Oper von Andrea Tarrodi
Libretto von Helena Röhr
Uraufführung. Ein Auftragswerk der Staatsoper Hannover
Libretto von Helena Röhr
Uraufführung. Ein Auftragswerk der Staatsoper Hannover
Einführung: 45 Minuten vor Beginn Englisch mit deutschen Übertiteln ca. 1 Stunde 50 Minuten, eine Pause
Als Adam Smith, der Begründer der politischen Ökonomie, an seinem Hauptwerk Der Wohlstand der Nationen arbeitete, lebte er mit seiner Mutter Margareth Douglas zusammen. Dass jeder seinen eigenen Vorteil verfolge, so Adam Smith, sei Grundlage für das ...
„Wären es ‚Lehman Sisters‘ und nicht ‚Lehman Brothers‘ gewesen, sähe die Welt heute vielleicht ganz anders aus.“ Christine Lagarde
Als Adam Smith, der Begründer der politischen Ökonomie, an seinem Hauptwerk Der Wohlstand der Nationen arbeitete, lebte er mit seiner Mutter Margareth Douglas zusammen. Dass jeder seinen eigenen Vorteil verfolge, so Adam Smith, sei Grundlage für das Wohlergehen der ganzen Gesellschaft. Als er diesen Grundgedanken ausarbeitete, sorgte seine Mutter für sein alltägliches Wohlergehen. Und vermutlich kochte sie ihm auch an dem Tag ein Abendessen, als er schrieb: „Nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Brauers und Bäckers erwarten wir das, was wir zum Essen brauchen, sondern davon, dass sie ihre eigenen Interessen wahrnehmen.“ 250 Jahre nach der Erstveröffentlichung von Der Wohlstand der Nationen fragen die Komponistin Andrea Tarrodi und ihre Librettistin Helena Röhr sich: Hat Adam Smith vielleicht etwas übersehen? Bauen unsere heutigen Ideen von Wirtschaft nach wie vor nur auf die halbe Wahrheit?
Die international gefragte schwedische Komponistin Andrea Tarrodi ist berühmt für ihre vielfarbigen, impressionistisch anmutenden Orchesterwerke. Zusätzlich tritt sie jedoch auch als Singer-Songwriterin auf. In diesem Auftragswerk der Staatsoper Hannover können sich beide Seiten der Komponistin in einer ebenso unterhaltsamen wie vielschichtigen Kammeroper verbinden. Gemeinsam mit der auch regieführenden Helena Röhr entsteht eine Oper über Wirtschaft und Alltag, über Mütter, über rationale und nicht so rationale Entscheidungen, über Männlichkeit und Weiblichkeit und das, was wir dafür halten.
Termine und Tickets
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Musikalische Leitung: Hyerim Byun Homo Oeconomicus: Katharina von Bülow, Adam Smith, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler: Aljoscha Lennert, Margaret Douglas, seine Mutter: Sandra Janke, Melissa Wright, alleinerziehende Mutter: Ketevan Chuntishvili, Alfred Wright, ihr Sohn: Antonij Molleker Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
So
17
Mai
Homo Oeconomicus Sonntag, 17. Mai 2026, 18:30 – 20:20 Uhr, Ballhof 1
18:30 – 20:20 Uhr, Ballhof 1
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Hyerim Byun Homo Oeconomicus: Katharina von Bülow, Adam Smith, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler: Aljoscha Lennert, Margaret Douglas, seine Mutter: Sandra Janke, Melissa Wright, alleinerziehende Mutter: Ketevan Chuntishvili, Alfred Wright, ihr Sohn: Alisa Gromova Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Fr
22
Mai
Homo Oeconomicus Freitag, 22. Mai 2026, 19:30 – 21:20 Uhr, Ballhof 1
19:30 – 21:20 Uhr, Ballhof 1
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Hyerim Byun Homo Oeconomicus: Katharina von Bülow, Adam Smith, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler: Jonathan Winell, Margaret Douglas, seine Mutter: Sandra Janke, Melissa Wright, alleinerziehende Mutter: Ketevan Chuntishvili, Alfred Wright, ihr Sohn: Antonij Molleker Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Mo
25
Mai
Homo Oeconomicus Montag, 25. Mai 2026, 18:30 – 20:20 Uhr, Ballhof 1
18:30 – 20:20 Uhr, Ballhof 1
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Hyerim Byun Homo Oeconomicus: Katharina von Bülow, Adam Smith, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler: Aljoscha Lennert, Margaret Douglas, seine Mutter: Sandra Janke, Melissa Wright, alleinerziehende Mutter: Ketevan Chuntishvili, Alfred Wright, ihr Sohn: Alisa Gromova Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
So
31
Mai
zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Homo Oeconomicus Sonntag, 31. Mai 2026, 18:30 – 20:20 Uhr, Ballhof 1
18:30 – 20:20 Uhr, Ballhof 1
Einführung: 45 Minuten vor Beginn, im Anschluss: Nachgespräch
Besetzung
Musikalische Leitung: Hyerim Byun Homo Oeconomicus: Katharina von Bülow, Adam Smith, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler: Jonathan Winell, Margaret Douglas, seine Mutter: Sandra Janke, Melissa Wright, alleinerziehende Mutter: Ketevan Chuntishvili, Alfred Wright, ihr Sohn: Antonij Molleker Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
Erster Akt
Einleitung
Der Homo Oeconomicus erzählt seine Schöpfungsgeschichte.
Schottland, um 1770
Der Philosoph Adam Smith lebt bei seiner Mutter Margaret Douglas. Während er an seinem neuen Buch arbeitet, kümmert sie sich um ihn: Sie beruhigt ihn, wenn er nachts von einem seiner zahlreichen gesundheitlichen Probleme geplagt wird, bekocht ihn und hört ihm zu. Sie zeigt reges Interesse an seiner Arbeit, mit der er das Leben der Menschen verbessern möchte. Adam ist davon überzeugt, dass freier wirtschaftlicher Wettbewerb – wie durch eine „unsichtbare Hand“ gelenkt – nicht nur das Wohlergehen des Einzelnen, sondern das aller Menschen fördert.
Heute
Melissa Wright lebt mit ihrem kleinen Sohn Alfred zusammen. Sie jongliert mit mehreren Jobs, um ihre kleine Familie über Wasser zu halten. Während sie die Wohnung eines wohlhabenden Mannes putzt, quält sie das schlechte Gewissen, dass sie nicht genug Zeit für Alfred hat. Beim Einkaufen erfüllt sie ihrem Sohn den Wunsch nach einem überteuerten Produkt und verzichtet dafür auf notwendige Lebensmittel. Als ihr Vermieter dann auch noch eine Mieterhöhung ankündigt, weiß sie nicht mehr weiter. Die Wertpapierhändler und der Homo Oeconomicus feiern den wirtschaftlichen Wettbewerb.
Zweiter Akt
Um 1770 und heute
Die Zeiten verschwimmen zunehmend: Adam ist zufrieden mit seinem Buch, während Margaret auf Lücken hinweist. Melissa hat große Teile ihres Besitzes verkauft, kommt aber dennoch nicht über die Runden. Ziellos läuft sie aus der Wohnung und lässt den verstörten Alfred zurück. Die Wertpapierhändler erleiden einen dramatischen Kursverlust. Der Homo Oeconomicus bietet Melissa an, ihre Seele zu kaufen. In diesem Moment findet Alfred sie, und die beiden trösten einander. In das Wiegenlied stimmt auch Margaret ein. Diese geballte Kraft mütterlicher und kindlicher Liebe wirft den Homo Oeconomicus aus der Bahn. Verunsichert über seine Identität findet auch dieses Wesen Halt bei den Müttern und in der von Adam gesuchten gesellschaftlichen Harmonie.
Einleitung
Der Homo Oeconomicus erzählt seine Schöpfungsgeschichte.
Schottland, um 1770
Der Philosoph Adam Smith lebt bei seiner Mutter Margaret Douglas. Während er an seinem neuen Buch arbeitet, kümmert sie sich um ihn: Sie beruhigt ihn, wenn er nachts von einem seiner zahlreichen gesundheitlichen Probleme geplagt wird, bekocht ihn und hört ihm zu. Sie zeigt reges Interesse an seiner Arbeit, mit der er das Leben der Menschen verbessern möchte. Adam ist davon überzeugt, dass freier wirtschaftlicher Wettbewerb – wie durch eine „unsichtbare Hand“ gelenkt – nicht nur das Wohlergehen des Einzelnen, sondern das aller Menschen fördert.
Heute
Melissa Wright lebt mit ihrem kleinen Sohn Alfred zusammen. Sie jongliert mit mehreren Jobs, um ihre kleine Familie über Wasser zu halten. Während sie die Wohnung eines wohlhabenden Mannes putzt, quält sie das schlechte Gewissen, dass sie nicht genug Zeit für Alfred hat. Beim Einkaufen erfüllt sie ihrem Sohn den Wunsch nach einem überteuerten Produkt und verzichtet dafür auf notwendige Lebensmittel. Als ihr Vermieter dann auch noch eine Mieterhöhung ankündigt, weiß sie nicht mehr weiter. Die Wertpapierhändler und der Homo Oeconomicus feiern den wirtschaftlichen Wettbewerb.
Zweiter Akt
Um 1770 und heute
Die Zeiten verschwimmen zunehmend: Adam ist zufrieden mit seinem Buch, während Margaret auf Lücken hinweist. Melissa hat große Teile ihres Besitzes verkauft, kommt aber dennoch nicht über die Runden. Ziellos läuft sie aus der Wohnung und lässt den verstörten Alfred zurück. Die Wertpapierhändler erleiden einen dramatischen Kursverlust. Der Homo Oeconomicus bietet Melissa an, ihre Seele zu kaufen. In diesem Moment findet Alfred sie, und die beiden trösten einander. In das Wiegenlied stimmt auch Margaret ein. Diese geballte Kraft mütterlicher und kindlicher Liebe wirft den Homo Oeconomicus aus der Bahn. Verunsichert über seine Identität findet auch dieses Wesen Halt bei den Müttern und in der von Adam gesuchten gesellschaftlichen Harmonie.
- Musikalische Leitung Hyerim Byun
- Inszenierung Helena Röhr
- Bühne Maike Simon
- Kostüme Natalie Nazemi
- Licht Uwe Wegner
- Kinderchor Tatiana Bergh
- Dramaturgie Ann-Christine Mecke
- Xchange Matthias Brandt
- Homo Oeconomicus Katharina von Bülow
- Adam Smith, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler Jonathan Winell / Aljoscha Lennert
- Margaret Douglas, seine Mutter Sandra Janke
- Melissa Wright, alleinerziehende Mutter Ketevan Chuntishvili
- Alfred Wright, ihr Sohn Alisa Gromova / Antonij Molleker
- Kinderchor der Staatsoper Hannover
- Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
HAZ, Stefan Arndt
Von Adam Smith und Care-Arbeit: Die Staatsoper Hannover zeigt die erstaunliche Oper „Homo Oeconomicus“ als Uraufführung im Ballhof (…) ein ganz und gar außergewöhnliches Stück. (…) Die schwedische Komponistin Andrea Tarrodi, die 1981 in Stockholm geboren ist, setzt dabei auf eine klar strukturierte, eingängige Musik. Das Orchester unter Leitung der Dirigentin Hyerim Byun ist mit zwei Schlagzeugen, Trompete, Posaune, Klarinette und einer Handvoll Streichern klein besetzt. Der Klang ist immer atmosphärisch (…) Musikalisch markant ist vor allem der Soundtrack für die Titelfigur mit seinen verführerischen Swing-Anklängen.
Mit freundlicher Unterstützung