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Mit einem sehr besonderen Programm präsentiert sich Francesco Angelico in seinem ersten Sinfoniekonzert als Generalmusikdirektor am Pult des Niedersächsischen Staatsorchester Hannover. Die drei Werke verhandeln auf unterschiedlichste, attraktiv mannigfaltige Weise die Themen „innere Bewegung“, „Klangfantasie“ und „Schicksal“. Den Auftakt bildet die zarte Rêverie op. 24 von Alexander Skrjabin aus dem Jahr 1898. In diesem kurzen Orchesterstück entfaltet Skrjabin eine zunächst fast kammermusikalisch disponierte Traum-Klangwelt, die bereits die spätere Hinwendung des Komponisten zu mystischen und harmonisch kühnen Ausdrucksformen andeutet. Mit der Sinfonie Nr. 4 op. 60 („Symphonie concertante“) von Karol Szymanowski folgt ein Werk, das die Gattungsgrenzen zwischen Sinfonie und Klavierkonzert bewusst verwischt. Das 1932 entstandene Stück integriert das Klavier nicht als virtuosen Gegenspieler, sondern als organischen Bestandteil des Orchesters. Szymanowskis Tonsprache verbindet spätromantische Üppigkeit mit impressionistischen Farben und rhythmischer Vitalität. Den Abschluss bildet die fünfte Sinfonie von Pjotr Tschaikowski aus dem Jahr 1888, ein wahres Schicksalswerk, das alle Höhen und Tiefen eines Lebens musikalisch zum Thema hat. Eine Sinfonie wie ein offenes Seelenbuch, zwischen düsterer Resignation und triumphaler Apotheose.