Mirko Roschkowski
Der in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski gehört zu den markanten Stimmen des jugendlich-dramatischen Fachs und wird insbesondere als Lohengrin von Presse und Publikum gefeiert. Einen zentralen Meilenstein seiner internationalen Laufbahn markierte 2024 sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen, wo er als Froh in Richard Wagners Das Rheingold auftrat.
Ausgehend von einer fundierten Ausbildung im Mozart-Fach – dessen zentrale Partien er an Häusern wie der Oper Köln, der Deutschen Oper am Rhein, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Staatsoper Stuttgart, der Semperoper Dresden, der Wiener Volksoper sowie bei den Maifestspielen Wiesbaden interpretierte – entwickelte Mirko Roschkowski sein Repertoire kontinuierlich in Richtung des jugendlich-dramatischen Fachs. Über die großen französischen Rollen erarbeitete er sich dabei ein breites, stilistisch vielseitiges Profil.
Als Énée (Les Troyens) war er unter anderem beim Festival Berlioz sowie an der Oper Köln zu erleben, als Don José (Carmen) an der Komischen Oper Berlin und am Nationaltheater Mannheim. Weitere zentrale Partien sind Benvenuto Cellini (Oper Bonn, Staatstheater Nürnberg), Hoffmann (Les Contes d’Hoffmann, Staatstheater Karlsruhe, Volksoper Wien), Éléazar (La Juive, Theater Dortmund) sowie Faust (Oper Leipzig).
Im deutschen Fach sang er unter anderem Erik (Der fliegende Holländer), Claudio (Das Liebesverbot), Hoffegut (Die Vögel), Max (Der Freischütz) und Hüon (Oberon). Große Beachtung fand zudem sein Jim Mahoney (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), ebenso der Prinz in Rusalka und Boris in Katja Kabanova. Kurz nach seinem Bayreuth-Debüt folgte an der Oper Bonn sein Rollendebüt als Walther von Stolzing in Die Meistersinger von Nürnberg.
Der Operette gilt seine besondere Leidenschaft. An der Wiener Volksoper sang er unter anderem Eisenstein (Die Fledermaus), René (Madame Pompadour) und Fridolin (König Karotte), bei den Seefestspielen Mörbisch Symon (Der Bettelstudent) und Caramello (Eine Nacht in Venedig), mit dem WDR Barinkay (Der Zigeunerbaron) und Graf Zedlau (Wiener Blut).
Er arbeitete mit Dirigenten wie Simone Young, Christian Thielemann, Marc Minkowski, Dan Ettinger, Michael Güttler, George Petrou, Andreas Spering, Dirk Kaftan, Konrad Junghänel, François-Xavier Roth u. a. sowie mit Regisseuren wie Peter Konwitschny, Christof Loy, Tatjana Gürbaca, Achim Freyer, Marco Marelli, Calixto Bieito, Dmitri Tcherniakov, Valentin Schwarz, Nadja Loschky, Uwe Laufenberg, Adriana Altaras, Manuel Schmitt, Eva-Maria Höckmayr, Andreas Homoki, Ersan Mondtag und weiteren.
An der Staatsoper Hannover gibt er in der Spielzeit 2025/2026 sein Debüt mit der Partie des Paul in Korngolds Die tote Stadt.