam auch immer wieder in den lateinen Büchern vor. Quintus, Claudia, Kirkomst, solche Sachen. Großes Gelächter auf jeden Fall in der Klasse. Und wie lange hast du dein Latein durchgezogen? als erstes abgewählt nach dem MSA direkt abgewählt. Latein war glaube ich nicht meine Kernkompetenz, aber ab und zu bin ich ganz froh, dass man doch irgendein Wort da noch kennt oder so. Und sei es Quintus. Sei es Quintus. Nein. Was war denn deine Kernkompetenz in der Schule? Mhm. Oh, also ich wollte immer gut Englisch können. Da habe ich mich auf jeden Fall sehr angestrengt, weil ich dachte irgendwann, wenn man mal Schauspieler wird, muss man irgendwie Englisch können und dann m ja, DS hat mir auf jeden Fall groß großen Spaß gemacht, aber das war noch nicht ganz die Theatererfahrung, die ich dann so, die mich dann so vollend erfüllt hat. Auf jeden Fall DS ist darstellendes Spiel. Darstellendes Spiel. Genau. Aber wenn du sagst ä ich dachte als Schauspieler ist Englisch wichtig, seit wann wusstest du denn, dass du Schauspieler werden möchtest? Ja, ich glaube schon recht früh, also ich glaube alle, also ich komme aus einer Theaterfamilie, um jetzt mal mit dem mit der Tür direkt ins Haus zu fallen. Ähm und meine Eltern waren klug genug, um uns allen das so bisschen zu verbieten, das dann auch zu machen oder so. der super funktioniert. Super funktioniert. Ich war dann der erste und einzige, der dann spielen durfte. Ähm weil genau, als ich so neun war, hat meine Mutter einen Film gedreht und da, das war so eine internationale Produktion und da wurde ich gefragt, ob ich eine kleine Rolle übernehmen würde und das war dann das konnte sie mir nicht ausschlagen einfach und dann gab es da beim Catering Schinken Käsetoasts umsonst so viele wie man wollte und das war Grund genug. um alle guten Vorsätze über Bord zu werfen. Auf jeden Fall, ich glaube, dann war es um mich geschehen. Ähm, hält die Realität der Theaterkantinen diesem verheißungsvollen Versprechen äh in der Kindheit stand? Ähm, ja, teilweise, aber äh Schinkenkäseturst als Hauptnahrungsmittel ist auf jeden Fall auch nicht mehr ähm mein mein nonpl Ultra. Also ich glaube äh es gibt inzwischen andere Sachen, auf die man zurückgreifen kann, falls es keinen gibt. Aber wenn du sagst Theaterfamilie, das heißt also deine Mutter ist Schauspielerin. Was was ist noch äh Tater Dramaturg? Schwere familiäre Vorbelastung auf jeden Fall. Ja. Großvater, Opernsänger und so. Dann hört's auch auf. Okay. Schwesterregisseurin, dann hört's aber auf und dann fällt mir noch was ein. Dann ja, ich glaube wahrscheinlich dann in den Nachfolgeneration wird es weitergetragen einfach. Es ist dann doch einfach eine Sucht oder so. Ist ja lustig. Es gibt ja viele viele Kinder, die sich da irgendwie auch wohlfühlen. Meine Freundin von mir hat noch mal gesagt, nachdem sie die kommt auch aus so einer großen Theaterfamilie oder Schauspielerinnenfilie und sie meinte, sie hat so lange versucht woanders hinzugehen und dann irgendwann mit 30 hat sie jetzt doch angefangen Regicht zu studieren, weil sie die Welt so vermisst und diese doch irgendwie verrückten und diese diesen Wahnsinn dieser Welt und damit kann ich mich irgendwie doch identifizieren. Ich glaube, in einer anderen Welt würde ich mich gar nicht so richtig zu Hause fühlen oder so. Hast du es mal probiert was anderes zu machen? Ja. Ja, ich habe mal einen Tag VWL in Frankfurt oder studiert, aber das war dann auch nach dem ersten Tag wusste ich dann recht schnell, das sind hier nicht meine Leute. Ähm und habe mich dann für andere Leute entschieden oder so. Aber ja, recht früh, also eigentlich schon die ganze Schulzeit, war mir recht klar, dass ich irgendwie Schauspiel machen werde oder will und dann war ich Vorsprechen und dann war ich in der Schauspielschule oder so. Du warst in Salzburg auf Mozerateum. Ganz genau. Ist jetzt nicht der kleinste Kontrast zu Berlin. Also ich weiß nicht, wo in Berlin du aufgewachsen bist, aber was für ein Schritt war das von Berlin nach Salzburg? ein sehr bewusster ehrlich gesagt. Also ich ich habe damals in der Schaubel gearbeitet im Café und mir war klar, ich will Schauspiel studieren und dann waren da later Leute, die alle gesagt haben, okay, sie sind jetzt seit Jahren Vorsprechen und irgendwie wird's nichts und ich war 18 geworden gerade und dachte, oh je, wenn ich jetzt nicht sofort vorsprechen gehe, dann kann ich erst mit 20 anfangen und dann bin ich schon 25, wenn ich aufhöre und dann ist ja die Welt schon vorbei oder so oder dann sind schon alle Meilen weit voraus oder so oder dann will mich die Theaterwelt nicht mehr. Ähm und dann habe ich in einem extremen Stress den ganzen Dezember über jeden Tag ein Stück gelesen, weil ich dachte, so muss man sich vorbereiten und es war auch gut. Und dann gab es nur noch die Vorsprechen in Österreich, weil die Deutschen waren schon alle zu, die Vorsprechen. Und dann bin ich nach Salzburg gegangen, weil ich auch dachte, das ist möglichst weit weg und irgendwie war ich dann auch echt lange in Berlin und dann hat es auch gereicht einfach und dann hat's da gleich geklappt und dann war ich da und auch irgendwie froh. Zwei Wochen später ging ging das Studium los und dann ist man eh ja in in Salzburg ist sind die Vorsprechen im Februar und dann im März geht's los oder so. Da hatten wir ja noch richtig gut Zeit umzuziehen. Ja, ich bin mit einem Kissen, einer Pfanne und so Klamotten nach Salzburg gegangen und hatte mit einem Kissen. Warum denn gerade ein Kissen? Ich hatte irgendwie das Gefühl, ein gutes Kissen braucht man. Hat man schon keine gute Decke und kein gutes Bett, dann immerhin ein gutes. Ich hatte glaube ich zu Weihnachten davor ein Kissen geschenkt bekommen. So einen Daenkissen ein ganz gutes. Ja, es ist auch schon fast verrt schon 10 Jahre her fast. Und die Pfanne kochst du gern? Extrem gerne. Ja, großer großer Stellenwert in meinem Leben. Putaneska z.B. Ähm ja, viel Italienisch, viel Japanisch, wenn es geht, wenn man die richtigen Sachen kriegt. Ja, so guter guter Gegensatz zu diesem dann doch sehr äh lauten Theaterleben. Ein sehr leises, sehr konzentriertes, auch bisschen ähm isoliertes Kochleben oder so. noch mal zu diesen Stücken, die du in Vorbereitung auf das Vorsprechen gelesen hast. Ähm ist dir eines davon danach schon mal wieder begegnet, sei es auf der Schauspielschule oder dann in deinem ersten Engagement, dass du eins davon dann auch wirklich gespielt hast? Also ja, das also doch ähm Liebelei habe ich gelesen auf jeden Fall Schnitzler. Schnitzler eh wichtig. Also ich glaube auch so, das war natürlich alles viel Empfehlung meiner Eltern und meine Eltern, ich habe recht alte Eltern, also schon eine andere Theatergeneration und das waren dann so Sachen wie so John Osborne und eben Schnitzler und wenig so Shakespe oder das wusste ich irgendwie schon, das will ich nicht so Shakespeare oder so, das ist mir so zu leicht oder so. Ich w glaube ich wollte hatte da auch irgendwie gedacht, ich möchte da auch jetzt zeigen, dass ich jetzt ein interessierter äh Theater Junge bin oder so. Ähm, Schiller habe ich auch noch nie gemacht. Das war auch auf jeden Fall meine schlechteste Vorsprechrolle, nämlich welche? Ähm, Max aus Wallenstein. Da war ich glaube ich dann doch einfach sehr viel zu jung und hatte noch eigentlich nicht so richtig eine Vision dazu, was das so für ein Text ist oder so. Aber es hat geklappt oder gab's dazu schlechtes Feedback? Ja, ich glaube in dann den weiteren Runden habe ich diese Rolle dann nicht mehr gespielt. Auf jeden Fall habe ich dann andere Sachen gespielt und ähm ja und natürlich, also die Möwe kost ja in der Mist war natürlich ist waren natürlich immer meine Paraderolle. Ähm lustigerweise habe ich meine fünfte Prüfungskomponente in darstellendes Spiel, also zum Abi die äh mündliche Prüfung oder das so so eine wie nennt man das denn? So eine Performance macht man da oder so, man kann sie so eine nicht Performance. Also als ich in Berlin auf der Schule war und darstellendes Spiel konnten wir das in der zften Tasse belegen, aber es war in keiner Weise fürs Abitur prüfungsrelevant. Ja, die fünfte PK ist sozusagen ein Vortrag oder so und wir konnten das in darstellendes Spiel machen und zu der Zeit habe ich ähm lustigerweise Jerka Z in der Möwe gesehen und ähm und diese Inszenierung eh eine der wichtigen in meinem Leben auf jeden Fall. Ähm und da dachte ich, okay, das ist es. Und habe dann versucht, lustigerweise auch eine ein Querverweis zu jetzt wanja, äh habe versucht die Möwe allein zu spielen. Also, ich habe versucht alle Rollen zu spielen in 15 Minuten, die man da hatte und ähm genau deswegen mit Jacker verbinde ich da auf jeden Fall sehr viel. Ja, sozusagen mein erster Kost gewesen und äh und diese Rolle hat mich auf jeden Fall jetzt viel begleitet. Irka Z, der bei uns im Assemble ist und diesen Wan Solo spielt. Hast du hast du JKA davon erzählt schon? Ich habe ihm schon erzählt und er fand sehr lustig auf jeden Fall. Ich habe bei Wania auch noch nicht gesehen, weil ich denke, ich muss mir das noch für einen düsteren Wintertag aufheben. Falls es irgendwann, falls man irgendwann mit der Winterdepression nicht mehr hinterherkommt, brauche ich brauche ich diesen brauche ich so einen Abend, glaube ich, der mich so, wo ich schon weiß, der wird mich kriegen oder so. Liest du heutzutage auch noch Theaterstücke? Ja, schon viel weniger auf jeden Fall. Also, weil ja auch einfach gerade auch hier so viel Romanadoption gemacht werden, liest man dann schon auch viel Romane. Also ich glaube, die Sachen, die jetzt hier so laufen, die lese ich dann schon alle oder so. Und ich muss sagen, so zeitgenössische Theaterliteratur kenne ich wirklich gar nicht so gut. Also, ich glaube, die Sachen, die man dann so macht und von den Leuten, die man so kennt, die Sachen liest man. Aber ich habe jetzt schon lange nicht mehr gedacht, jetzt mal sich durch das Gesamtwerk von kämpfen oder so. Kanntest du Jakob Neute, den Autor von Die Frau mit den vier Armen, ähm als Theaterautor, bevor du hier besetzt warst in dieser Romanadaption? Nee, ich kannte, also ich hatte von ihm gehört und von den Sachen, die er so macht, aber ich hatte nie was gesehen und auch nie was gelesen. Das habe ich natürlich jetzt nachgeholt inzwischen. Ähm fleißig, wie ich bin. Ähm genau. Aber äh ihn dann persönlich kennengelernt und sofort gedacht, das ist ein Typ ähm den dem möchte man wieder begegnen. Auf jeden Fall den möchte man auch in der Arbeit wieder begegnen oder so. War das eben nur eine Poant oder bist du schon fleißig? Ui. Ähm doch. Ja, ich glaube so ich glaube ich habe immer versucht oder ich habe immer so den Fleiß als sowas gesehen oder ich habe immer Leute bewundert, die nicht fleißig waren oder so, die sich die durch diese Welt gehen in so einer gewissen Art von less fair und die Theater machen können aus so einer Haltung von eigentlich fliegt es ihnen nur zu und ich glaube so da wollte ich mich immer dran orientieren, weil ich die so bewundert habe. Und es gibt irgendwann es gibt ein Podcast, glaube ich, mit Sopie Reus, wo sie, nee, es gibt ein Stück mit Sopie Reus am deutschen Theater von einen Polischa, der glaube ich auch nicht mehr läuft, wo sie sagt immer diese jungen Schauspieler, alle können ihren Text und niemand geht saufen bis um 5 Uhr und das habe ich gesehen so mit 18, 19, als ich gerade frisch auf der Schauspielschule war und dachte, ja perfekt. Genau, eigentlich müsste man so sein, aber ich glaube, Flei hilft ja auch gegen Aufregung und hilft ja auch gegen eine Überforderung. Und ich glaube eine Theatererfahrung, die ich gemacht habe jetzt in den Jahren, die ich diesen Beruf mache, ist gute Vorbereitung hilft einem einfach also, also Wohlgefühl auf der Bühne oder in so einem Betrieb macht so viel und ich glaube, ich tue alles, um mich möglichst wohlzufühlen und das gehört auch dazu, dass ich dann manche Sachen in manchen Stellen den Fleiß sein lasse oder so, um dann bewusst ähm in die Überforderung zu gehen oder bewusst in die Faulheit zu gehen oder so. Genau. Aber ich glaube ja ein gesunder ein gesunder Hang zum Fleiß. Also jetzt müssen wir mal sprechen über die Frau mit den vier Armen. Mir ist aufgefallen, wir haben ähm bereits, bevor wir eigentlich richtig hier angefangen haben in Hannover schon im Frühjahr 25 so eine Abonnentin in Martinet gemacht, ein Spielplan vorgestellt und da haben wir eine kleine, na ja, szenische Lesung, eine kleine Lesung gemacht mit einem Teil der Besetzung von Frau mit vier Armen. Und mm da ist mir sofort aufgefallen, ich glaube, du hattest in dieser in diesem Ausschnitt zwei oder drei Sätze, Worte eigentlich oder Worte sogar nur, aber ja, du hattest dir etwas für deine Figur überlegt, nicht nur, dass du ankamst und sagtest, sag da mal, könnte ich eigentlich eine zu große Polizeimütze bekommen, ähm sondern auch ja, was für eine Figur du hinter oder vor diese Sätze legen würdest. Das ist mir erstmal sofort aufgefallen. Für die für die Mütze muss ich kurz meinen Bruder crediten. Der hat es den Roman vor mir glaube ich gelesen und meinte G Lampe ist seine allerliebste Rolle auf jeden Fall und wenn ich das spiele oder wenn ich diese Matine mache brauche ich die Mütze auf jeden Fall. Also das ist auf seinen Mist gewachsen. Gut. Ähm aber wie war es dann letztlich dann bei den bei den Proben an der Inszenierung für den Gert Llampe? Wie hast du dich vorbereitet? Also vielleicht noch mal kurz für alle, die die Inz noch nicht gesehen haben, sie es momentan immer ausverkauft. Also halten Sie sich ran. Haltet euch ran, liebes Publikum. Ähm das ist letztlich ein Krimy, der in Hannover und und Niedersachsen spielt, m du ein Teil der Mordkommission bist als Polizist Gert Lampe, der sagen mal so, nicht den stärksten Stand in dem Team hat. Das ist richtig. Ja. Ja. Ähm ja, der überzeugt durch seine Naivität und durch seine Einfachheit auch in ein gewissen Weise, aber mit sehr großem Herz. Sehr groß definitiv. Ähm ja, es gibt manche, also es ist mir noch nicht oft passiert, aber ich würde sagen, das sind immer die Theaterarbeiten, glaube ich, die dann für mich auch am besten werden, wo man nie zu dem Punkt kommt, wo man sich hinsetzt und Text lernt, weil man kommt auf die Probe und hat so viel Raum oder so viel Zeit, dass man dass der Text wie so beim Machen einem so kommt. Und das ist ganz lustig, weil jetzt, wenn ich jetzt so von den Vorstellung mich vorbereite und mein Text durchgehe, dann den ich so, ich habe den eigentlich wirklich selten gelesen, weil der, also das ist jetzt auch nicht so wahnsinnig viel Text und nicht so wahnsinnig komplexer Text und der lebt auch davon, dass man ihn irgendwie bisschen umgangssprachlich dann mit dem irgendwie umgeht oder so, aber diese Proben, also erstmal großes Kompliment an diese Proben oder so, an dieses ganze an diese ganze Probenatmosphäre, an das Regiteam, wie die mit welcher leichten keit und mit welcher Liebe die da so einen Raum geschaffen haben, wo sich alle so wohlfühlen, dass man wirklich den größten Blödsinn machen kann und sich selten dabei schämt oder so, was ja auch eine große Gefahr ist bei so Sachen, die schon einladen zu Klamuk oder zu ja zu so Blödsinn. Und ich glaube, deswegen die Vorbereitung, ich hatte glaube ich beim Lesen schon eine sehr genaue Vorstellung von dieser Figur und wie die so wie die so guckt auf diese Leute um sie rum und konnte auch schon zurückgreifen auf Erfah auf oder auf Spielerfahrungen, wo ich so ähnliche Figuren gespielt habe, die sich vor allem darüber identifizieren über die Wahrnehmung der des rundherum und der anderen. so viel versuchen zu kopieren, viel versuchen Haltungen zu suchen, mehr als Stunde eine zu haben oder so. Also ähm und in dieser Atmosphäre, wo sozusagen das eh alle wo alle so liebevoll miteinander umgegangen sind, war das herauszufinden, wie man da mit seinen Kolleginnen umgeht, gar nicht so schwer. Und ich glaube, Gert Llampe funktioniert vor allem über die Wahrnehmung der anderen und gar nicht so selber gar nicht so viel über sich selber. Ähm, das heißt, genau, ich glaube wahrscheinlich in ein anderen in der anderen Inszenierung mit einem anderen mit anderen Mitspielerin wäre das sehr viel schwieriger gewesen, aber so konnte man sich eigentlich immer von den anderen so abstoßen und dann war man dann irgendwo. Und was von dir steckt in dieser Art von Glampe? Gar nichts. Ähm, nein. Äh, doch, natürlich. Also ich glaube so eine gewisse, also ich tendiere glaube ich schon dazu ein recht aufgeregter oder nervöser Schauspieler zu sein auch oder ich glaube ich genieße am Schauspiel, dass man in dieser dann doch sehr aufregenden Spielsituation äh das benutzen kann für irgendwas. ähm und Gert Lampe in seiner in seiner ja äh Suche oder so bietet da viel Platz, um um diese Nervositäten irgendwie ausleben zu können oder so. Ähm und spricht schnell oder spricht langsam oder zögert und zögert nicht und so. Ähm und das hat dann schon was mit mir zu tun und gleichermaßen war meine Aufgabe, glaube ich, oder so habe ich das betrachtet, glaube ich, in dieser Probenzeit vor allem herauszufinden, wo ist der so lustig oder wo kann man so mit dem lachen? Und ich glaube, das ist eh für mich ein großer Stellenwert oder so in meiner schauspielerischen Arbeit oder so. Ja, wo es funktioniert Komödie in so Momenten, die doch eigentlich ja auch ganz traurig sind. Also, weil Glam Lampe ein ganz trauriger, eine ganz traurige Figur auch verloren. Du hast es jetzt ähm selbst angesprochen, sonst wäre ich auch gleich noch mal drauf gekommen, denn ähm in diesen wenigen Worten schon bei dieser besagten Abo Martinet hat man sofort gespürt, was für ein großartiges Jahr gespüring und für Humor hast. Was ist für dich Humor im Theater? M ich habe gerade, ich weiß nicht, ob du damit vertraut bist, aber The Office, einer Serie, also das amerikanische The Office mit Michael Scott, Steve Corell, sozusagen die Sitcom aller Sitcoms, also ein ein Büro und alle möglichen äh Umwege, die dieses diese Leute in diesem in diesem Büro so äh betreiben können oder so. Ähm und mir ist nich aufgefallen, dass in allen meinen Lieblingsproduktionen habe ich währenddessen die Office geguckt, weil das wie so eine Energiequelle ist für so Timing und also für so Humor und es lebt extrem davon, dass diese Hauptfigur, dieser Chef von diesem Büro ist einfach der eigentlich unangenehmste, also im englischen Original noch viel unangenehmer als dann in der amerikanischen Version, der sozusagen eigentlich die ganze Zeit immer auf die Mütze bekommt und mit mit extrem viel Arbeit versucht alle Leute um sich herum für sich zu gewinnen oder so dafür zu gewinnen, ihn irgendwie zu mögen. Und das finde ich eigentlich, glaube ich, in meiner Arbeit mit Humor oder so das allerschönste, also wenn man versucht geliebt zu werden oder so mit Humor. Und ich glaube so, wenn ich so in meine Vergangenheit gucke oder so oder in meine Schulzeit vor allem ähm ist Humor einfach immer was gewesen, was halt mit einem mit Leuten verbindet oder so und ich glaube oder was einen irgendwie ja mit Leuten zusammenbringt und ich glaube das ist schon wieso ich so gerne irgendwie Komödie spiele oder so oder so gerne ja ähm versuche Leute zum Lachen zu bringen oder so, weil es doch einfach einen den Leuten sehr nah bringt oder so. Ähm, hast du in der Schulzeit auch schon Menschen zum Lachen gebracht? Ich hoffe doch eins andere Mal. Ähm, na ja, ich habe es auf jeden Fall versucht. Also, ich weiß nicht, äh, hoffentlich hört das niemand aus der Zeit, aber sowas wie Klassenklauen, das wäre jetzt irgendwie ein bisschen, ich glaube, da gab's noch andere, die da so, aber ich war auf jeden Fall nervig und ich war auf jeden Fall laut und ich habe auf jeden Fall, glaube ich, versucht da meine Position in diesem sozialen Gefüge zu finden irgendwie mit Humor. Ob das damals jetzt schon so zielsicher funktioniert hat, aber Homa verändert sich ja auch zum Glück. Was haben eigentlich deine Theatereltern gesagt, als sie dich jetzt hier in Hannover in dieser Inzienung gesehen haben? Mein Vater kommt morgen. Ähm meine Mutter ist auf jeden Fall eine große ein Freundin meiner Spielkunst und ähm und sehr gnädig und hat gar nicht so viele kritische Sachen gesagt. Mich sehr gelobt, was auch gut ist, aber auch manchmal wünscht man sich ja sowas strengeres oder so in der Beobachtung. Und mein Vater ist ähm ja, da bin ich sehr gespannt, der ist ein strenger Theaterkucker. Ähm aber in den Sachen, die ihm gefallen auch dann sehr euphorisch, aber manchmal auch kritisch. Ich bin gespannt. Ja, es wird aufregend. Dann wirst du noch aufregend aufgeregter sein als Ja, das ist ja perfekt. Das hilft, glaube ich, bei Gettlampe extrem. Wie gefällt dir Hannover? Du warst vorher in Kassel am Theater. Mhm. Wie kommst du mit Hannover bisher zurecht? Ja, Hannover ist wirklich irgendwie überraschend schön und überraschend so liebevoll, habe ich das Gefühl. Also, ich war vor wenigen Wochen spazieren mit auch drei Kolleginnen aus dem Ensemble von uns. Ähm und es ist so eine Stadt, habe ich das Gefühl, wo wir haben uns überlegt, wie kommt man jetzt am schnellsten zurück in die Innenstadt. Wir waren da im in den Herrenhäusergarten und da ist seine Frau vorbeigelaufen und hat ohne dass wir sie angesprochen haben, sie hätte so überhört, dass wir den Weg suchen, hat sie uns gesagt, wo wir lang müssen, ohne dass wir gefragt haben. Und das ist so eine Erfahrung, die mache ich in dieser Stadt irgendwie andauernd. dass Leute einem so helfen, ohne dass man nach Hilfe gefragt hat, was natürlich auch übergriffig sein könnte. Und wenn man aus Berlin kommt, ähm denkt man, manchmal möchte man ja auch, dass alle Leute einen möglichst in Ruhe lassen oder so. Ähm, aber diese Stadt habe ich das Gefühl und die Leute sind so wahnsinnig hilfsbereit oder so haben so wahnsinnig sind so wahnsinnig freundlich. Also, ich wohne in Linden und da läuft man wirklich über die Straße und die Leute lächeln einen an. Ist absurd für mich als Berliner. Absolut absurd. Wie gehst du durch die Stadt? Mit welchen Augen? Ähm, also ich glaube, um so Städte kennenzulernen, es ist ja jetzt auch schon mein vierter Umzug, die vierte Stadt, in der ich lebe. Ähm, ich glaube so zum zum Kennenlernen von so Städten arbeite ich ganz viel mit so Essen gehen auf jeden Fall. Also, ich versuche extrem nicht so kulinarisch diesen Städten äh anzunäheren, weil ich denke irgendwie, wenn man irgendwo eine gute Suppe kriegt oder irgendwo ein gute Pizza oder so, dann hat man schon mal sichere Orte in diesen Städten. Ähm und das habe ich jetzt schon viel gemacht und und bin sehr beglückt, dass ich da auch schon Orte gefunden habe. Auf jeden Fall. Ähm und ansonsten ich weiß gar nicht, wie wie guckt man auf diese Stadt? Ich glaube ja. Hörst du Musik, wenn du spazieren gehst? Viel. Ja, viel. Obwohl ich das versuche auch mehr ab und zu abzutrainieren oder so, weil ich glaube eigentlich für den richtigen Naturbezug bräuchte man ja eigentlich auch das Geräusch. Ähm, aber ja, man geht mit Musik natürlich immer sehr beschwingt und ich fahre sehr viel Fahrrad. Ich würde sagen, die beste Fahrradstadt, die ich bisher kennengelernt habe fast. Ich habe dieses Jahr mir jetzt schon ähm mich komplett ausgestattet mit Winterklamotten fürs Fahrrad und mir sehr gute Handschuhe gekauft und mehrere Schals und gute Schuh gute Schuhe, damit ich einfach nicht aufhöre dieses Winter Fahrrad zu fahren. Ähm das ist auf jeden Fall Hannover Essential, habe ich das Gefühl. Und den Labello nicht zu vergessen. Den Labello, darüber haben wir schon gesprochen, bevor die Mikrofone angeschaltet wurden. Äh, genau. Ja, seit meiner Jugend oder wahrscheinlich Kindheit verfolgt mich eine intensive Labello, die ich bisher noch nicht geschafft habe, ähm aus meinem Leben zu kicken. Aber ähm ist auch gut, man hat immer was Kleines, woran man sich festhält. Jetzt wird's richtig nerdig. Ich habe auch eine Zeit lang immer ein Fett Lippenstift. kann ja auch von der anderen Marke sein, in der in der Jackentasche gehabt und habe ich aber immer damit so gespielt, immer die Kappe auf und zuzuma machen, bis sie dann so ausleih, dass sie nicht mehr hält. Kommt dir das bekannt vor? Dieses Problem habe ich nicht, weil mein Verschleiß an Labellos ist so hoch, ähm da ich der ist schon leer, bevor die Kappe kaputt ist. Okay, gut. Du bist auch Musiker? Musiker ist übertrieben, aber ich mache gerne Musik. Auf jeden Fall diletantisch. Diletantisch, selbst beigebracht. Seiten und Tasteninstrumente. Ja, beides, beides. Äh, also konkret Gitarre, Klavier, Akkordeon mal gespielt ähm für eine Produktion, die ich mit meiner Schwester gemacht habe am Plötzensee in Berlin, den du vielleicht kennst. Ähm, da haben wir am Strand von Plätzensee auch die Möwe gemacht, eben überall begleitet sie ein. Ähm und da haben wir hatte ich ein Akkordeon hatte hatte vier Tage oder drei Tage Zeit ein Lied zu lernen auf dem Akkordeon. Ähm und dann ist es, glaube ich, eine Stunde vor der Vorstellung, wir haben es nur einmal gespielt, ähm eine Taste abgefallen und dann kamen wir auf die Idee, sie ranzukleben, was natürlich beim Akkordeon nicht geht, weil wenn die Taste feststeckt, dann spielt sie immer und deswegen das hatten wir nicht gemerkt und dann hatte ich dann, als ich das Lied spielen musste, immer ein ganz hohes F oder so, was dann mitgespielt hat. Ähm, was dazu geführt hat, dass ich den Song etwas kürzer gespielt habe, als er eigentlich angedacht war. Ähm, genau. Ja, aber ich habe genau, ich habe ähm mir so als Jugendlicher Gitarre beigebracht mit einer App, die heißt Ultimate Gitar, wo man für jeden Song die richtigen Akkorde findet mit Anleitung, wie man sie greift und damit habe ich viele, viele Stunden verbracht. bin aber glaube ich nicht prädestiniert für Unterricht, deswegen ist es immer bei dem ja doch ähm bei den einfachen Akkorden und der dazu Begleitung äh geblieben. Dasselbe mit Klavier dann auch ein paar Jahre später. Jetzt hier bei die Frau mit den für Armen äh spielst du zumindest vierhändig Klavier. Das stimmt. Ähm ich erinnere mich zwei Hände nur von mir, die anderen von anderen Leuten. Richtig. Äh, es heißt ja auch die Frau mit den vierarmen und nicht Jonathan mit den vier Armen. Genau. Ganz genau. Äh, ich erinnere mich auch an das Vorsprechen, was hatten, wo du auch Klavier gespielt hast, aber vorher noch mal was was für Rollen hast du in Cassel vorher gespielt? Waren das jetzt auch alles Humorvoller Rollen? M nee, also ich glaube der die Auslegung in Castle von dem Haus war schon ein sehr publikumsfreundliches Theater. Ähm wo natürlich die Komödie immer wieder ein leichter Griff ist oder so ähm oder ein ein guter Griff auch. Ähm aber ja, ich habe ich habe ja ich war ja vier dreieinhalb Jahre da. Also ich glaube, ich habe 17 Rollen gespielt. Ähm, da ist dann alles mal dabei. Äh, ja, so viel zur Arbeitsbelastung. So viel zu Arbeits, also viel auch in Kassel viele Urafführungen, also viele neue Stoffe, ähm zweimal in der Oper gearbeitet, viel rum viel rumgekommen, viel gesehen, auf jeden Fall viel gelernt. Jetzt wird deine nächste Inszenierung in Hannover sein, Gewässer im Sipblock. Oh yes, jetzt nicht unbedingt eine Komödie, ist eine Romanadaption, mehr oder weniger Coming of Age Geschichte einer jüdischen jungen Frau oder jüdischen Mädchens, wie man wie man sagen will. M und inszenieren wird das Lena Brasch und Lena Brasch, ich hoffe, ich sag da jetzt nichts falsch, hast du kennengelernt bei unserem Vorsprechen? Das ist richtig. Ja, weil Lena ähm damals mit uns sie eingeladen, weil wir wussten, dass sie sogar zwei Inszenierungen in der ersten Spielzeit hier machen wird. ähm war eben dabei beim beim Angucken. Ja, man kann sagen, es hat sofort irgendwie gefunkt oder ähm ja, Lena hat mir damals noch beim Rausgehen gesagt, dass ich das cool fand, was ich gemacht habe, was natürlich wirklich das Beste ist, was einem passieren kann nach so einem Vorsprechen. Also für alle Leute, die noch nicht in der Situation waren, mal ein Casting oder ein Vorsprechen gemacht zu haben, eine entsetzliche Situation, in der man manchmal ja wirklich dann Monate nicht weiß, also gar keinerlei Feedback bekommt. Ähm, das Schöne bei dem Vorsprechen für Hannover war jetzt schon, dass ihr ja alle ganz nette Leute seid. Deswegen habt ihr auch manchmal gelacht oder habt manchmal schon währenddessen Rückmeldung gegeben oder so, aber selbst da weiß man ja nie, ob man da jetzt drin reinpasst oder nicht. Ähm und genau, wir haben noch eine Zigarette geraucht nach dem vollendeten Vorsprechen und dann meinte Lena schon so, ey, das hast du gut gemacht und das hat mir schon sehr viel gegeben. Dafür werde ich ihr wahrscheinlich noch lange dankbar sein. Und jetzt ähm sind wir sowas wie Freunde geworden, würde ich mal sagen. Und Lena ist eine wirklich wür ich sagen, der spannendsten äh Nachwuchs oder auch nicht mehr Nachwuchsreisseurinnen, die es gerade so gibt in diesem Land. Ähm und ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit. Wir haben es schon mal versucht im letzten Jahr und dann hat es nicht geklappt ähm terminlich oder so und jetzt ist es wirklich mal an der Zeit. Hast du eigentlich so Rituale äh im Theater? Machst du noch was bestimmtes von der Vorstellung oder? H m ja, hatte ich mal glaube ich habe ich glaube ich die meisten irgendwie abgelegt, also weil man dann schon auch so Erfahrungen macht, also wie jetzt z.B. bei der Frau mit den vier Armen. Ich glaube, wenn ich mich da jetzt sowas wie so warm machen würde, weil weil Glam Lampe so eine stocksteife und auch unbeholfene Figur ist. Ich glaube, wenn ich jetzt da körperlich noch mehr in der Lage wäre, irgendwas zu tun oder noch aufgewärmter wäre, dann würde mir das gar nicht so sehr helfen. Äh, deswegen habe ich davon auch viele Sachen über die Jahre. Also, ich glaube, für sprachlich anspruchsvolle Sachen oder körperlich anspruchsvolle Sachen ist barmachen lebensrettend oder so. Ähm, aber ich glaube keine, ich habe keine Zwänge oder so. Und was machst du dann nach der Vorstellung? Brauchst du lange, um runterzukommen? Auch das eigentlich nicht. Also, das ist glaube ich auch von Abend zu Abend unterschiedlich und wenn man äh ein Stück macht über Gruseligkeiten äh dann glaube ich braucht man da schon irgendwie sowas wie ein, also ich glaube so ein sowas wie ein Gemeinschaftsmoment hinterher. Das machen wir bei Frau mit den vier Armen auch. Da gibt's immer so eine kleine Runde ein Feedback, wo wir 5 bis 10 Minuten alle mal sagen, wie es jetzt für uns war heute. Das nehme ich jetzt sehr angenehm war, weil man da einfach noch mal allen in die Augen schaut und sich einfach so verabschiedet gemeinsam. Das finde ich irgendwie sehr schön. Ähm, aber runterkommen m gerade gerade nicht. Gut, dann bleib einfach oben. Ich habe ähm ein paar Fragen mitgebracht von diesen legendären Fragebogen von Marcel Prust. Oh. Mhm. Mhm. Berühmter französischer Schriftsteller. Das war seiner Zeit auch so Mode in bestimmten Gesellschaftskreisen diese Fragebogen auch so auszufüllen. Fast so eine Art Gesellschaftsspiel. Ich habe hier auf so Karten ein paar Fragen mitgebracht. Wenn du magst, zieh doch mal eine und wenn du magst, beantworte sie. Okay. Okay. Diese nehme ich. diese und was steht da drauf? Wo möchtest du leben? Wo möchte ich leben? Ähm, das ist eine gemeine Frage eigentlich, vor allem in diesem Beruf, weil man ja doch sich selten oder ja, sich selten aussuchen kann eigentlich, wo man lebt und selbst, also ich glaube, das Berlin ist meine ist meine Heimat und ich glaube wird es auch noch lange bleiben oder so und auch wenn ich jetzt da schon wirklich lange nicht mehr gelebt habe, bleibt das einfach der Ort, wo auch meine Familie ist und wo irgendwie mein Lebensmittelpunkt über kurz lang irgendwie so ist. Aber ich weiß natürlich auch, dass das Theater schnellbig ist und ähm der Schauspielerberuf auch. Und deswegen habe ich mich, glaube ich, von der Vision irgendwie so zur Ruhe zu kommen an einem Ort bisher ferhalten und glaube ich glaube die Vision irgendwann auf einem in einem Landhaus mit einem Garten äh dann irgendwann zu landen, ich glaube die ist lebt stark in mir oder so. äh am besten mit einer Außenküche oder so, mit einer Feuerstelle. Ähm aber bis dahin glaube ich bin ich jetzt gerade irgendwie okay damit so zu adapten an die Umstände, die man hat und kann ja auch dadurch, dass ich keine Familie habe, keine eigene Kleinfamilie ähm gerade noch mich auf neue Orte einlassen und muss keine muss dann niemanden anderes berücksichtigen oder so. Also ich würde sagen, auf die Frage, möchte ich leben, gerade noch da, wo es mir am meisten gut tut. Oh Gott, ich ich spicke mal, was Prust selbst geantwortet hat. Im Land des Ideals oder viel mehr meines Ideals. Ach Mann, das wäre total jetzt eine kluge Antwort. Äh, er hat den Fragebogen zweimal ausgefüllt. Äh, das zweite Mal schrieb er: "In einem Land, in dem bestimmte von mir gewünschte Dinge wie von Zauberhand in Erfüllung gehen würden und indem Zärtlichkeit immer geteilt würde." Das gut, das ähm das Teilen der Zeitlichkeiten finde ich finde ich schön. Als Zuschauer, was suchst du im Theater? Ja, ich glaube, ich habe da vorgestern hatten wir eine Probe für ein äh Projekt mit Regieassistentinnen, was wir in der nächsten Woche machen und da haben auf die Frage, wie wir so wie wir wie wir umgehen mit den mit der Überforderung der immer düsterwerderen werdenenderen Zeit oder so umgehen, haben zwei Kolleginnen und ich gleichmaßen gesagt, dass wir eigentlich in Gesprächen mit Leuten immer versuchen, die positiven Sachen oder die schönen Sachen die wir so erleben nach vorne zu stellen, weil das wie so die für uns als einzige logische Konsequenz von sozusagen äh allumfangenem Grauen ist sozusagen sich das eigene Leben möglichst schön zu halten oder das Schöne in dem Leben groß zu machen. Und ich glaube, das suche ich im Theater auch. Also, ich glaube irgendwie ein Ort der gemeinschaftlichen Positivität. Positivität ist vielleicht auch zu parteiisch, aber ähm das ja das gemeinsam oder so. Und ich glaube, das Theater kann einfach, was der Film nicht kann und was, glaube ich, kaum ein anderes Medium kann, Gemeinschaft stiften und irgendwie so Fürsorge leisten. Ähm und das glaube ich dieses Theater möchte ich. Was assoziierst du mit unserem Motto Liebe will riskiert werden? Ja, ich ähm ach, lustige Frage. Ähm das ist ja schon einfach sehr präsent auch, wenn man in diesem Haus hier arbeitet. Es immer wieder taucht es auf und irgendwie, also ich glaube, ich nehme das wie so als gegeben oder so, dass das eine Lebenshaltung ist, mit der man einfach umgeht oder so. Ähm, also sozusagen keine es ist wieso nichts Neues für mich oder so. Ich glaube, ähm, mit Liebe Liebe riskieren oder so und mit möglichst viel, also ich glaube viel arbeiten an dem eigenen Wohlgefühl, um dann Wohlgefühl zu verbreiten. Das ist, glaube ich, würde ich sagen, wie so ein Lebensmotto von mir oder so. ähm und dass das äh dass da dass das Wort Risiko da nicht fehlen darf oder dass da dass das äh dass man da immer wieder auch auf Ecken und Kanten stößt ähm ist ja ist einfach Teil des Lebens. Hast du spezielle Wünsche an die nächsten Jahre, an deinen Beruf hier in Hannover? Gibt es Dinge, die du auf jeden Fall mal machen möchtest, Rollen, die du spielen möchtest, Dinge, die du ausprobieren, riskieren wollen würdest? Also, ich glaube, es gibt so Leute, mit denen ich gerne arbeiten würde. Auf jeden Fall, ich glaube, es gibt da es gibt so so Helden von mir, die hier auch am Haus ähm arbeiten oder die den ich hier begegne ähm mit denen würde ich also so künstlerische Begegnungen glaube ich interessieren mich wahnsinnig auch, weil ich jetzt ja noch relativ am Anfang meiner Karriere bin. Und ich glaube, für mich geht es viel darum, wieso Gruppen zu finden oder so Familien zu bilden oder so. Ähm und ich glaube da Leute zu treffen und ich finde so so eine Person wie Lena Brasch könnte so eine Person sein, die einen mit denen man mit der man lange Zeit aneinander irgendwie wächst und miteinander spricht oder so. Ich glaube, sowas sowas wünsche ich mir. Ähm und Rollen, die ich spielen würde, ich weiß nicht, also ich hätte jetzt nicht gedacht, dass ich mal get Lampe spielen würde. Das war eine große Freude. Deswegen ähm ich glaube, es gibt da viele viele Wege oder viele Sachen, die man die man gerne mal spielt ähm oder die man schön spielen kann oder so. Was ich gerne machen würde, habe ich keine Antwort, glaube ich. Das ist okay. Ähm, die letzte Frage für alle immer gleich. Äh, vervollständige bitte diesen Satz. Ich will ein Theater. Kann ich da ein Punkt einfach dahinter setzen? Ich will einfach eins. Also nicht für mich. Ich ein ich will, dass es eins gibt. Ähm, das genügt mir, glaube ich, schon. Das finde ich irgendwie eine schöne Vorstellung, dass es dass es diesen Orttheater immer gibt und dass man immer dass es immer so einen Ort gibt, wo man wo sich bei so einer Premierenfeier alle hinsetzen und so freudig winken, weil sie sich wiedersehen. Ich glaube, das ist für mich eins der schönsten Sachen am Theater, dass man alle Leute trifft, die man gern hat und dass alle immer wiederkommen. Und ich glaube, solange wir das hochhalten, gibt's das Theater lange, lange Zeit. Hey Jonathan, ich freue mich wahnsinnig, dass du hier jetzt bei uns in diesem Theater bist. Was? Ich mich auch und vielen Dank für das Gespräch. Ja, ebenso. Vielen Dank. Danke.
Transkript
Der Rest ist Schweigen — Folge 7 mit Jonathan Stolze