Wie darf ich sein, wie muss ich sein? Muss ich mich verstellen, um dazuzugehören? Wer macht eigentlich die Spielregeln unseres Lebens?
Zu den Antwortmöglichkeiten, die diese Fragen thematisch auf unterschiedlichsten Gestaltungsebenen bieten, forschen die Jugendlichen in ihren eigenen Bewegungssprachen. Sie schreiben themenbezogene persönliche Geschichten, die sie bewegungstechnisch in Soli oder Gruppenchoreografien umsetzen und experimentieren mit den Gedanken über den Einzelnen in unserer Gesellschaft versus dem Kollektiv.
Eine weitere Erzählebene bieten gezeichnete und im Anschluss animierte Projektionen für das Bühnenbild zum Thema „Schwarmverhalten“.
„Jede Bewegung hinterlässt eine Spur. Der Schwarm nimmt sie auf und verändert sich. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, nur Übergänge. Zusammenkommen, Auseinandergehen, Wiederfinden. Am Ende stehen sie nicht still, weil alles vorbei ist, sondern weil alles gesagt wurde, nur ohne Worte.
Der Raum erinnert sich an ihre Wege.
Und der Schwarm lebt in der Bewegung weiter.“
(Auszug Text für das eigene Solo, Mariam Nanava)
„Wir passen uns an,
werden größer daran.
Doch ich werde langsam weniger und blind inmitten dieses Wirbelwinds.
Wie lange ich hier bin, wissen wir nicht mehr.“ (Auszug Poetry Slam, Anna Schwarzer)
Mit freundlicher Unterstützung