Diversity - Work in Progress

Chronik einer lernenden Institution

Vielfalt birgt große Innovationskraft, dies gilt auch für die Kultur. Diesen Spirit möchten wir leben und in die Gesellschaft tragen.

Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes, entwickeln wir gemeinsam mit Leyla Ercan, unserer Agentin für Diversität, seit der Spielzeit 2019/20 neue Perspektiven und Visionen für das Theater – ein Theater, das die kulturelle Diversität der Stadtgesellschaft sichtbar und erfahrbar machen soll: im Programm, im Publikum und im Personal des Staatstheaters.

Struktureller Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Thema – da bildet auch das Theater keine Ausnahme. Wir haben uns auf den Weg gemacht, um Vielfalt nicht nur nach außen in unserem Programm, sondern auch nach innen in unseren Arbeitsprozessen und dem kollegialen Miteinander zu leben. Dieser Weg ist mitunter steinig und langwierig, aber wir sind entschlossen und möchten ihn transparent und gemeinschaftlich gestalten - ohne dabei in die Falle des Tokenism zu tappen. Wir sind kritisierbar, aber nur im Dialog und gegenseitigen Austausch können wir uns verändern.

In dieser Chronik finden Sie Einblicke in unseren Prozess als lernende Institution.

Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

 

Kontakt

Leyla Ercan, Agentin für Diversität

leyla.ercan@staatstheater-hannover.de

 

Was macht eigentlich eine Diversitätsagentin und wie sehen ihre Aufgaben aus? Sehen Sie hier Leyla Ercan im Video-Porträt.

 


 

10.04.2022

Eine auffallende Gereiztheit bestimmt unsere Zeit. Sie äußert sich in hitzigen Wortgefechten und einem sich verhärtenden Tonfall. Oftmals geht es um Themenbereiche wie Sprache, Zugehörigkeit oder „Political Correctness“. Auch das Schauspielhaus und sein Programm regen zu medialen Diskursen über Diversität und Repräsentation an. Fragen nach Gerechtigkeit, Gleichheit, Entwicklung sind für unsere Gesellschaft wichtig – und wir möchten sie gemeinsam diskutieren. Wie gehen wir mit Meinungspluralität und Widerspruch um? Wie spricht die offene Gesellschaft? Wir laden unter dem Titel Wie wollen wir sprechen? zum Bürger:innen-Dialog ins Schauspielhaus ein, um im interaktiven Fishbowl-Format mit Expert:innen, Akteur:innen und Bürger:innen der Stadt Hannover ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben.
Mit: Tchadarou Abdoul (Vorstand Generation Postmigration), Sonja Anders (Intendantin Schauspiel Hannover), Hendrik Brandt (Chefredakteur Hannoversche Allgemeine Zeitung), Ulrika Engler (Leiterin Landeszentrale für politische Bildung), Leyla Ercan (Diversitätsagentin), Sergey Harutoonian (Kurator Kunstverein Hannover), Miriam Ibrahim (Regisseurin und Dramaturgin), Moderation: Modou Diedhiou

 

15.03.2022

Mit dem Ensemble des Balletts und weiteren Kolleg:innen findet ein Workshop „Einführung in Rassismuskritik“ statt, in dem über konkrete Produktionen der letzten Spielzeit reflektiert werden soll. Der Workshop bietet die Möglichkeit, vertieft und differenziert mit den aufgeworfenen Fragen - u.a. zu kolonialrassistischen Stereotypen und Bildern auf der Bühne, zu kultureller Aneignung, zu unbewussten alltagsrassistischen Handlungsmustern uvm.- auseinanderzusetzen. (Pandemiebedingt musste der Workshop leider abgesagt werden. Die Referent*innen Dennis Sadik Kirschbaum und Nora Benariba haben aber bereits versprochen: sobald der Theaterbetrieb wieder läuft, holen sie den Workshop nach.)

 

05.03.2022

Unter dem Titel Mир! Sholem! Frieden! Stoppt den Krieg – Solidarität mit der Ukraine findet eine Veranstaltung im Schauspielhaus statt: Gemeinsam mit ukrainischen, jüdischen, belorussischen Stimmen und Akteur:innen der Stadt wird gesungen, musiziert, gelesen, geredet und zusammen der Opfer des Angriffskrieges gedacht. Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine und all jenen, die sich für Frieden einsetzen. Mit Beiträgen von Yevgen Bruckmann – Liberale Jüdische Gemeinde Hannover, Ukrainischer Verein in Niedersachsen e.V., Yuriy Gurzhy, Sasha Marianna Salzmann, Ministerpräsident Stephan Weil, Oberbürgermeister Belit Onay, Ganna Gryniva, Yevgenia Belorusets, Valzhyna Mort, Stephan Zilias und weitere Künstler:innen der Staatsoper Hannover, Viktoria Miknevich, Neues Künstlertheater, Katja Sigutina – TaMaR Germany e.V. und vielen mehr.

 

 
 

März 2022

Im Fachmagazin Die Deutsche Bühne (Ausgabe 03/2022) formuliert Schauspiel-Intendantin Sonja Anders in einem Gastbeitrag die Chancen und Herausforderungen, die eine vielfältige Gesellschaft an den Theaterbetrieb stellt. Zum Artikel.

 

01.03.2022

Die neue Gleichstellungsbeauftragte und ihre Stellvertretung treten ihr Amt an: Cornelia León-Villagrá (Maske Schauspiel) und Kolya Gabriel Kehrberg (Technik). Wir freuen uns über die genderparitätische Zusammensetzung des GB-Teams und wünschen viel Erfolg!

 

Februar 2022

Schauspiel und Staatsoper Hannover planen zusammen mit dem Verein Can Arkadas e.V. und dem Kulturbüro der Stadt Hannover Deutsch-Türkischen Kulturtage, die von Sept bis November 2022 stattfinden und unter dem Motto „Starke Frauen“ stehen werden. Die Auftaktveranstaltung mit musikalischem Programm (Fazil Say, Dj Ipek) und mit spannenden Podiumsgäst:innen findet am 22. September 2022 am Schauspielhaus statt. Lasst euch überraschen!

 

23.02.2022

Diversitätsagent André Uelner von der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz aus Ludwigshafen ist zu Gast in Hannover und stellt die aktuelle Studie „0,63% - Wie divers sind deutsche Orchester?“ vor. Gemeinsam mit seinen Kolleg:innen vom transkulturellen Ensemble Colourage, Laila Mahmout und Simon Bernstein, geht er ins Gespräch mit den Mitgliedern des Staatsorchesters Hannover über die Zukunft und mögliche Diversifizierungsansätze des deutschen Berufsorchesters.

 

Januar und Februar 2022

Wie läuft die Diversitätsentwicklung am Staatstheater Hannover? Wie können wir von euch lernen? Wie funktionieren diskriminierungskritische Personalauswahlverfahren? Diversitätsagentin Leyla Ercan geht ins Gespräch mit der Hamburger Behörde für Kultur und Medien, mit Studierenden des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, mit der Heinrich-Böll-Stiftung (Bund), mit Studierenden der Theaterakademie Hamburg, mit dem Historischen Museum Hannover und erzählt über die praktischen Ansätze am Staatstheater Hannover.

 

24.-26.01.2022

Die erste digitale Theatertagung „AUFBRECHEN! Ran an die Strukturen!“, organisiert von den Diversitätsagent:innen des „360°-Fonds für die Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes, findet statt. Die Strategien und Tools, die vorgestellt und kritisch reflektiert werden, beziehen sich auf verschiedene Handlungsfelder im Theaterbetrieb: auf künstlerische Auswahlprozesse, auf normative Kunst- und Kulturverständnisse, auf den Kanon, den Umgang mit rassistischen Vorfällen, auf rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen, auf diskriminierungskritische Forschung und auf die spezifischen Barrieren im Klassikbereich. Die Tagung adressiert Akteur:innen, die im Handlungsfeld Theater – strategisch, operativ, künstlerisch, wissenschaftlich – aktiv tätig sind und konkrete anwendungsorientierte Instrumentarien und Strategien kennenlernen und kritisch diskutieren möchten. Die Tagung richtet sich darüber hinaus auch an kulturpolitische Akteur:innen auf kommunaler und Länderebene, an Forscher:innen, an Vertreter:innen von Verbänden, Stiftungen und Netzwerken sowie Interessierte, die einen praxisorientierten Einblick in die Diversitäts- und Strukturfragen an deutschen Theatern gewinnen möchten. Gemeinsam mit André Uelner von der Staatsphilharmonie Ludwigshafen organisiert und moderiert Leyla Ercan ein Panel zu „Barrieren und Beharrungskräfte im deutschen Klassikbetrieb“, an dem Cymin Samawatie (Trickster Orchestra) und Alexander von Nell (Netzwerk Junge Ohren) als Gäst:innen teilnehmen.

 

13.01.2022

In einer intensiven und spannenden Jurysitzung mit der Intendantin Laura Berman, Ellison Renee Glenn (aka Black Cracker; Performer, Produzent, Komponist, Kreativberater) Sina-Mareike Schulte (Musikland Niedersachsen), Andras Siebold (Theater auf Kampnagel) wird die Multmedia-Künstlerin Olivia Hyunsin Kim aus knapp 70 Bewerbungen als 360°-Composer-in-Residence gewählt. Sie wird ab Januar 2023 für 6 Monate an der Staatsoper Hannover residieren und in Kooperation mit den Künstler:innen an der Oper neue Ideen anstoßen: Ziel der Residenz ist es mit neuen Perspektiven, Klängen, Stimmen und Technologien die Welt des klassischen europäisch geprägten Musiktheaters und der Oper für die plurale Stadtgesellschaft und ihre vielfältigen Gruppen zu öffnen, zu erweitern und attraktiver zu gestalten. Dazu Olivia Hyunsin Kim: „Meine Kunst beginnt aus einer queer-feministischen und postkolonialen Perspektive auf Sachen, die oft als die „Norm“ oder der „Kanon“ gelten und die ich hinterfragen möchte. Ich interessiere mich mehr für „die Zwischengeräusche“, die parallel zu der einen vorherrschenden Geschichtserzählung stattgefunden haben. In Hannover möchte ich mich genau auf die Suche nach diesen Zwischengeräuschen machen und die Leute kennenlernen und würdigen, die diese Arbeit geleistet haben. Ich möchte die Oper als eine Art Gastgeberin nutzen, um Begegnungen zu ermöglichen.“

 

Januar 2022

Die Geschäftsführer:innen Laura Berman, Sonja Anders und Jürgen Braasch ziehen gemeinsam mit Diversitätsagentin Leyla Ercan Zwischenbilanz: Was bedeutet Diversität für das Staatstheater Hannover? Zum Video

Foto: Clemens Heidrich

 

10.01.2022

Auch das Nds. Staatstheater Braunschweig möchte sich auf den Weg zu einer diverstätsorientierten Organisationsentwicklung machen. Eine erste Arbeitssitzung mit einem Impulsvortrag von Leyla Ercan und anschließendem Austausch mit der Intendantin Dagmar Schlingmann und der gesamten Leitungsebene des Staatstheaters Braunschweig findet statt.

 

17.12.2021

Gemeinsam mit Kolleg:innen aus diversen technischen Abteilungen, Kommunikation und Marketing wird der Arbeitskreis „Frauen in technischen Berufen an der Staatsoper“ gegründet.

 

16.12.2021

Ein wichtiger und spannender Workshop mit Diversity-Trainerin Helga Barbara Gundlach für die Technik-Crew am Schauspiel Hannover muss leider pandemiebedingt ausfallen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: der Workshop zum „Wertschätzenden Miteinander in heterogenen Teams“, mit Fokus Genderdiversität, wird im Frühling 2022 auf jeden Fall nachgeholt.

 

01.-02.12.2021

Dramaturgin und Leiterin der Vermittlungsabteilung Barbara Kantel, Dan Thy Nguyen (Festivalleiter, Künstler, Autor) und Ferdaouss Adda (Referentin) und Leyla Ercan (Diversitätsagentin) organisieren die Jahrestagung der ASSITEJ-Nord „ALMOST BEST PRACTICE: Ein Fachtreffen zu diversitätssensibler Arbeit im Theater für Junges Publikum“ an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Zentrale Fragen: Wie kann das Theater für junges Publikum, das diskriminierungskritisch agieren möchte, Herausforderungen meistern, Dilemmata und Widersprüche auflösen? Ziel der Tagung ist, die dafür notwendigen Transformationsprozesse anzustoßen.

 

24.-26.11.2021

Die digitale Jahrestagung „Ungeduld Auf dem Weg zu mehr Diversität in Kulturinstitutionen“ im Rahmen des 360°-Programms der Kulturstiftung des Bundes findet statt: Leyla Ercan ist dabei mit dem Lightning Talk „It’s all about belonging: Die Herausforderungen der Personaldiversifizierung am Theater“ und dem Workshop „Strukturelle Veränderungen durch Personalpolitik: Strategien zum Aufbau eines diversen Personalstamms“, in dem sie u.a. über die Personalgewinnungs- und –Entwicklungsansätze des Staatstheaters Hannover berichtet.

 

09.11.2021

Auf Initiative von Vanessa Gerlach aus der Maske des Schauspiel Hannover und Abteilungsleiter Guido Burghart findet mit der Diversitätsagentin ein Workshop zu kolonialen Traditionen und Sehgewohnheiten im Theaterkanon, mit Fokus auf Kostüm und Maske, statt. Wir erkennen, wie tief in die Produktions- und Arbeitsweisen und in die Tiefenstrukturen des Theaterbetriebs die vielen gesellschaftspolitischen Diskurse und Herausforderungen rund um Rassismus, Kolonialismus, Sexismus gehen. Wir erkennen, wie sehr wir alle noch umdenken und neudenken lernen müssen. Die Maske Schauspiel möchte an diesen Fragen dran bleiben! Weitere Workshops sind geplant.

 

25.10.2022

Zusammen mit der Teamerin Laura Müller organisiert Diversitätsagentin Leyla Ercan eine Teamschulung für das gesamte Ensemble am Schauspiel, das wichtige Impulse zur weiteren Teamentwicklung gibt. Regelmäßige Team-Tage werden etabliert und es wird entschieden: das Ensemble möchte sich auch in Zukunft stärker miteinander und mit der gemeinsamen Arbeit auseinandersetzen und eine neue Kultur des wertschätzenden, kritisch-konstruktiven Miteinanders etablieren.

 

21.10.2021

Schauspiel-Intendantin Sonja Anders und Diversitätsagentin Leyla Ercan wirken beim Findungsverfahren für die neue Intendanz am Theater Rampe in Stuttgart mit. Während Leyla Ercan bei der Gestaltung eines transparenten, diversitätsgerechten Findungsprozesses berät und im Kick-Off des Verfahrens als Referentin (Vortrag: Intendanzfindung im Zeichen von Diversität und organisationalem Wandel) mitwirkt, ist Sonja Anders Teil der Findungskommission und ebnet den Weg für neue, transparente und zukunftsfähige Wege in der Besetzung von Intendanzen.

 

11.10.2021

Schauspiel-Intendantin Sonja Anders nimmt an der Podiumsdiskussion BE:COME VISIBLE - Unconscious Bias? hä, was ist das?in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin teil, eine Veranstaltung von Pro Quote Bühne e.V.

 

Oktober 2021

Ein Großteil der Arbeit einer Diversitätsagentin ist die externe Kommunikation, der fachliche Austausch im Kulturbetrieb und das „Mitnehmen“ der Stadtgesellschaft. So geht Diversitätsagentin Leyla Ercan auch im Oktober 2021 ins Gespräch mit verschiedenen Organisationen, gibt Impulsreferate oder Workshops, u.a. im Opera Forum von Opera Europe (Diversity Approaches at the Lower Saxony State Opera Hannover), mit enercity AG, mit der Identitätsstiftung GmbH, auf dem Fluctoplasma Festival Hamburg, mit den JuSos Hannover, mit dem Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. ( Bürger:innen-Dialoge: Die Stadtgesellschaft kommt zusammen), mit Performing Arts Programm Berlin (Lots:innen-Programm) von LAFT Berlin etc.

 

02.10.2021

Die dritte Spielzeit der Universen am Schauspiel Hannover wird eröffnet. Den Auftakt macht Stand-Up-Comedian Idil Baydar (bekannt durch ihre Kunstfigur Jilet Ayşe) mit anschließender Eröffnungsfeier in der Cumberlandschen Galerie. Die Universen starten den Oktober mit einer Feier der Neuen Doyçen Einheit und nutzen dabei Comedy als Empowerment – auch in den kostenlosen Workshops Stand Up and Speak, die Idil Baydar vom 08. bis 10.10. durchführt.
 
Am 30.10. wird bei Filmvorführungen und Diskussionen das vor 60 Jahren geschlossene Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei kritisch hinterfragt. Am 31.10. startet der mehrmonatige Workshop Es kamen Menschen an, in dem gemeinsam mit der Fotojournalistin Emine Akaba ein Archiv Hannoverscher Migrationsgeschichte entstehen soll.
 
Im Rahmen der neuartigen Literaturreihe Poetic Justice lädt Necati Öziri u.a. Sasha Marianna Salzmann ein, zusammen mit Çay & Çekirdek über das neue Buch Im Menschen muss alles herrlich sein zu diskutieren.

 

Universen - Idil Baydar und Murat Dikenci

 

11.09.2021

Wie gestalten sich Transformationsprozesse an Theatern? Und welche strukturellen Beharrungskräfte und Widerstände sind zu beobachten? Darüber hat Leyla Ercan auf der diesjährigen Digitaltagung Theater und Netz, einer Gemeinschaftsveranstaltung von Nachtkritik und der Heinrich-Böll-Stiftung referiert.

Geladen waren außerdem die baden-württembergische Staatssekretärin Petra Olschowski, die den Transformationsprozess am Badischen Staatstheater Karlssruhe mitgestaltet, Miriam Camara von der Beratungsagentur Akoma, die das Düsseldorfer Schauspielhaus bei den Rassismus-Vorfällen beratend begleitet, und Florian Fiedler, der als Intendant am Theater Oberhausen die Arbeitskultur zu verändern ansetzte.

Leyla Ercans Beitrag kann auf youtube angeschaut werden.

 

04.09.2021

Als Vorgeschmack auf die kommenden FARAFINA Afrokulturtage in 2022 veranstalte der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. in Kooperation mit dem Kulturbüro Hannover mit der Unterstützung des Freundeskreis Malawi e. V die Vorankündigungs-Veranstaltung PRE FARAFINA am 4. September in der Cumberlandschen Galerie.

Gemeinsam mit unserem Ensemble-Mitglied Nicolas Matthews, der Sängerin und Künstlerin Yasmin Agyemang und der Kulturschaffenden Iyabo Kaczmarek sprach Leyla Ercan über die Repräsentation von afrikanischen und afrodiasporischen Akteur*innen im Bereich der Kunst- und Kulturszene in Hannover/Niedersachsen.

 

September 2021

In der Staatsoper wird zu Beginn der Spielzeit 2021/22 die Arbeitsgruppe Denkraum gegründet. In der AG sollen z.B. der Umgang mit Rassismus, Sexismus und Ableismus – sowohl im Allgemeinen als auch schwerpunktmäßig die opernspezifischen Herausforderungen in diesem Kontext – kritisch reflektiert werden. Es sollen konkrete Aktivitäten angedacht werden, die in Richtung einer Öffnung von internen Abläufen und der Schaffung hierarchiearmer Diskussionsräume sowie der eigenen Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung zielen und die langfristigen, mittelfristigen und kurzfristigen Planungen des Hauses betreffen – in enger Abstimmung mit allen Interessierten.

 

22.-24.06.2021

Yarn Bombing Projekt des Deutschen Taubblindenwerks: Mit taktiler Kunst auf das Thema Taubblindheit aufmerksam machen – das ist erklärtes Ziel einer internationalen Initiative, an der sich auch das Deutsche Taubblindenwerk beteiligt. Im Rahmen von drei Aktionstagen im Juni 2021 wurden die Säulen des Opernhauses mit bunter Wolle umgarnt. Die Staatsoper Hannover ist dabei offizielle Projektpartnerin.
Hier berichtet der Fernsehsender h1 über das Projekt.

 

22.-23.06.2021

Große Strategieklausur vor der Sommerpause: Führungskräfte aus Oper und Schauspiel entwickeln gemeinsam Strategien für die weitere Diversitätsentwicklung in ihren Abteilungen und an den Nds. Staatstheater Hannover

 

10.06.2021

Die Kinderoper Die Gänsemagd wird als video on demand mit Audiodeskription gezeigt. Die Beschreibungen der visuellen Bühnenvorgänge ermöglichen blinden und sehbehinderten Menschen ein barrierefreies Erlebnis des Opernstreams.

 

08.06.2021

„Diversität am Theater“. Workshop und Austausch mit Dozierenden und Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hannover HMTH.

 

04.06.2021

Vortrag „Angst essen Theater auf? Wie man neue Erzählungen in alten Theaterstrukturen möglich macht“, Kongress Rien ne va plus? Alles ist möglich! Digitaler Fachkongress für Bühne, Kostüm & Regie, 4. – 6. Juni 2021

 

29.05.2021

Vortrag von Leyla Ercan zum Thema „Diversity Management“ an der Leibniz Universität, Institut für Arbeitswissenschaften.

 

Seit vielen Jahr arbeiten die Staatstheater Hannover zusammen mit der Aktion Kulturleben Hannover. Auch für die heutige digitale Vorstellung von Bilder deiner großen Liebe gibt es wieder kostenlose Tickets für Menschen mit geringem Einkommen.

 

22.05.2021

Beginn des CLINCH-Festivals – Leyla Ercan moderiert Panels über selbstorganisierte Bibliotheken in Hannover (Jüdische Bibliothek, Kargah-Bibliothek, Afro-Bibliothek, Iranische Bibliothek).

CLINCH ist ein Festival für künstlerische, theoretische und aktivistische Auseinandersetzung von Schwarzen Menschen, People of Color und (Post)Migrant*innen. Bei CLINCH ringen die Besucher*innen miteinander und füreinander um emanzipatorische antirassistische und antidiskriminierende Perspektiven. CLINCH setzt sich für postkoloniale und (post)migrantische Auseinandersetzung, Selbstorganisierung und Sichtbarkeit ein.

Heute findet zudem der Christopher Street Day (CSD) als digitale Veranstaltung statt - die Staatstheater Hannover kooperieren dafür mit dem Trägerverein des CSD Hannover, Andersraum e.V. Das Programm wird auf hannovercsd.de live vom Hof des Schauspielhauses gestreamt.
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20.05.2021

„Wir sind hier und zeigen, was wir können“ – Digitale Talkrunde des Netzwerks NeMiA – Netzwerk Migrantinnen und Arbeitsmarkt, Leyla Ercan moderiert den Abend

 

Mit einem Programm zum Jubiläum 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland ist die Staatsoper Hannover zu Gast in der Villa Seligmann, dem Haus der jüdischen Musik in Hannover. Sänger:innen des Staatsopernensembles singen Lieder von Kurt Weill, Leonard Bernstein, Verdina Shlonsky, Erich Wolfgang Korngold, Viktor Ullmann und anderen jüdischen Komponist:innen. Von Deutsch, Englisch und Französisch über Hebräisch und Jiddisch bis zu Tschechisch und Kroatisch reicht das Spektrum der vertonten Sprachen. Die Tendenz zur Assimilation in der Annäherung an nicht-jüdische Literatur und Folklore steht gleichberechtigt neben eigenständig jüdischen Traditionslinien – oftmals ist sogar beides im Werk ein und desselben Komponisten ablesbar. Die verschiedenen Stile und Sprachen dieser zwischen 1911 und 1960 entstandenen Werke belegen so eindrücklich die Vielfalt jüdischen Musikschaffens im 20. Jahrhundert.

 

19.05.2021

Infoveranstaltung zu Diversität am Theater mit Schauspielstudierenden der HMTM Hannover.

Außerdem Dialogforum mit MSO amfn e.V zu Kultur und Diversität, im Rahmen des Projekts „Zusammenhalt stärken – Migrant*innen gegen Rassismus“

 

18.05.2021

Zusammen mit Judith Blumberg (Diversitäts-Agentin am Staatstheater Karlsruhe) Vorstellung des 360°-Programms und einiger Projekte an der Universität Hildesheim.

 

17.05.2021

Leyla Ercan veröffentlicht fünf Fragen zum Diversitätsvorstoß an der größten Oper der Welt. Nachzulesen auf der Website der Heinrich Böll Stiftung.

 

16.05.2021

Zwischen Assimilation und Koexistenz: Eine Podiumsdiskussion verhandelt das schwierige Verhältnis zwischen Assimilation (der selbstgewählten wie der erzwungenen Anpassung einer Community an die sie umgebende Gesellschaft) und Koexistenz (dem Beharren einer solchen Community auf ihrer kulturellen Eigenständigkeit). Geladen sind der Dichter und Essayist Dr. Max Czollek, spätestens seit seiner Streitschrift „Desintegriert euch!“ einer der bekanntesten Denker seiner Generation in Deutschland, der Diplomat und Jurist Dr. Felix Klein, seit 2018 Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland, sowie Eliah Sakakushev-von Bismarck, Direktor der Villa Seligmann, und Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover. Ein musikalisches Programm mit Mitwirkenden der Staatsoper umrahmt das von der Journalistin und Autorin Shelly Kupferberg moderierte Gespräch.

Die Podiumsdiskussion steht noch bis zum 18.07.2021 als kostenpflichtiges Video on demand zur Verfügung.

 

 

15.05.2021

Benjamin Brittens Oper The Turn of the Screw wird als video on demand mit Audiodeskription gezeigt. Die Beschreibungen der visuellen Bühnenvorgänge ermöglichen blinden und sehbehinderten Menschen ein barrierefreies Erlebnis des Opernstreams.

 

12.05.2021

Workshop an der VHS Hannover zu Diversität in der Kulturarbeit, durchgeführt von Leyla Ercan anlässlich des Diversity-Tages

 

11.05.2021

Kuratorium des Ausstellungsprojekts für Gender Equality, Women* Empowerment und Diversity; kreHtiv Netzwerk Hannover

 

09.05.2021

Anlässlich des Tags der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai wollen wir gemeinsam über alte und neue Gedenktage sowie den Stand der deutschen Erinnerungskultur sprechen. Dazu begrüßen wir Max Czollek (Politikwissenschaftle und Autor), Dr. Elke Gryglewski (Politikwissenschaftlerin, Leiterin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten) und Aktivist Aziz (Bündnis #woistunserdenkmal).
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06.05.2021

Im Rahmen der Gesprächsreihe ABC der Demokratie diskutiert der Moderator Ijoma Mangold am Schauspiel Hannover mit der Autorin Jackie Thomae über das Thema Rassismus.
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05.05.2021

Schauspiel-Intendantin Sonja Anders im Interview des rbb zu Machtstrukturen und Frauen in Führungspositionen am Theater.
Hier geht's zum Beitrag auf rbb-online.de

 

23.04.2021

Im Vorfeld zur Premiere von Benjamin Brittens The Turn of the Screw wird ein Text zum Umgang mit Rollenbesetzungen an der Oper veröffentlicht, um den Umgang und den Diskurs transparent zu machen: Wer singt eigentlich aus welchen Gründen welche Rolle? Hier ist der Text nachzulesen.

 

12.04.2021

Beginn der 12-teiligen Webinar-Reihe Diversity Works: Jeden Montag sind alle Mitarbeitender der Staatstheater Hannover eingeladen, verschiedenen Themen zu diskutieren. Diversitätsagentin Leyla Ercan gibt fachlichen Input. Ziel ist die Gründung einer „AG Diversität“. Folgende Themen stehen auf dem Programm:

  • Rassismus am Theater
  • Das diversitätssensible und diskriminierungskritische Arbeiten in heterogenen Teams /Ensembles
  • Diversität in den drei Handlungsfeldern Personal, Programm, Publikum: Warum ist eine Diversifizierung notwendig bzw. sinnvoll und wie kann sie gelingen?
  • Was hat Diversität mit Kolonialismus, Rassismus, Critical Whiteness zu tun?
  • Diversität und künstlerische Freiheit: anything goes?
  • Das neue Theater: dekolonial, postmigrantisch, dekonstruktivistisch? Wollen wir das?
  • Diskriminierungs- und Rassismuskritische Kommunikation (in Abgrenzung zum Diversity-Marketing und Ethno-Marketing)
  • Veranstaltungen und Projekte diversitätsgerecht planen, organisieren und umsetzen
  • „Wir sind doch total offen und tolerant - warum bewerben die sich nicht?“ Personalrecruitment im Zeichen von Diversität
  • „Wir heißen doch alle willkommen – warum kommen die nicht?“ Audience Development im Zeichen von Diversität
  • Wer oder was ist die „Stadtgesellschaft?“ Kulturakteur*innen in Hannover und „good practices“ der Zusammenarbeit
  • Abschlusssitzung – Formulierung von Aufträgen für die zu konstituierende „AG Diversität“

 

12.04.2021

Heute beginnen im Schauspiel die Proben für die Inszenierung Öl der Erde. Der Regisseur Armin Petras stand zuletzt im Zusammenhang mit Rassismus-Vorwürfen, die von Ensemblemitgliedern des Düsseldorfer Schauspielhauses öffentlich vorgebracht wurden. Wie gehen wir damit um und was bedeutet das konkret für den Probenprozess bei uns am Haus? Dazu äußert sich Schauspiel-Intendantin Sonja Anders im Interview.

 

10.04.2021

Schauspiel-Intendantin Sonja Anders ist live im Instagram-Gespräch mit Sara Sommerfeldt von Pro Quote Bühne. Pro Quote Bühne fordert eine Frauenquote von 50% in allen künstlerischen Bühnen-Ressorts und spricht mit Sonja Anders im Interview über Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Bezahlung, Machtmissbrauch und Diversität.

 

26.03.2021

Die Staatsoper Hannover möchte auch blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen, die visuellen Bühnenvorgänge besser wahrnehmen zu können und hat darum ihren Online-Streams von Carmen und Trionfo. Vier letzte Nächte jeweils Audiodeskriptionen in deutscher und englischer Sprache hinzugefügt. Die Kommentierungen wurden von den Opern-Ensemblemitgliedern Frank Schneiders und Richard Walshe in ihrer jeweiligen Muttersprache eingesprochen.
"Wir arbeiten stetig daran, unser Haus und unsere Vorstellungen barrierefrei zugänglich zu machen. Der große Erfolg der Audiodeskription unserer Online-Version der in Hannover so beliebten Märchenoper Häsel und Gretel zu Weihnachten hat uns ermutigt, weitere akustische Bildbeschreibungen in Angriff zu nehmen," freut sich Staatsopern-Intendantin Laura Berman. "Da wir durch die Zusammenarbeit mit Opera Vision ein weltweites Publikum erreichen, bieten wir über die deutsche Audiodeskription hinaus auch eine englische Version an. Wir werden in Zukunft mit zwei Streams pro Spielzeit auf dem Portal vertreten sein und möchten - auch mithilfe von Audiodeskriptionen - so viele Menschen wie möglich für die Oper begeistern."

 

24.03.2021

Auftakt der neunen Gesprächsreihe Auf einen Tee mit... am Schauspiel Hannover. Wir besuchen Menschen aus Hannover in ihren Venues und heißen sie willkommen auf einen Tee in der Cumberlandschen Bühne: Künstler:innen, Kulturschaffende, Aktivist:innen berichten von ihrer Arbeit und ihren Themen. Wir treffen u.a. die Kunstschaffenden von Keller3 und Tanke e.V., die Betreiber:innen der Galerie Brutal und des Kulturhafens e.V. sowie das Team von Fuchsbau Festival e.V.
Mehr dazu

 

18.03.2021

Das Theater hat ein Strukturproblem: Schauspiel-Intendantin Sonja Anders schreibt in einem Gastbeitrag für ZEIT online über Machtmissbrauch, Diskriminierung und notwendige Reformen am Theater.
Zum Artikel auf www.zeit.de

 

08.03.2021

Feminismus geht uns alle an! Anlässlich des Internationalen Frauenkampftags gehen wir am Schauspiel Hannover ins Gespräch mit Feminist*innen der Gegenwart: Fatma Aydemir, Mahret I. Kupka, Anna Mülter, Noa Winter und Hengameh Yaghoobifarah. Moderation: Vicky-Andrea Amankwaa- Birago. Die im Rahmen der Zoom-Veranstaltung entstandene gemeinsame Vision eines Feminismus der Zukunft gibt es hier.

 

26.02.2021

Anlässlich des Black Our*Story Month 2021 behandelt der Schauspiel-Podcast diesmal das Thema „Selbstbezeichnungen“. Die Schauspielerinnen Stella Hilb und Sabrina Ceesay sprechen mit der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Yandé Thoen-McGeehan über persönliche Erfahrungen mit Selbst- und Fremdbezeichnungen, das Aufwachsen als Schwarze Deutsche und Deutsche jüdischer Religion, die Fragilität von „Gruppenzugehörigkeiten“ und über Strategien, der „Woher kommst du?“-Frage schlagfertig zu begegnen.
Hier reinhören

 

25.02.2021

Im Rahmen des Black His*Her*Story Month 2021 bringen wir das Buch Deutsch sein und Schwarz dazu auf die Ohren! Ensemblemitglied Nicolas Matthews liest in seinem Podcast Teile aus den Erinnerungen des Afrodeutschen Theodor Michael.
Hier reinhören

 

24.02.2021

Die Staatstheater Hannover bringen am Balllhof eine Info-Tafel zur Geschichte des Gebäudes an. Anlass ist, dass an der Fassade des angegliederten und ebenfalls unter Demkmalschutz stehenden Spitta-Gebäudes bis heute ein von den Nationalsozialisten angebrachter Ausspruch sowie eine Sig-Rune zu sehen sind. Die Mitarbeitenden der Staatstheater Hannover wollten das nicht länger hinnehmen und zumindest den historischen Zusammenhang transparent machen.
Mehr zur Geschichte des Ballhofs und unserer Infotafel

 

21.02.2021

Heute ist der Internationale Tag der Muttersprache! Ursprünglich wurde dieser Gedenktag im Jahr 2000 von der UNESCO ausgerufen zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Auch wir wollen diesem Tag heute ein Denkmal setzen – aus diesem Anlass begibt sich Ensemblemitglied Sabrina Ceesay mit euch auf eine kleine Sprachreise.
Hier reinhören

 

19.02.2021

Heute jähren sich die rassistisch motivierten Anschläge von Hanau zum ersten Mal.

  • Die Ensembles von Staatsoper und Schauspiel erinnern gemeinsam an die Opfer vor einem Jahr: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nessar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov. Hier geht es zum Video.
  • Die Ensemblemitglieder Sabine Orléans, Seyneb Saleh und Katherina Sattler lesen aus der Rede Gegen den Hass von Carolin Emcke, um damit ein Zeichen für eine offene Gesellschaft und gegen das Vergessen zu setzen.
  • Mit Auszügen aus dem Film Zusammen haben wir eine Chance, einer Dokumentation über selbstorganisierte antirassistische Bewegungen, und einem Live-Podiumsgespräch per Zoom möchten wir erörtern, wie das Kämpfen gegen rassistische Hasskriminalität aussehen kann. Es moderiert der Hannoversche Bildungsreferent und Rapper Modou Diedhiou; als Gäste sind dabei Ibrahim Arslan, Dan Thy Nguyen, Iyabo Kaczmarek und Nadiye Ünsal.
 

11.02.2020

Im Rahmen des Black His*Her*Story Month spricht Ensemblemitglied Sabrina Ceesay am Schauspiel Hannover mit drei besonderen Künstler*innen, die Hannover verbunden sind, über ihre Kunst. Mit dabei sind Autorin Theresa Henning, Regisseurin Merle Grimme sowie Sängerin Mintah.

 

08.02.2021

Mit dem Intendanzwechsel 2019 hatten die Staatstheater Hannover die einheitliche Verwendung des Gendersternchens eingeführt. Inzwischen hat sich die Debatte verändert und der Gender-Doppelpunkt setzt sich immer weiter durch, da er von Sprachausgabeprogrammen als Pause gelesen wird und somit barriereärmer ist. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Geschäftsführung beschlossen, sukzessive auf den Doppelpunkt umzuschwenken. Ab kommender Spielzeit 2021/22 sollen neue Publikationen mit Doppelpunkt statt Sternchen realisiert werden.

 

30.01.2021

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der ISD Hannover - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover den Black Her*His*Story Month 2021 eröffnen dürfen! Zu diesem Anlass war ein Gastspiel des Berliner Kollektivs Freak de l'Afrique und ihrer Show WENA! J.A.M.E. geplant. Aufgrund der aktuellen Lage wechseln wir ins Digitale! In einer Zoom-Veranstaltung gibt es ein extra für das Hannoversche Publikum produziertes Video der Show, ein exklusives Gespräch mit DJ Nomi, Ukai, Aziz Sarr von Freak de L'Afrique und anschließend ein Live-DJ-Set.
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28.01.2021

Wir laden ein zum PARLAMENT DER VIELEN. Gemeinsam mit der Initiative DIE VIELEN, ein Zusammenschluss von Theater- und Kulturschaffenden sowie Institutionen und Vereinen, die sich zu Toleranz, Vielfalt und Öffnung bekennen, stellen wir im Superwahljahr 2021 die Frage nach der Fortentwicklung der Demokratie: mit einer Wahl für diejenigen, die nicht wählen dürfen.

Wie soll das gehen? Die Hannoverschen VIELEN machen sich zusammen mit den Akteur:innen von Initiativen wie z.B. Can Arkadas, Hometown Hannover und Queer Migrants sowie engagierten Menschen, die sich als Verbündete von Nichtwahlberechtigten verstehen, auf den Weg persönlicher Feldforschung, um die Voraussetzung für alle weiteren Aktionen zu schaffen, die den Stimmen der Nichtwahlberechtigten Gehör zu verschaffen.
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26.01.2021

Das Schauspiel Hannover erinnert an Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland. „Leider geraten solche Vorfälle allzu schnell in Vergessenheit. Für einen Moment ist die Aufregung groß, danach geht die Mehrheit wieder zum Alltag über“, findet Schauspiel-Intendantin Sonja Anders. Nun wurde im Foyer des Schauspielhauses eine Installation angebracht: An prominenter Stelle im Eingangsbereich sind unter der Überschrift "Say their names" die Namen von Todesopfern rechter Gewalt in Deutschland seit 1990 aufgelistet. Die Liste beruht auf Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung und wird laufend ergänzt.
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23.12.2020

Die Staatsoper Hannover zeigt erstmals Oper mit Audiodeskriptionen. Die rund 50-minütige Aufzeichnung von Höhepunkten aus Humperdincks Hänsel und Gretel war mit Audiodeskription on demand abrufbar – so wurde blinden und sehbehinderten Menschen ein barrierefreies Erlebnis ermöglicht. Zukünftige Opern mit Audiodeskriptionen werden geplant.

 

13.12.2020

Das House of Many war auch in dieser Spielzeit weiter aktiv! Für jeweils zwei Monate ist ein*e Celebrity aus unterschiedlichen Communities Hannovers Gastgeber*in im House of Many. Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren entwerfen und organisieren gemeinsam mit dem*der Celebrity ein eigenes Programm für das Ballhof Café oder online. Ob Jam Session oder Singer-Song-Writer-Abend, Lesung oder politische Diskussionsveranstaltung, Performance, Film oder Improvisationstheater – alles ist möglich.

Das erste Projekt in dieser Spielzeit unter der Leitung von Ercan Carikci feiert heute digitale Premiere. Die nächsten Veranstaltungen finden statt mit Iyabo Kaczmarek, Denise M'Baye, Samsidin Aidara und Abdulrahim Aljouja.
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23.11.2020

Durchführung des Webinars „How to be an Ally“ für Mitarbeitende von Schauspiel und Staatsoper Hannover.

 

16.10.2020

Start einer großen Mitarbeitenden-Befragung: Die rund 1.000 Beschäftigten der Staatstheater Hannover sind aufgerufen, an einer umfangreichen Online-Befragung teilzunehmen – freiwillig und anonym. Ziel der Befragung ist u.a. die Überprüfung des Arbeitsklimas und der internen Kommunikation. Die Befragung wird von der qubic Beratergruppe durchgeführt. Die Ergebnisse werden transparent aufgearbeitet und an alle Mitarbeitenden zusammen mit ggf. notwendigen Handlungsschritten und Maßnahmen kommuniziert.

 

10.09.2020

Die gesamte künstlerische Leitung von Staatsoper und Schauspiel Hannover inklusive Dramaturgie, Theaterpädagogik und Kommunikation besuchen Critical Whiteness Workshops, die von Nenad Čupić durchgeführt werden.
Nenad Čupić trafen wir auch für unseren Podcast zum Thema Rassismus. Hier nachhören

 

09.07.2020

Theaterleitung und Dramaturgie des Schauspiels treffen sich mit den PoC's des Ensembles zu einem ersten Gedankenaustausch über Spielplangestaltung und Besetzungsfragen. Es wird beschlossen, in dieser Runde regelmäßig zusammenzukommen und zu diskutieren. PoC (People of Color, im Singular Person of Color) verstehen wir als Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren. Alle Ensemblemitglieder, die sich als PoC bezeichnen oder verstehen, sind willkommen, sich an dem Austausch zu beteiligen.

 

06.07.2020

Durchführung des Webinars „Was ist meine Verantwortung? - Einführung in kritisches Weißsein und Reflexion weißer Privilegien“ von Sophie Irmey für Mitarbeitende von Schauspiel und Staatsoper Hannover.

 

23.06.2020

Im Schauspiel Hannover trifft sich erstmals die neu gegründete „AG Zeichen gegen Rassismus“. Die Arbeitsgruppe besteht aus Mitarbeitenden der Dramaturgie, der Kommunikation und dem Ensemble sowie der Agentin für Diversität. Ziel ist es, sichtbare Zeichen der Positionierung sowie Aktionstage zu planen und langfristig umzusetzen.

 

25.05.2020

Die Tötung von George Floyd durch einen Polizisten im US-Bundesstaat Minnesota erschüttert die Welt. Schauspiel und Staatsoper Hannover beteiligen sich an der weltweiten Black Lives Matter-Bewegung.
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08.05.2020

Die Ensembles von Staatsoper und Schauspiel Hannover verlesen die Niedersächsischen Erklärung DER VIELEN. Die Diversitätsagentin Leyla Ercan spricht mit Aktivistin Nadiye Ünsal zum Thema „Erinnern als Widerstand“.
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13.04.2020

Am 23. März 2020 haben zahlreiche Prominente, Vertreter*innen von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen einen offenen Brief an den Bundesinnenminister geschrieben, in dem sie ihre Sorge über die desaströse Lage der Geflüchteten in Griechenland zum Ausdruck bringen. Dazu wurde eine Videobotschaft produziert, der wir uns anschließen möchten.#humanit?tjetzt?#leavenoonebehind?#savethem?#staysave
Zum Video

 

05.03.2020

Vortrag von Leyla Ercan: "Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete diversitätsorientiert und intersektional beraten und begleiten", Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen, Nds. Sozialministerium, Hannover

 

02.03.2020

Die Proben für die Produktion Der Mordfall Halit Yozgat beginnen. Die große Koproduktion von Staatsoper und Schauspiel Hannover beleuchtet in der Regie von Ben Frost, welcher auch die Musik komponierte, die Morde des NSU.
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18.02.2020

„Sorry, war das rassistisch?“: Zu dieser Frage diskutieren Dramaturgin Friederike Schubert, Politikwissenschaftler Malte Kleinschmidt und das Publikum in der Cumberlandschen Galerie im Rahmen der Reihe Senf dazu.

 

08.02.2020

Gesprächsrunde zum Thema „Othering“ in Wissenschaft und Kultur, im Anschluss an Theaterstück BLACKBOX IWF. Firma für Zwischenbereiche, mit boat people projekt, Kulturzentrum Pavillon

 

05.02.2020

Wie kann durch diversitätsorientierte und intersektionale Ansätze der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden? Leyla Ercan spricht im Rahmen der Fachtagung Migration und Queer - Intersektionale Herausforderungen, Hannover

 

01.02.2020

Die Reihe Stimmen der Staatsoper widmet sich der Kraft des Gesangs und bringt die Sängerin Aynur erstmals nach Hannover. Der umjubelte Star der kurdischen Musik verzauberte mit einer Mischung aus heutiger Popmusik und jahrhundertealter Folklore das ausverkaufte Opernhaus.

Im Ballhof lassen lokale Künstler:innen auf beiden Bühnen ihre Musik erklingen: Mal an der Kamantsche, mal am Klavier begleitet, steht auch hier die emotionale Kraft des Gesangs im Mittelpunkt: In Kooperation mit dem Center for World Music der Universitat Hildesheim und dem Musikland Niedersachsen treten die Stimmen in einen Dialog und bilden die verschiedenen Musikstile und Lebenswelten ab, die sich in Hannover und Umgebung finden.

 

 

31.01.2020

Eröffnung des Black Her*History Month in der Cumberlandschen Galerie mit den DJs MWA (Afrohouse/Afrobeats/Dancehall, Bremen), DJ Win Win und DJ Essence (Afrobeats/Dancehall/Hip Hop/Reggae, Hannover).

 

24.01.2020

Premiere der Schauspiel-Produktion Weltmeister. Die Inszenierung von Nina Gühlstorff befasst sich mit Erinnerungskultur und jüdischem Leben in Deutschland. Dabei wird auch die Vergangenheit der Institution Schauspiel Hannover während der NS-Zeit beleuchtet. Während der Proben wurden Fragen von Rassismus zum Teil sehr kontrovers diskutiert und durch die Diversitätsagentin moderiert.

 

09.12.2019

Vortrag von Leyla Ercan: "Projektentwicklung und -durchführung im Zeichen gesellschaftlichen Wandels: Diversität und Intersektionalität in Projekten", Nds. Justizministerium, Hannover

 

05.12.2019

„Sprachlos gemacht werden durch Migration?“, Podiumsdiskussion, Kulturzentrum kargah e.V.

 

15.11.2019

Im Ballhof feiert Fatma Aydemirs Roman Ellbogen Hannover-Premiere. Regisseur Alexander Riemenschneider bringt den Text über die 17-jährige Hazal und die Folgen ihrer Wut als Monolog auf die Bühne.
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06.11.2019

Vortrag von Leyla Ercan „Diversität am Theater“, im Rahmen der Bühnenkonferenz der Betriebsräte der deutschen Stadt- und Staatstheater.

 

31.10.2019

Hannover-Premiere des Soloabends Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs mit Schauspielerin Anja Herden. Der Schweizer Theatermacher, Autor und Aktivist Milo Rau schrieb den Text auf der Grundlage von Interviews mit NGO-Mitarbeiter*innen, Geistlichen und Kriegsopfern in Afrika und Europa.
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11.10.2019

Das Ensemble und die Theaterleitung des Schauspiels diskutieren über eine angemessene Reaktion auf einen Artikel des Kritikers Till Briegleb, der in der Süddeutschen Zeitung (19.09.2019) die Zusammenstellung des neuen Schauspiel-Ensembles kritisch hinterfragt und unter anderem geschrieben hatte: „Alles hier will so exemplarisch divers und fair sein, dass es schon ein klein wenig streberhaft wirkt.“

 

14.09.2019

Die Staatsoper eröffnet die Spielzeit, die erste unter der neuen Intendantin Laura Berman, mit der politischen Oper La Juive. Verhandelt werden Fragen wie: Wieviel Offenheit erträgt eine Gesellschaft in politisch aufgeladenen Zeiten? Wie weit kann die gesellschaftliche Assimilierung von Menschen aus anderen Kulturen gehen? Und: Wo liegen die Quellen der Klischeebilder in unserem Kopf?

 

Das Schauspiel Hannover eröffnet die neue Veranstaltungs- und Workshop-Reihe Universen. Unter der Leitung von Julia Wissert laden die Universen fortan verschiedene Akteur:innen und Communities aus Hannover und der Region ein, sich in Workshops und Projekten zu kreativ zu beteiligen, die in der Cumberlandschen Bühne geprobt und präsentiert werden.
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01.09.2019

Leyla Ercan, Agentin für Diversität, tritt ihre neue Stelle an den Staatstheatern Hannover an. Was macht eigentlich eine Diversitätsagentin und wie sehen ihre Aufgaben aus? Lesen Sie dazu mehr im Interview.

 

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