Staatsoper


Termine und Tickets

„Umoja“ ist Swahili und bedeutet „Einheit“. Die 1970 geborene US-amerikanische Komponistin und Flötistin Valerie Coleman konzipierte ihr gleichnamiges Stück Musik zunächst für Frauenchor. Später arbeitete sie das Werk zu einer Version für großes Orchester um. Coleman geht es als Person of Color in ihrer Musik um Frieden, um ein gutes Miteinander. Umoja spannt ausgehend von gelassener Ruhe einen Bogen bis hin zu drängender Exaltiertheit. Am Ende erleben wir eine Musik von lichtdurchfluteter Freude. Der bekannte Pianist Paul Wittgenstein hatte im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren und beauftragte Komponisten wie Maurice Ravel, Erich Wolfgang Korngold und Benjamin Britten mit der Verfertigung von Werken für die linke Hand. So entstanden auch 1923 die Konzertante Variationen über ein Thema von Beethoven von Franz Schmidt. Der Komponist knöpfte sich für dieses Werk das Scherzo aus Ludwig van Beethovens „Frühlingssonate“ op. 24 vor und lässt in seinen Variationen einen Boléro auf einen Choral, eine Fuge auf einen Ländler treffen. Am Ende dieses Entdeckungskonzerts erwartet uns ein wohlbekanntes, wohliges Stück Musik: die Sinfonie Nr. 2 von Johannes Brahms, über die der Komponist selber in einem Brief an seinen Verleger notierte: „Die neue Sinfonie ist so melancholisch, dass Sie es nicht aushalten. Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben: die Partitur muss mit Trauerrand erscheinen.“ Ein Konzertprogramm zwischen Lachen und Weinen, zwischen Humor und Ernst!

Mit freundlicher Unterstützung