Oper von Pjotr Tschaikowski
Libretto von Modest Tschaikowski nach Alexander Puschkin
Libretto von Modest Tschaikowski nach Alexander Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln ca. 3 Stunden, eine Pause
„Und als der Schlaf ihn überwältigte, träumte er von Karten, einem grün bezogenen Tisch, Bündeln von Geldscheinen und Bergen von Goldmünzen.“ Alexander Puschkin
Es hätte eine dieser Liebesgeschichten mit Hindernissen werden können: Hermann ist heimlich in Lisa verliebt, sie hat auch Gefühle für ihn – wenn nur der Fürst nicht wäre, den Lisa schon bald heiraten soll. Aber Hermann hat noch ein weiteres Problem ...
Es hätte eine dieser Liebesgeschichten mit Hindernissen werden können: Hermann ist heimlich in Lisa verliebt, sie hat auch Gefühle für ihn – wenn nur der Fürst nicht wäre, den Lisa schon bald heiraten soll. Aber Hermann hat noch ein weiteres Problem, denn er, der über keinerlei finanzielle Mittel verfügt, empfindet sich als absoluter Außenseiter in einer Gesellschaft, in der allein das Geld entscheidet, ob man dazugehört.
Da stößt Hermann auf ein Geheimnis. Lisas Großmutter, genannt „Pique Dame“, weiß angeblich, welche Kartenkombination im Glücksspiel unfehlbar zum Gewinn führt. Doch um das Geheimnis zu erfahren, muss jemand sterben. Wie weit ist Hermann bereit zu gehen? Über dieser Frage verliert er Lisa und seine gesamte Umwelt mehr und mehr aus dem Blick …
Pjotr Tschaikowski hat seine vorletzte Oper Pique Dame bei einem Florenz-Aufenthalt im Jahr 1890 innerhalb von nur 44 Tagen wie im Fieber niedergeschrieben. Das Ergebnis: eine Musik, die geradezu birst vor Spannung und Expressivität, die rauschhaft und überbordend abwechslungsreich ist, die mitfühlt mit den Hauptfiguren der Geschichte, aber auch den Blick in die Abgründe einer von Obsessionen und Wahnvorstellungen gequälten Seele nicht scheut. Regisseur Roland Schwab folgt Hermann bei seiner verzweifelten Suche nach dem Glück und wirft zugleich ein grelles Licht auf eine Gesellschaft, für die Hermanns drohender Absturz nichts weiter als ein amüsant-schauriges Schauspiel darstellt. Mit der großbesetzten Oper Pique Dame gibt Francesco Angelico seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover.
Da stößt Hermann auf ein Geheimnis. Lisas Großmutter, genannt „Pique Dame“, weiß angeblich, welche Kartenkombination im Glücksspiel unfehlbar zum Gewinn führt. Doch um das Geheimnis zu erfahren, muss jemand sterben. Wie weit ist Hermann bereit zu gehen? Über dieser Frage verliert er Lisa und seine gesamte Umwelt mehr und mehr aus dem Blick …
Pjotr Tschaikowski hat seine vorletzte Oper Pique Dame bei einem Florenz-Aufenthalt im Jahr 1890 innerhalb von nur 44 Tagen wie im Fieber niedergeschrieben. Das Ergebnis: eine Musik, die geradezu birst vor Spannung und Expressivität, die rauschhaft und überbordend abwechslungsreich ist, die mitfühlt mit den Hauptfiguren der Geschichte, aber auch den Blick in die Abgründe einer von Obsessionen und Wahnvorstellungen gequälten Seele nicht scheut. Regisseur Roland Schwab folgt Hermann bei seiner verzweifelten Suche nach dem Glück und wirft zugleich ein grelles Licht auf eine Gesellschaft, für die Hermanns drohender Absturz nichts weiter als ein amüsant-schauriges Schauspiel darstellt. Mit der großbesetzten Oper Pique Dame gibt Francesco Angelico seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover.
Es hätte eine dieser Liebesgeschichten mit Hindernissen werden können: Hermann ist heimlich in Lisa verliebt, sie hat auch Gefühle für ihn – wenn nur der Fürst nicht wäre, den Lisa schon bald heiraten soll. Aber Hermann hat noch ein weiteres Problem ...
„Und als der Schlaf ihn überwältigte, träumte er von Karten, einem grün bezogenen Tisch, Bündeln von Geldscheinen und Bergen von Goldmünzen.“ Alexander Puschkin
Es hätte eine dieser Liebesgeschichten mit Hindernissen werden können: Hermann ist heimlich in Lisa verliebt, sie hat auch Gefühle für ihn – wenn nur der Fürst nicht wäre, den Lisa schon bald heiraten soll. Aber Hermann hat noch ein weiteres Problem, denn er, der über keinerlei finanzielle Mittel verfügt, empfindet sich als absoluter Außenseiter in einer Gesellschaft, in der allein das Geld entscheidet, ob man dazugehört.Da stößt Hermann auf ein Geheimnis. Lisas Großmutter, genannt „Pique Dame“, weiß angeblich, welche Kartenkombination im Glücksspiel unfehlbar zum Gewinn führt. Doch um das Geheimnis zu erfahren, muss jemand sterben. Wie weit ist Hermann bereit zu gehen? Über dieser Frage verliert er Lisa und seine gesamte Umwelt mehr und mehr aus dem Blick …
Pjotr Tschaikowski hat seine vorletzte Oper Pique Dame bei einem Florenz-Aufenthalt im Jahr 1890 innerhalb von nur 44 Tagen wie im Fieber niedergeschrieben. Das Ergebnis: eine Musik, die geradezu birst vor Spannung und Expressivität, die rauschhaft und überbordend abwechslungsreich ist, die mitfühlt mit den Hauptfiguren der Geschichte, aber auch den Blick in die Abgründe einer von Obsessionen und Wahnvorstellungen gequälten Seele nicht scheut. Regisseur Roland Schwab folgt Hermann bei seiner verzweifelten Suche nach dem Glück und wirft zugleich ein grelles Licht auf eine Gesellschaft, für die Hermanns drohender Absturz nichts weiter als ein amüsant-schauriges Schauspiel darstellt. Mit der großbesetzten Oper Pique Dame gibt Francesco Angelico seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover.
Termine und Tickets
2026
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Musikalische Leitung: Francesco Angelico Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Max Dollinger, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: SeungJick Kim, Narumow: Serhii Moskalchuk, Der Festordner: SeungJick Kim, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Anthea Barać, Mascha / Prilepa: Viola Westhues Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
2026
Do
17
Sep
Pique Dame Donnerstag, 17. September 2026, 19:30 Uhr, Opernhaus
19:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
BRING YOUR FRIENDS: Zu jedem Vollpreis-Ticket erhalten Sie bis zu fünf weitere Tickets für je 20 €
Besetzung
Musikalische Leitung: Francesco Angelico Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Matteo Guerzè, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: Mark Serdiuk, Narumow: Yannick Spanier, Der Festordner: Constantin Bauer, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Cassandra Doyle, Mascha / Prilepa: Yejin Kim Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
2026
Sa
26
Sep
Pique Dame Samstag, 26. September 2026, 19:30 Uhr, Opernhaus
19:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Francesco Angelico Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Max Dollinger, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: SeungJick Kim, Narumow: Serhii Moskalchuk, Der Festordner: SeungJick Kim, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Anthea Barać, Mascha / Prilepa: Yejin Kim Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
2026
So
04
Okt
Pique Dame Sonntag, 04. Oktober 2026, 18:30 Uhr, Opernhaus
18:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn; im Anschluss an die Vorstellung: Nachgespräch
Besetzung
Musikalische Leitung: Francesco Angelico Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Max Dollinger, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: Mark Serdiuk, Narumow: Serhii Moskalchuk, Der Festordner: Constantin Bauer, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Anthea Barać, Mascha / Prilepa: Yejin Kim Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
2026
Fr
09
Okt
Pique Dame Freitag, 09. Oktober 2026, 19:30 Uhr, Opernhaus
19:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Francesco Angelico Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Max Dollinger, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: SeungJick Kim, Narumow: Serhii Moskalchuk, Der Festordner: SeungJick Kim, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Cassandra Doyle, Mascha / Prilepa: Viola Westhues Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
2026
Mi
21
Okt
Pique Dame Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19:30 Uhr, Opernhaus
19:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Tobias Wögerer Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Matteo Guerzè, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: Mark Serdiuk, Narumow: Serhii Moskalchuk, Der Festordner: Constantin Bauer, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Anthea Barać, Mascha / Prilepa: Yejin Kim Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
2026
Sa
07
Nov
Pique Dame Samstag, 07. November 2026, 19:30 Uhr, Opernhaus
19:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Francesco Angelico Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Matteo Guerzè, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: SeungJick Kim, Narumow: Yannick Spanier, Der Festordner: SeungJick Kim, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Cassandra Doyle, Mascha / Prilepa: Yejin Kim Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
2026
So
15
Nov
zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Pique Dame Sonntag, 15. November 2026, 18:30 Uhr, Opernhaus
18:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Francesco Angelico Hermann: Xavier Moreno, Graf Tomski / Zlatogor: Philipp Jekal, Fürst Jelezki: Matteo Guerzè, Tschekalinski: Michał Prószyński, Surin: Daniel Eggert, Tschaplizki: Mark Serdiuk, Narumow: Yannick Spanier, Der Festordner: Constantin Bauer, Die Gräfin: Helen Donath, Lisa: Kiandra Howarth, Polina / Milowzor: Anthea Barać, Mascha / Prilepa: Viola Westhues Chor der Staatsoper Hannover, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
1. Akt
1. Bild
Hermann ist fasziniert vom Reichtum und Glanz der Upper Class. Der Zugang zu dieser exklusiven Gesellschaft bleibt ihm aber aufgrund mangelnder finanzieller Mittel verwehrt. Seinem Freund Tomski vertraut er an, in eine adlige Frau verliebt zu sein, deren Namen er nicht kennt. Fürst Jelezki verkündet, mit Lisa verlobt zu sein. Zu seinem Entsetzen muss Hermann feststellen, dass Lisa niemand anderes ist als die von ihm heimlich Angebetete. Lisas Großmutter, die Gräfin, fürchtet sich vor Hermann. Tomski erzählt, warum die Gräfin auch „Pique Dame" genannt wird: In ihrer Jugend sei sie dem Kartenspiel verfallen gewesen. Der Graf Saint-Germain habe ihr als Gegenleistung für eine gemeinsam verbrachte Nacht das Geheimnis der drei Karten enthüllt, die im Spiel sicher den Gewinn bringen. Zweimal habe sie das Geheimnis schon jemandem anvertraut. Verrate sie es noch einem Dritten, so werde sie laut einer Prophezeiung durch dessen Hand sterben. In Hermann erwacht der Wunsch, das Geheimnis zu erfahren: Käme er mit dessen Hilfe am Spieltisch zu Reichtum, wäre er möglicherweise doch noch eine akzeptable Partie für Lisa.
2. Bild
Lisa und ihre Freundinnen musizieren gemeinsam, doch Lisa ist in düsterer Stimmung. Später, als sie allein ist, gesteht sie sich ein, dass sie den Fürsten nicht liebt. Stattdessen denkt sie nur an Hermann, den mysteriösen Fremden, der sie immer aus der Ferne beobachtet. Plötzlich steht Hermann vor ihr und erklärt ihr seine Liebe.
2. Akt
3. Bild
Bei einem Fest bemerkt Fürst Jelezki die Traurigkeit von Lisa und bittet sie, sich ihm anzuvertrauen. Hermann erhält einen Brief von Lisa mit der Aufforderung, sie später am Abend noch zu treffen. Hermanns Gedanken kreisen immer mehr um das Geheimnis der drei Karten. Eine Pastorale mit dem Titel Die Aufrichtigkeit der Schäferin wird aufgeführt. Das Stück handelt von einer Hirtin, die ihren reichen Bewerber zurückweist und sich stattdessen für einen armen, sie aber leidenschaftlich liebenden Hirten entscheidet. Lisa beschreibt Hermann den Weg zu ihrem Zimmer, der durch das Schlafgemach der Gräfin führe. Sie verabreden sich noch für dieselbe Nacht.
4. Bild
Hermann versteckt sich im Zimmer der Gräfin, die sich an ihre glückliche Jugend erinnert. Hermann zeigt sich und fordert sie auf, ihr das Geheimnis der drei Karten zu verraten. Als sie schweigt, droht Hermann ihr Gewalt an. Die Gräfin stirbt. Lisa tritt hinzu und muss erkennen, dass Hermann den Tod ihrer Großmutter verursacht hat und dass er nicht ihretwegen gekommen ist, sondern wegen des Karten-Geheimnisses.
3. Akt
5. Bild
Lisa schreibt Hermann in einem Brief, sie sei davon überzeugt, dass er den Tod der Gräfin nicht gewollt habe. Sie erwarte ihn bis Mitternacht. Hermann wird von Wahnvorstellungen heimgesucht: Immer wieder durchlebt er die Erinnerung an das Begräbnis der Gräfin. Als er in den Sarg geschaut hatte, war es ihm vorgekommen, als habe ihm die tote Gräfin zugeblinzelt. Hermann hört Schritte. Der Geist der Gräfin tritt ihm entgegen und nennt ihm drei Karten: die Drei, die Sieben und das As. Wenn Hermann bereit sei, Lisa zu heiraten, werde er mit diesen Karten im Spiel gewinnen.
6. Bild
Lisa wartet auf Hermann. Kurz nach Mitternacht kommt er tatsächlich. Lisa möchte mit ihm fliehen, doch Hermanns Ziel ist das Spielcasino. Lisa erkennt, dass Hermann gänzlich dem Spiel verfallen und sie ihm mittlerweile völlig gleichgültig geworden ist. Sie nimmt sich das Leben.
7. Bild
Fürst Jelezki besucht zum ersten Mal ein Spielcasino. Er berichtet Tomski, dass er kein Bräutigam mehr sei und dass er sich an seinem Nebenbuhler Hermann rächen wolle. Hermann setzt am Spieltisch erst auf die Drei, dann auf die Sieben. Beide Male gewinnt er hohe Summen. Beim dritten Mal spielt Hermann gegen Fürst Jelezki. Er meint, als Gewinnkarte das As gewählt und gewonnen zu haben, aber er verliert alles, denn tatsächlich hat er sein Geld auf die Pik Dame gesetzt. Hermann erscheint erneut der Geist der Gräfin, der ihn auslacht. Hermann tötet sich. In einer letzten Vision ist es ihm, als sehe er Lisa, die ihm vergibt.
1. Bild
Hermann ist fasziniert vom Reichtum und Glanz der Upper Class. Der Zugang zu dieser exklusiven Gesellschaft bleibt ihm aber aufgrund mangelnder finanzieller Mittel verwehrt. Seinem Freund Tomski vertraut er an, in eine adlige Frau verliebt zu sein, deren Namen er nicht kennt. Fürst Jelezki verkündet, mit Lisa verlobt zu sein. Zu seinem Entsetzen muss Hermann feststellen, dass Lisa niemand anderes ist als die von ihm heimlich Angebetete. Lisas Großmutter, die Gräfin, fürchtet sich vor Hermann. Tomski erzählt, warum die Gräfin auch „Pique Dame" genannt wird: In ihrer Jugend sei sie dem Kartenspiel verfallen gewesen. Der Graf Saint-Germain habe ihr als Gegenleistung für eine gemeinsam verbrachte Nacht das Geheimnis der drei Karten enthüllt, die im Spiel sicher den Gewinn bringen. Zweimal habe sie das Geheimnis schon jemandem anvertraut. Verrate sie es noch einem Dritten, so werde sie laut einer Prophezeiung durch dessen Hand sterben. In Hermann erwacht der Wunsch, das Geheimnis zu erfahren: Käme er mit dessen Hilfe am Spieltisch zu Reichtum, wäre er möglicherweise doch noch eine akzeptable Partie für Lisa.
2. Bild
Lisa und ihre Freundinnen musizieren gemeinsam, doch Lisa ist in düsterer Stimmung. Später, als sie allein ist, gesteht sie sich ein, dass sie den Fürsten nicht liebt. Stattdessen denkt sie nur an Hermann, den mysteriösen Fremden, der sie immer aus der Ferne beobachtet. Plötzlich steht Hermann vor ihr und erklärt ihr seine Liebe.
2. Akt
3. Bild
Bei einem Fest bemerkt Fürst Jelezki die Traurigkeit von Lisa und bittet sie, sich ihm anzuvertrauen. Hermann erhält einen Brief von Lisa mit der Aufforderung, sie später am Abend noch zu treffen. Hermanns Gedanken kreisen immer mehr um das Geheimnis der drei Karten. Eine Pastorale mit dem Titel Die Aufrichtigkeit der Schäferin wird aufgeführt. Das Stück handelt von einer Hirtin, die ihren reichen Bewerber zurückweist und sich stattdessen für einen armen, sie aber leidenschaftlich liebenden Hirten entscheidet. Lisa beschreibt Hermann den Weg zu ihrem Zimmer, der durch das Schlafgemach der Gräfin führe. Sie verabreden sich noch für dieselbe Nacht.
4. Bild
Hermann versteckt sich im Zimmer der Gräfin, die sich an ihre glückliche Jugend erinnert. Hermann zeigt sich und fordert sie auf, ihr das Geheimnis der drei Karten zu verraten. Als sie schweigt, droht Hermann ihr Gewalt an. Die Gräfin stirbt. Lisa tritt hinzu und muss erkennen, dass Hermann den Tod ihrer Großmutter verursacht hat und dass er nicht ihretwegen gekommen ist, sondern wegen des Karten-Geheimnisses.
3. Akt
5. Bild
Lisa schreibt Hermann in einem Brief, sie sei davon überzeugt, dass er den Tod der Gräfin nicht gewollt habe. Sie erwarte ihn bis Mitternacht. Hermann wird von Wahnvorstellungen heimgesucht: Immer wieder durchlebt er die Erinnerung an das Begräbnis der Gräfin. Als er in den Sarg geschaut hatte, war es ihm vorgekommen, als habe ihm die tote Gräfin zugeblinzelt. Hermann hört Schritte. Der Geist der Gräfin tritt ihm entgegen und nennt ihm drei Karten: die Drei, die Sieben und das As. Wenn Hermann bereit sei, Lisa zu heiraten, werde er mit diesen Karten im Spiel gewinnen.
6. Bild
Lisa wartet auf Hermann. Kurz nach Mitternacht kommt er tatsächlich. Lisa möchte mit ihm fliehen, doch Hermanns Ziel ist das Spielcasino. Lisa erkennt, dass Hermann gänzlich dem Spiel verfallen und sie ihm mittlerweile völlig gleichgültig geworden ist. Sie nimmt sich das Leben.
7. Bild
Fürst Jelezki besucht zum ersten Mal ein Spielcasino. Er berichtet Tomski, dass er kein Bräutigam mehr sei und dass er sich an seinem Nebenbuhler Hermann rächen wolle. Hermann setzt am Spieltisch erst auf die Drei, dann auf die Sieben. Beide Male gewinnt er hohe Summen. Beim dritten Mal spielt Hermann gegen Fürst Jelezki. Er meint, als Gewinnkarte das As gewählt und gewonnen zu haben, aber er verliert alles, denn tatsächlich hat er sein Geld auf die Pik Dame gesetzt. Hermann erscheint erneut der Geist der Gräfin, der ihn auslacht. Hermann tötet sich. In einer letzten Vision ist es ihm, als sehe er Lisa, die ihm vergibt.
- Musikalische Leitung Francesco Angelico / Tobias Wögerer
- Inszenierung Roland Schwab
- Bühne Piero Vinciguerra
- Kostüme Gabriele Rupprecht
- Licht Andreas Schmidt
- Chor Lorenzo Da Rio
- Kinderchor Tatiana Bergh
- Dramaturgie Daniel Menne
- Xchange Matthias Brandt
- Hermann Xavier Moreno
- Graf Tomski / Zlatogor Philipp Jekal
- Fürst Jelezki Max Dollinger / Matteo Guerzè
- Tschekalinski Michał Prószyński
- Surin Daniel Eggert
- Tschaplizki SeungJick Kim / Mark Serdiuk
- Narumow Serhii Moskalchuk / Yannick Spanier
- Der Festordner SeungJick Kim / Constantin Bauer
- Die Gräfin Helen Donath
- Lisa Kiandra Howarth
- Polina / Milowzor Anthea Barać / Cassandra Doyle
- Mascha / Prilepa Yejin Kim / Viola Westhues
- Chor der Staatsoper Hannover
- Kinderchor der Staatsoper Hannover
- Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Hör’n Sie mal!
Wir tauchen gemeinsam mit Ihnen tief in die Musik ein: Die Dirigenten der Neuproduktionen erläutern im Gespräch mit den Dramaturginnen und Dramaturgen der Staatsoper anschaulich Besonderheiten der Partitur und Möglichkeiten, die sich daraus für die szenisch-musikalische Interpretation ergeben. Ein Angebot für alle, die mehr wissen wollen. Mehr dazu
Wir tauchen gemeinsam mit Ihnen tief in die Musik ein: Die Dirigenten der Neuproduktionen erläutern im Gespräch mit den Dramaturginnen und Dramaturgen der Staatsoper anschaulich Besonderheiten der Partitur und Möglichkeiten, die sich daraus für die szenisch-musikalische Interpretation ergeben. Ein Angebot für alle, die mehr wissen wollen. Mehr dazu
Bitte beachten Sie: In der Inszenierung kommt Stroboskop-Licht zum Einsatz.
Mit freundlicher Unterstützung