Tadeusz Slowiak
Tadeusz Slowiak begann seine Musikausbildung als Zehnjähriger am Akkordeon. Nach Abschluss des Konservatoriums lernte er Kirchenmusik und Orgelspiel an der Päpstlichen Theologischen Akademie in Krakau. 1990 schloss er seine Gesangsausbildung an der Krakauer Musikakademie ab. Bereits während des Studiums wirkte er als Solist und Chorsänger in zahlreichen Oratorien-Konzerten der Krakauer Philharmonie und des Rundfunkchores. Von 1990 bis 1992 war er Ensemblemitglied an der Kraker Oper und sang Partien wie Almaviva (Der Barbier von Sevilla), Ferrando (Così fan tutte), Don Ottavio (Don Giovanni), Dancaïro und Remendado (Carmen), Bebbe (Pagliacci) und Gastone (La traviata). Seit 1992 ist er festes Mitglied des Opernchors der Staatsoper Hannover als 1. Tenor. Er hat an über 200 Opern mitgewirkt und übernahm auch viele kleinere Solorollen, wie z. B. St. Brioche (Die lustige Witwe) oder den Tierhändler in Der Rosenkavalier.
Zu den besonderen Ereignissen seiner bisherigen Laufbahn gehören Auftritte als Evangelist in der Matthäus-Passion (J. S. Bach) der Bachakademie unter der Leitung von Helmut Rilling und sowie als ein Junger Diener in Elektra (R. Strauss) unter der Leitung von Kent Nagano in Singapur. Darüber hinaus wirkte er bei zahlreichen Konzerten und Operngastspielen als Chorsänger u.a. in Amsterdam, Madrid, Peking, Edinburgh und so gut wie jedem Opernhaus in ganz Deutschland.
Welche künstlerische Zusammenarbeit hat Sie besonders geprägt?
Seit 1996 bin ich als Chormitglied jedes Jahr bei den Bayreuther Festspielen, was mich künstlerisch besonders geprägt hat. Dort habe ich bislang als einziger bei drei unterschiedlichen Inszenierungen von Meistersinger von Nürnberg als Lehrbube gesungen.
Haben Sie ein besonderes Ritual, bevor Sie auf die Bühne gehen?
Trotz der langjährigen Erfahrung betrachte ich es als besonderes Ritual, vor jedem Auftritt die Noten der Partie durchzublättern.