„Ganz knüppeldick kommt es gleich zu Beginn, wenn Mareike Fallwickl den "Sisi"-Mythos dekonstruiert. Kaiserin Elisabeth (verdreifacht in Johanna Bantzer, Frida Lang und Nils Rovira-Muñoz) tritt da auf als eher unsympathische Figur, die vom Patriarchat gar nicht geknechtet werden muss, weil sie sich schon selbst knechtet, […]. […] Zentrales Thema des Abends ist diese Verweigerung von Souveränität, und als die Geschichte Elisabeths zwischendurch mit den Erfahrungen von Gisèle Pelicot kurzgeschlossen wird, ergibt das sofort Sinn: Beschrieben wird eine Welt, in der Frauen ausschließlich Gebrauchsgegenstände sind, passiv, unsouverän. […] Das Problem des Patriarchats wurde mit der Abschaffung des Adels allerdings keinesfalls gelöst. Wie "Iconic" zeigt.“
Nachtkritik