Anja Zihlmann

Geboren und aufgewachsen in der Schweiz, studierte Freie Kunst mit Schwerpunkt Bühnenraum an der HFBK Hamburg (B.A. Abschluss, März 2018). Das Spektrum ihrer Arbeiten erstreckt sich von freien Rauminstallationen über Bühnenbilder bis hin zu Filmausstattungen. Sie gestaltet Räume, die das Publikum auffordern ungewohnte Perspektiven einzunehmen und sich mit den eigenen Erwartungen und Blickpunkten auseinander zu setzen. In der Zusammenarbeit mit der Theaterregisseurin Sophia Barthelmes gestaltete sie die Bühnenbilder für „Räterepublik Baiern" (2018) am ETA Hoffmann Theater in Bamberg, „Mauser " von Heiner Müller (2018) auf Kampnagel in Hamburg, „Hamletmaschine" von Heiner Müller (2016) in der Thalia Gaußstrasse und „Eine Stunde Faust" (2016/ 2017), welches im St. Pauli Theater und TheOs Wilhelmshaven aufgeführt wurde. Gemeinsam schaffen sie Inszenierungen mit choreografischen und rhythmischen Elementen, die das Publikum auffordern zwischen simultan ablaufenden Stimuli zu mäandrieren, Fragmente zu greifen, wieder loszulassen, und sich dem angeregten Treiben hinzugeben. Anja Zihlmanns freie Arbeiten bestehen aus vervielfachten sich wiederholenden Einzelteilen, welche durch ihre Anordnung gemeinsam ein grösseres Ganzes ergeben, dessen Erscheinungsbild sich beim Durchschreiten des Raumes stetig wandelt. Ihre Installation „Spiegelfragmente" war an den Lessingtagen (2016) des Thalia Theaters Hamburg ausgestellt. Außerdem stattete sie den Abschlussfilm von Jelena Pavlovic ???? (Echo) (2018) aus, welcher den Förderpreis für den besten Abschlussfilm der Zürcher Hochschule der Künste erhielt. Ende Mai (2019) ist sie Stipendiatin des Forum junger Theaterschaffender (FjT) am sechsten Schweizer Theatertreffen.

In der Spielzeit 2019/20 entwirft sie am Schauspiel Hannover das Bühnenbild für das mobile Theaterprojekt „What the fuck".