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Christian und sein Bruder Benny ziehen die Bettdecken über die Köpfe und halten die Luft an, wenn drüben der Vater die Mutter gegen die Wand schleudert. Die Gewalt ist zur Normalität geworden, genauso wie die Armut, in der sie leben, und ...
„So wie er wollte ich werden. So wie er und wie niemand sonst.“
Worum es geht
Christian und sein Bruder Benny ziehen die Bettdecken über die Köpfe und halten die Luft an, wenn drüben der Vater die Mutter gegen die Wand schleudert. Die Gewalt ist zur Normalität geworden, genauso wie die Armut, in der sie leben, und der Reflex, nichts nach außen dringen zu lassen, bloß nicht aufzufallen. Die Wutausbrüche des trinkenden Vaters sind unberechenbar und exzessiv, und doch hofft Christian immer, dass er bleibt. Er schaut auf zu dem Mann, der eine Waschmaschine alleine in den vierten Stock tragen kann und die Familie davor beschützt, in Kalkofen zu landen, dem Viertel, in dem die wohnen, denen es noch schlechter geht. Unter den abfälligen Blicken der Nachbarn scheint die Zukunft der Kinder bereits vorgezeichnet. Als die Mutter ernsthaft erkrankt, schreitet eine couragierte Tante ein und die Dinge beginnen sich zu verändern.
Als einer, der davonkam, blickt Autor Christian Baron in seinem 2020 erschienenen Debütroman zurück auf eine Arbeiterkindheit in Kaiserslautern und stellt die Frage, wer oder was seinen Vater zu dem machte, der er war. Baron erzählt von skandalöser Armut in einem reichen Land, von den wirkungsvollen Mechanismen der Ausgrenzung, vom Ringen um Stolz und Würde und hält dem Hohn der Gesellschaft eine berührende Familienbiografie entgegen.
Regie
Lukas Holzhausen ist Schauspieler und Regisseur. Von 2019 bis 2022 war Lukas Holzhausen Ensemblemitglied und inszeniert seitdem regelmäßig am Schauspiel Hannover.
Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2022
Termine und Tickets
So
19
Apr
Ein Mann seiner Klasse Sonntag, 19. April 2026, 19:00 – 20:50 Uhr, Ballhof 2
Die Inszenierung thematisiert häusliche Gewalt und Depressionen. Diese Inhalte können bei betroffenen Personen negative Reaktionen auslösen.
Informationen für Betroffene von häuslicher Gewalt sind unter anderem zu finden unter:
www.hilfetelefon.de
weisser-ring.de/haeuslichegewalt
„Bewegend und wichtig. Ensemblemitglied und Regisseur Lukas Holzhausen blickt in seiner bildstarken Inszenierung in den Maschinenraum einer Gesellschaft, dessen Personal die Allgemeinheit belächelt oder verachtet. Nikolai Gemel spielt die Hauptrolle mit jener gekonnten Distanz, die Erkenntnis überhaupt erst ermöglicht. Für Empathie ist Stella Hilb zuständig in einer Doppelrolle als Mutter und kämpferische Tante. Die Hoffnung ist trügerisch – daraus macht Holzhausens Inszenierung keinen Hehl. Diese wichtige Inszenierung schärft den Blick dafür.“ Neue Presse
„Stella Hilb in der Doppelrolle als Mutter und Tante gelingt es, emotionale Momente zu schaffen, ohne dabei in Klischees auszuweichen. Sie spielt die Rollen differenziert und mit großer Lust an Feinheiten. (…) Besonders beeindruckend greift aber Nikolai Gemel dieses ambivalente Verhältnis auf und hält über den gesamten Abend eine fast kühl anmutende Distanz zum Geschehen.“ Theater der Zeit
„Lukas Holzhausen hat den Roman in Hannover uraufgeführt, in einer schlauen, gemeinsam mit der Dramaturgin Annika Henrich erarbeiteten Bühnenfassung. (…) Es ist ein berührender, unaufgeregter Abend. (…) Voller Hingabe und gelegentlich sogar voller Witz spielt Hilb die beiden Frauenfiguren (…) unglaublich überzeugend.“
Theater Heute