Konzert

2. Sinfoniekonzert: TRAUER UND VERSÖHNUNG

Kein Werk des Schmerzes – sondern ein Werk übermenschlicher Kraft.

Bela Bartok (1881 – 1945)
Konzert für Viola und Orchester Sz 120

Josef Suk (1874 – 1935)
Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 27 Asrael

Opernhaus


Ab 12 Jahren

Termine und Karten

Musikalische Leitung Thomas Hanus


Solist Nils Mönkemeyer


Inhalt

Mit großer Freude präsentiert die Staatsoper Hannover den Dirigenten Tomáš Hanus zum ersten Mal am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters und in Hannover überhaupt. Tomáš Hanus galt zunächst als Spezialist für das Opernrepertoire seiner tschechischen Heimat: Er debütierte 2001 am Nationaltheater Prag mit Smetanas Die Teufelswand, 2007 an der Opéra National de Paris mit Janáčeks Die Sache Makropulos, 2009 an der Bayerischen Staatsoper mit Janáčeks Jenůfa, 2017 an der Wiener Staatsoper mit Dvořáks Rusalka. Doch spätestens, seit er 2016 Music Director der Welsh National Opera in Cardiff wurde, überzeugt Tomáš Hanus mit seinem breiten Opern- und Konzertrepertoire, dirigiert mit großem Erfolg und überwältigenden Kritiken die großen Klangkörper Europas.

"Es ist kein Werk des Schmerzes – sondern ein Werk übermenschlicher Kraft." (Josef Suk)

Auch wenn eine Festlegung auf die tschechische Musik viel zu kurz greift, ist Tomáš Hanus doch genau der Richtige, um in Hannover zum ersten Mal eine Sinfonie von Josef Suk vorzustellen. Wer einmal in die Musik des Schülers und Schwiegersohns von Antonín Dvořák eingetaucht ist, fragt sich, warum dieser nicht viel bekannter ist! Erst in den letzten Jahren sind seine großen sinfonischen Werke, die er über Jahrzehnte in einem umfassenden Zyklus angelegt hat, in das Bewusstsein von Dirigent:innen, Orchestern und Klassikpublikum gerückt. Seine 2. Sinfonie mit dem Beinamen Asrael ist ein monumentales, mitreißendes, anrührendes Werk um Tod, Trauer und Versöhnung, benannt nach Asrael, dem Todesengel der islamischen und jüdischen Mythologie.

Ein weiteres Werk des Abschieds ist das Bratschenkonzert von Béla Bartók, das der Komponist bei seinem Tod 1945 vollständig skizziert, doch unvollendet hinterließ. „Es tut mir leid, dass ich mit vollem Gepäck scheiden muss“, schrieb Bartók an einen Freund. Mit Nils Mönkemeyer konnte der wohl renommierteste Bratschist seiner Generation als Solist verpflichtet werden, der seinem in der öffentlichen Wahrnehmung mitunter vernachlässigten Instrument mit künstlerischer Brillanz und innovativen Programmen zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat.