mit der Musik zu Schwanensee von Pjotr Tschaikowski
Das Märchen von der Schwanenkönigin Odette, die nur durch ewige Liebe vom Zauber Rotbarts erlöst werden kann, reizt bis heute mit seinen magischen Bildwelten und seelischen Untiefen zu immer neuen Auseinandersetzungen. So auch Goyo Montero, der in seiner ersten Uraufführung für das Staatsballett Hannover seine Bewunderung des klassischen Balletts mit seiner eigenen Entwicklung als zeitgenössischer Choreograf verbindet und uns die bekannte Geschichte aus einer anderen Perspektive zeigt. Schwanensee. Rotbarts Geschichte lenkt den Blick auf eine Figur, die das gesamte Geschehen im Griff hat, die wir aber kaum kennen. Atemberaubende Tanzbilder erzählen von einem vom Weg abgekommenen Königssohn, von schmerzenden Traumata, geheimen Sehnsüchten und dem Wissen, dass Menschen immer wieder die gleichen Fehler begehen. Goyo Monteros Schwanensee ist die faszinierend abgründige Geschichte eines gefährlichen Außenseiters: die Geschichte Rotbarts.
Termine und Tickets
- Musikalische Leitung Piotr Jaworski
- Choreografie und Inszenierung Goyo Montero
- Bühne Leticia Gañán Calvo / Curt Allen Wilmer
- Kostüme Salvador Mateu Andújar
- Licht Andreas Schmidt
- Video Álvaro Luna
- Dramaturgie Anne do Paço
- Xchange Bettina Stieler
- Rotbart Jay Ariës / Carl van Godtsenhoven
- Weißer Schwan Antoine Charbonneau / Kade Cummings
- Schwarzer Schwan Alisa Uzunova / Emily Seymour
- Zwei Narren Nicolás Alcázar Sánchez / Edward Nunes
- Der König, Rotbarts Vater Carl van Godtsenhoven / Jay Ariës
- Die Königin, Rotbarts Mutter Diana van Godtsenhoven
- Die Graduierten Luca Branca / Daniel Róces / Emily Seymour / Stella Tozzi / Jeremy Villas / Ammanda Rosa
- Minotauros Alex Akapohi
- Gemini Kade Cummings / Stella Tozzi / Antoine Charbonneau / Camryn Pearson
- Vier Automaten Ammanda Rosa / Emily Seymour / Natalie Wong / Diana van Godtsenhoven / Sofia Fagioli
- Einhorn Antoine Charbonneau / Kade Cummings
- Siegfried Martin Balabán
- Staatsballett Hannover
- Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Mediathek
Exklusive Einblicke in die Neuproduktionen bietet das Staatsballett mit jeweils zwei Veranstaltungen vor einer Premiere: Bei einer Öffentlichen Probe haben Sie die Möglichkeit, den Künstler:innen mitten in der Arbeit zuzuschauen. In den Matineen erhalten Sie umfassende Einblicke in eine Produktion: In Gesprächen lernen Sie die beteiligten Künstler:innen kennen, erfahren Interessantes über die Werke und ihre Umsetzung und sehen Ausschnitte aus den Choreografien mit den Tänzer:innen des Staatsballetts.
Hör'n Sie mal!
Regelmäßig widmen wir uns unseren Neuproduktionen in einem eigenen, etwa 1 1/2-stündigen Programm mit Fokus auf der Musik: Die Dirigenten der Neuproduktionen erläutern im Gespräch mit den Dramaturg:innen der Staatsoper anschaulich Besonderheiten der Partitur und Möglichkeiten, die sich daraus für die szenisch-musikalische Interpretation ergeben. Ein Angebot für alle, die mehr wissen wollen. Zu den Terminen
Das ist das geniale, das politische Moment dieser – im Übrigen fantastisch getanzten, dirigierten und musizierten – Aufführung: Sie macht unmissverständlich klar, dass Gewaltspiralen immer einen Vorlauf haben, aber niemals von selbst zum Stillstand kommen. Das Premierpublikum reagiert mit stehenden Ovationen.
Die Begeisterung ist raumfüllend (…).
Das Staatsballett Hannover brilliert mit einem ganz neuen Zugriff auf den ewigen Klassiker, der Ballettgeschichte schreiben dürfte.
Die Story klingt nach Netflix, aber erzählt wird sie mit den Mitteln eines furiosen Tanztheaters, entfesselt von Goyo Montero und einem Ensemble, das sich mit jeder Faser hineinwirft in Schwanensee. Rotbarts Geschichte. (...) Das ist das geniale, das politische Moment dieser – im Übrigen von Piotr Jaworski fantastisch dirigierten und vom Niedersächsischen Staatsorchester ebenso hinreißend musizierten – Aufführung: Sie macht unmissverständlich klar, dass Gewaltspiralen immer einen Vorlauf haben, aber niemals von selbst zum Stillstand kommen. Stehende Ovationen am Ende (…) Der Tschaikowsky-Trip nach Hannover lohnt. Auf ganzer Linie.