Premiere 02.10.2026
1 Std. 30 Min., keine PauseDer Sandmann ist ein schreckliches Wesen, das Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen klaut. Diese Geschichte hört Nathanael als Kind, und er weiß: Der Sandmann kommt in Gestalt des Advokaten Coppelius jede Nacht ins Haus der Familie. ...
Der Sandmann ist ein schreckliches Wesen, das Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen klaut. Diese Geschichte hört Nathanael als Kind, und er weiß: Der Sandmann kommt in Gestalt des Advokaten Coppelius jede Nacht ins Haus der Familie. Im Zimmer des Vaters gehen geheimnisvolle Dinge vor sich. Und eines Tages ist der Vater tot. Der Sandmann hat ihn geholt.
Jahre später steht ein Mann namens Coppola vor Nathanaels Tür. Er traut seinen Augen kaum. Aber es ist derselbe Mann. Egal, wie er sich nennt. Und egal, was die anderen sagen. Die Einzige, die ihn wirklich zu verstehen scheint, ist die rätselhafte Olimpia mit ihren irgendwie leblosen Augen.
E. T. A. Hoffmann beschreibt in seiner berühmten Erzählung, wie ein Mensch den festen Boden der Wirklichkeit unter seinen Füßen verliert. Nathanael entgleiten die Dinge. Was eben noch verlässliche Wahrheit war, löst sich auf. Nichts ist, wie es scheint. In seiner Inszenierung macht Tom Schneider diesen Zustand der Haltlosigkeit auf besondere Art für das Publikum erfahrbar: einen Zustand, der in Zeiten von alternativen Fakten und KI-generierten Bildern auch ein heutiges Lebensgefühl beschreibt.
Über Tom Schneider
Tom Schneider war zunächst Theatermusiker, dann Regieassistent und wurde schließlich Regisseur. Seine Inszenierungen denkt er darum musikalisch. Da sind die Worte nicht wichtiger als die Stille dazwischen. Und wo ein Text etwas sinnhaft vermittelt, schafft er Bild- und Klangwelten, die das Publikum das gleiche erfahren und empfinden lassen. Tom Schneider inszenierte unter anderem an den Münchner Kammerspielen, am Theater Neumarkt in Zürich, am Schauspiel Leipzig und am Schauspielhaus Bochum. Gemeinsam mit u. a. Sandra Hüller ist Tom Schneider im FARN Kollektiv aktiv.
Der Sandmann ist ein schreckliches Wesen, das Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen klaut. Diese Geschichte hört Nathanael als Kind, und er weiß: Der Sandmann kommt in Gestalt des Advokaten Coppelius jede Nacht ins Haus der Familie. ...
Der Sandmann ist ein schreckliches Wesen, das Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen klaut. Diese Geschichte hört Nathanael als Kind, und er weiß: Der Sandmann kommt in Gestalt des Advokaten Coppelius jede Nacht ins Haus der Familie. Im Zimmer des Vaters gehen geheimnisvolle Dinge vor sich. Und eines Tages ist der Vater tot. Der Sandmann hat ihn geholt.
Jahre später steht ein Mann namens Coppola vor Nathanaels Tür. Er traut seinen Augen kaum. Aber es ist derselbe Mann. Egal, wie er sich nennt. Und egal, was die anderen sagen. Die Einzige, die ihn wirklich zu verstehen scheint, ist die rätselhafte Olimpia mit ihren irgendwie leblosen Augen.
E. T. A. Hoffmann beschreibt in seiner berühmten Erzählung, wie ein Mensch den festen Boden der Wirklichkeit unter seinen Füßen verliert. Nathanael entgleiten die Dinge. Was eben noch verlässliche Wahrheit war, löst sich auf. Nichts ist, wie es scheint. In seiner Inszenierung macht Tom Schneider diesen Zustand der Haltlosigkeit auf besondere Art für das Publikum erfahrbar: einen Zustand, der in Zeiten von alternativen Fakten und KI-generierten Bildern auch ein heutiges Lebensgefühl beschreibt.
Über Tom Schneider
Tom Schneider war zunächst Theatermusiker, dann Regieassistent und wurde schließlich Regisseur. Seine Inszenierungen denkt er darum musikalisch. Da sind die Worte nicht wichtiger als die Stille dazwischen. Und wo ein Text etwas sinnhaft vermittelt, schafft er Bild- und Klangwelten, die das Publikum das gleiche erfahren und empfinden lassen. Tom Schneider inszenierte unter anderem an den Münchner Kammerspielen, am Theater Neumarkt in Zürich, am Schauspiel Leipzig und am Schauspielhaus Bochum. Gemeinsam mit u. a. Sandra Hüller ist Tom Schneider im FARN Kollektiv aktiv.
Termine und Tickets
Der Sandmann Samstag, 07. November 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Ballhof 1
Der Sandmann Sonntag, 15. November 2026, 19:00 – 20:30 Uhr, Ballhof 1
Der Sandmann Donnerstag, 26. November 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Ballhof 1
- Inszenierung Tom Schneider
- Bühne und Video Florian Schaumberger
- Kostüm Annika Lu
- Musik Daniel Nerlich
- Licht Erik Sonnenfeld
- Dramaturgie Fabian Schmidtlein
- Mit Abel Haffner,
- Michael Lippold,
- Yasmin Mowafek,
- Tom Scherer,
- Oana Solomon
- Kinderstatisterie (Video) Mats Stein
- Die Inszenierung verhandelt Trauma und Retraumatisierung
- Es wird körperliche Gewalt gegen ein Kind beschrieben
- Sexuelle Gewalt wird nicht explizit beschrieben, kann aber assoziiert werden
- In einem Satz wird Suizid thematisiert
Hoffmanns Erzählung weist im Original von 1816 Züge von literarischem Antisemitismus auf. Die Figuren Coppola und Coppelius, also die dämonischen Schreckensfiguren, werden auf eine Art beschrieben, die sie für Hoffmanns Zeitgenoss*innen als Juden identifizierbar machte. Wir haben uns dazu entschieden, entsprechende Stellen im Text zu streichen und die Figuren Coppola und Coppelius mit der Figur des Vaters zusammenzulegen. So entstehen die Schreckensfiguren nicht aus dem vermeintlich zum Fremden gemachten, sondern im Gegenteil aus dem Vertrauten.
„Das Wunderbare an Tom Schneiders Inszenierung ist, dass sich hier nichts in den Vordergrund drängt, […]. Von allem ist etwas vorhanden, aber zusammen mit seinem hervorragenden Ensemble findet er immer ein Gleichgewicht. Er lässt das Meiste da, wo es hingehört: in der Schwebe. Und er verzaubert das Publikum.“ Neue Presse
„Abel Haffner ist ein starker Entertainer. Er spielt toll und improvisiert wunderbar. […] In dieser Inszenierung, die sich ganz unangestrengt mit der großen, aktuellen Frage nach dem Echten in einer Welt der Künstlichkeit auseinandersetzt, gibt es unglaublich viel zu entdecken. In diesen Theaterwunderkasten, der sich knarrend und krachend öffnet, könnte man durchaus öfter mal hineinschauen.“ Hannoversche Allgemeine Zeitung