Maria Burgdorf, geborene Wolff

 

 

In diesen Tagen haben wir für unsere Will-Burgdorf-Sammlung ein ganz besonderes und sehr persönliches Dokument erhalten – die Einladungskarte zur Trauerfeier für Maria Burgdorf – geborene Wolff – *1. April 1900 Oberloschwitz bis † 17. Dezember 1983 München-Harlaching. Maria Burgdorf war die Ehefrau des Fotografen Will Burgdorf aus Hannover. Weiterlesen ...

 


 

Bruno Wiehr, Belgrad 1935/36

 

 

Unsere Recherchen über den hannoverschen Fotografen Will Burgdorf führen immer wieder zu schönen Entdeckungen und Überraschungen! So gibt es auf der Liste der berühmten Persönlichkeiten, die vor der Kamera von Will Burgdorf saßen, einen weiteren Namen – Hasso von Veltheim – Schriftsteller, Anthroposoph und Privatgelehrter. Weiterlesen ...

 


 

NACHLASS Will Burgdorf Photograph Hannover

 

 

Als Schenkung – aus Österreich – für unsere Will-Burgdorf-Sammlung haben wir in diesen Tagen diese besondere Fotografie von Will Burgdorf erhalten. Auf der Rückseite der Fotografie findet sich der Stempel mit dem Hinweis NACHLASS Will Burgdorf Photograph Hannover. Ungewöhnlich ist diese Aufnahme für das Werk von Will Burgdorf deshalb, weil der Fotograf das Motiv hinterher bearbeitet hat – Teile des Hintergrunds sind geschwärzt worden. Weiterlesen ...

 


 

Der Sänger Wilhelm Rabot

 

 

Eine weitere beachtliche Sammlung des Theatermuseums – als Schenkung zu uns gekommen – ist jetzt für die weitere Erforschung aufbereitet und archiviert! Der Sänger Wilhelm Rabot (1873-1947) war über 30 Jahre festes Mitglied am Opernhaus in Hannover – sowohl an den Königlichen Schauspielen als auch an den Städtischen Bühnen Hannover gehörte er zu den wichtigsten und beliebtesten Sängern.
Die Sammlung – sie ist wohl über die Familie zu uns gekommen – umfasst zahlreiche persönliche und berufliche Zeugnisse von Wilhelm Rabot. Besonders erzählend – und bisher unbekannt – sind die zahlreichen Fotografien, die die Arbeit hinter den Kulissen zeigen. Weiterlesen ...

 


 

Der Bildhauer Friedrich Moritz Brodauf 

 

 

Es ist vielleicht eine kleine Sensation! – hier sind erstmals Fotografien des deutschen Bildhauers, Grafikers und Lithografen Friedrich Moritz Brodauf zu sehen! – auch Fotografien seiner Frau und seiner vier Kinder waren bisher unbekannt! Gestoßen sind wir auf den bedeutenden Fund bei unseren Recherchen über den hannoverschen Fotografen Will Burgdorf. Weiterlesen ...

 


 

Der Fotograf Arno Graeb

 

 

Bei unseren Recherchen über den hannoverschen Fotografen Will Burgdorf (1905-1944) sind wir bisher noch nicht auf seinen schriftlichen Nachlass gestoßen – und es gibt eigentlich nur wenig Hoffnung, dass etwa Briefe oder andere persönliche Dokumente von Will Burgdorf und seiner Frau Maria Burgdorf überhaupt erhalten geblieben sind. Weiterlesen ...

 


 

Ernst Erich Buder sen., Komponist

 

 

In dem von uns übernommenen Nachlass des Schauspielers Ernst-Erich Buder befindet sich spannenderweise auch der Nachlass seines Vaters – des Komponisten Ernst Erich Buder! Die kleinere Sammlung ist ein Schatz – erhält sie doch eine Reihe von wichtigen Lebenszeugnissen – sie erzählen sowohl etwas über die Privatperson Ernst Erich Buder – als auch über den Künstler und Komponisten. Weiterlesen ...

 


 

Der Fotograf Bruno Wiehr

 

 

Unsere Recherchen zum Leben und Werk des hannoverschen Fotografen Will Burgdorf (1905-1944) führten uns auch nach Dresden. Will Burgdorf erhielt seine künstlerische Ausbildung im Atelier von Bruno Wiehr in Dresden. Wie diese fotografische Lehre genau aussah – und wie lange sie gedauert hat – konnten wir bisher nicht herausfinden. Ungewöhnlich und bewegend aber ist die Biografie von Bruno Wiehr – von dem es selbst bisher keine Fotografie gibt! Weiterlesen ...

 


 

Ernst-Erich Buder jun., Schauspieler

 

 

Jetzt ist es fast schon ein Jahr her, dass der von uns so geschätzte Schauspieler Ernst-Erich Buder gestorben ist – 12. Januar 1937 bis 14. Februar 2022. Und die Tage ist noch ein anderer großer Schauspieler gestorben, der so lange in Hannover gewirkt hat – Dieter Hufschmidt – 5. Juni 1935 bis 23. September 2023 – wie Ernst-Erich Buder über viele Jahrzehnte festes Bühnenmitglied hier am Haus – beide – im besten Sinne – Volksschauspieler – geliebt von ihrem Publikum!
Wir waren sehr dankbar, dass wir schon bald nach dem Tod von Ernst-Erich Buder seinen künstlerischen Nachlass übernehmen durften – seine Tochter hatte das ermöglicht – wofür wir ihr herzlich danken! Weiterlesen ...

 


 

Der Fotograf Will Burgdorf (1905-1944)

 

 

Im Zuge der Vorbereitungen zu unserer nächsten Kabinettausstellung mit Arbeiten des hannoverschen Fotografen Will Burgdorf (1905-1944) konnten wir in den letzten Monaten einige wertvolle Originalaufnahmen von ihm ankaufen – zu verdanken haben wir die Neuerwerbungen den Kadlec-Sisters, die schon seit vielen Jahren unsere Arbeit unterstützen. Weiterlesen ...

 


 

Stefan Zweig Album

 

 

In unserer Sammlung gibt es diese berührende Fotografie – Stefan Zweig inmitten der wichtigsten Protagonisten der Uraufführung seines Theaterstückes Das Lamm des Armen am 15. März 1930 an den Städtischen Bühnen Hannover – aufgenommen am Tag der Generalprobe.

Stefan Zweigs Tragikomödie Das Lamm des Armen wurde an sieben Bühnen gleichzeitig uraufgeführt – u.a. auch in Prag und Lübeck. In Hannover hatte das Stück unter der Regie von Dr. Georg Altmann den größten Erfolg – und wurde durch die Anwesenheit von Stefan Zweig zudem geadelt. Zu finden ist diese Fotografie – neben einer weiteren Aufnahme aus der Inszenierung von Georg Altmann – in dem soeben erschienenen – wunderbaren – Buch von Oliver Matuschek. Weiterlesen ...

 


 

Der Schauspieler Kurt Boettcher

 

Das Theatermuseum konnte jetzt einen weiteren Teil des Nachlasses von Kurt Boettcher (1880-1973) erwerben.

 

 

Unten den wertvollen Dokumenten befinden sich Fotografien, Rollen- und Textbücher, Literatur, Notizhefte und Theater-Almanache. Kurt Boettcher war noch vor dem Ersten Weltkrieg vom Leipziger Schauspielhaus als jugendlicher Bonvivant und Liebhaber nach Hannover gekommen, wo er über mehrere Jahrzehnte zum Liebling des – zumeist weiblichen – Publikums wurde. Am damaligen Deutschen Theater in der Reuterstraße, am Residenztheater in der Marktstraße und in der alten Schauburg von Adolf Brünner hat Kurt Boettcher alle Glanzrollen seines Faches gespielt – von Max Halbe über Hermann Sudermann bis O. E. Hartleben. Danach spielte Kurt Boettcher noch dreizehn Jahre lang sehr erfolgreich auch an der Niedersächsischen Landesbühne.

Kurt Boettcher war Inhaber des Großen Goldenen Ehrenzeichens der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehörigen.

 


 

Hannovers Privattheater zwischen 1852 und 1933

 

 

Was wären wir – die Museen, Archive und wissenschaftlichen Sammlungen – ohne die Hilfe der privaten Rechercheure und Stadt- oder Heimatforscher? Sie haben oft mehr Zeit und Geduld, sich um einzelne Fragestellungen zu kümmern – und in die Vertiefung zu gehen. Sie sind im besten Fall unsere helfenden Hände – für deren Assistenz, Recherchen und Forschungen wir sehr dankbar sind!

Theater in Hannover! Wenn wir auf die Jahre zwischen 1852 und 1933 zurückblicken, sprechen wir vor allem von den Königlichen Schauspielen und den Städtischen Bühnen. Sie stehen für die große Zeit der darstellenden Künste in Hannover – sichtbarstes Zeichen ist noch heute das Opernhaus auf dem Windmühlenhügel.

Unsere heutige Sicht trügt! Denn für die Menschen damals gab es in Hannover ein reiches Angebot an weiteren theatralen Angeboten – die Privattheater. Sie waren mit ihrem Repertoire, mit ihren Ensembles und mit ihren unterschiedlichsten künstlerischen Ausrichtungen nicht weniger qualitätvoll und beachtlich – nicht weniger modern. Auch sie prägten das gesellschaftliche und künstlerische Gesicht der Stadt Hannover. Und ebenso mit ihrer Architektur mussten sich die privat geführten Spielstätten nicht hinter dem Opernhaus verstecken. Auch wenn sie heute nicht mehr sichtbar sind – so gab es sie doch – und ihre Geltung. Wir müssen nicht erst die Namen von Heinz Rühmann oder Theo Lingen nennen – die am Residenztheater Hannover ihre schauspielerischen Anfänge nahmen – um die Frage nach der spannenden Geschichte der Privattheater zu rechtfertigen.

Der Besuch der zahlreichen Privattheater war damals für viele Hannoveranerinnen und Hannoveraner fester abendlicher Programmpunkt ihrer Unternehmungen. Es ist Rainer Ertel zu danken, dass er hier all die vergessenen Theaternamen noch einmal nennt – Thaliatheater, Residenztheater, Stadttheater, Deutsches Theater. Nach der Lektüre des Buches werden wir mit wacheren Augen durch Hannover gehen. Denn er hat für seine Arbeit die Museen und Archive nicht nur nach den Besitzern der Privattheater und den Theaterprogrammen befragt – er ist gleichfalls auf direkte Spurensuche gegangen und hat auch die letzten baulichen Zeugnisse dieser Häuser in der Stadt entdeckt.

Rainer Ertel ist über seine Arbeit zu einem Experten für die Privattheater in Hannover geworden. Schon vor kurzem hat er in den Hannoverschen Geschichtsblättern – Neue Folge 75 – einen grundlegenden Aufsatz über das Privattheater Hermann Mellinis veröffentlicht. Das Buch erinnert an die Geschichte hannoverscher Privattheater von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen dabei Thaliatheater/Residenztheater sowie Stadttheater/Deutsches Theater. Aber auch andere Bühnen wie Apollo-, Metropol- oder Uniontheater und nicht zuletzt die (später städtische) Schauburg an der Hildesheimer Straße werden behandelt. Nicht vergessen werden darf bei dieser Aufzählung das Mellini-Theater, über das der Verfasser bereits an anderer Stelle ausführlicher berichtet hat. Gesprochen wird aber nicht nur über die Theater und ihre Architektur, sondern natürlich auch über die dort tätigen Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseure, Direktoren und die wechselnden Eigentümer der Bühnen. Bemerkungen zu den aufgeführten Stücken runden die Betrachtungen ab.

Die hier beschriebenen Privattheater erlitten unterschiedliche Schicksale; so endeten sie als Autogarage (Residenztheater und Uniontheater), als Kino (Metropoltheater) oder als Magazin der Städtischen Bühnen (Deutsches Theater). Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg setzten dann auch der Schauburg und dem Mellini-Theater ein endgültiges Ende.

Das Buch kann ab sofort über den Buchhandel erworben werden – Rainer Ertel: Zur Geschichte Hannoverscher Privattheater, 128 Seiten, 25 €, ISBN-13: 9783756819577.

 


 

Clara Schumann

 

 

Ein weiterer schöner Fund – ein Originalbrief von Clara Schumann an den Kapellmeister Ernst Frank, datiert vom 23. Juli 1883. Hannover zählte zu den wichtigsten Auftrittsorten der Pianistin und Komponistin Clara Schumann. So gab sie hier bereits im Januar und Februar 1835 fünf Konzerte.

Auf der Reise wurde sie von ihrem Vater, Friedrich Wieck, begleitet. Er veranlasste auch, dass seine Tochter von dem bekannten Lithographen Julius Giere in Hannover porträtiert wurde. 19 Jahre später, im Jahr 1854, kam Clara Schumann zusammen mit ihrem Ehemann Robert Schumann erneut nach Hannover. Diese Reise wurde die letzte für Robert Schumann. Clara Schumann wollte in Hannover vor allem Joseph Joachim und Johannes Brahms treffen. Weitere Konzerte in Hannover folgen in den Jahren 1857 und 1859. Ihr sechzehntes und gleichzeitig letztes Konzert in Hannover gab Clara Schumann am 12. November 1881. Theaterzettel ihrer Auftritte sind bei uns erhalten geblieben.

Den Brief werden wir jetzt transkribieren und zu einem späteren Zeitpunkt in unserer Reihe Wir vom Archiv vorstellen.

 


 

Autographen

 

 

Bei Durchsicht unserer Autographensammlung entdeckten wir in diesen Tagen ein kleineres Konvolut von Briefen an den Orchestermusicus Wilhelm Eichel. Absender dieser wertvollen und noch ungesichteten Handschriften sind unter anderem Cosima Wagner und Marie Schanzer – Ehefrauen des Dirigenten Hans von Bülow.

Auch Briefe von Hans von Bülow aus den 1880er Jahren an Wilhelm Eichel finden sich. Weitere Namen sind Siegfried Wagner und Ernst Frank – ehemaliger Kapellmeister in Hannover – und der des Komponisten Engelbert Humperdinck. Wilhelm Eichel (1854-1925) war zwischen 1878 und seinem Ruhestand 1920 als Oboist an den Königlichen Schauspielen Hannover engagiert. Er pflegte einen engeren Kontakt zur Familie Wagner in Bayreuth. So wirkte er in den Sommermonaten regelmäßig auch im Bayreuther Festspielorchester mit.

Ausführlichere Informationen über Wilhelm Eichel finden Sie auch in unserer Rubrik Wir vom Archiv. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir weiter über diese schöne Entdeckung berichten.

 


 

Deutsches Bühnen-Jahrbuch

 

 

In diesen Tagen haben wir diese seltene Ausgabe des Deutschen Bühnen-Jahrbuches von 1918 als Geschenk erhalten. Das Deutsche Bühnen-Jahrbuch – das bereits seit 120 Jahren erscheint – ist für unsere Recherchen eine ganz besonders wichtige Quelle – ein unschätzbares Nachschlagewerk. So finden sich nicht nur die Namen der Theater des deutschsprachigen Raums und die des künstlerischen und administrativen Personals – sondern oft etwa auch die Gründungsgeschichte einzelner Häuser, persönliche Würdigungen – und andere, weiterführende und detailreiche Auskünfte.

Wir suchen – als Schenkung oder Kauf – ältere Ausgaben des Deutschen Bühnen-Jahrbuchs. Besonders wichtig sind uns – gerade zur Vorbereitung unserer nächsten Sonderausstellung – die 1910er, 1920er, 1930er und 1940er Jahre. Aber auch an Ausgaben aus anderen Jahren sind wir interessiert. Sie erreichen uns unter der E-Mail-Adresse theatermuseum@staatstheater-hannover.de.

 


 

Intendant Alfons Pape

 

 

Das Theatermuseum hat jetzt ein kleineres Konvolut von Dokumenten des Schauspielers, Regisseurs und Theaterleiters Alfons Pape (1855-1950) als Schenkung erhalten.

Alfons Pape war zuerst als bekannter Schauspieler in München tätig. 1933 wurde er an die Städtischen Bühnen Hannover berufen – zuerst als Schauspieldirektor, später als Intendant. Er löste Georg Altmann ab, der im März 1933 entlassen worden war. Alfons Pape blieb zehn Jahre in Hannover, bevor er 1943 in den Ruhestand versetzt wurde.

Die Sammlung enthält Briefe, Fotografien, Textbücher, Rezensionen, Theaterprogramme und Ausgaben der Weltbühne. Die Dokumente stammen aus dem familiären Umfeld Alfons Papes – und sind eine wichtige Ergänzung unserer Bestände zu einem dunklen Stück Theatergeschichte.

 


 

Theaterfamilie Fuchs

 

Hannover, Goldener Winkel 20 – für mehrere Jahrzehnte nach dem Krieg war diese Adresse ein lebhafter künstlerischer Treffpunkt am Ballhof. Schauspieler:innen, Regisseur:innen, Autor:innen trafen sich in der Küche der Familie Fuchs zum regen Austausch – nicht nur über das Theater.

 

 

Charlotte, Werner, Matthias und Christian Fuchs gehören zum festen Teil unserer Theatergeschichte. Werner Fuchs war schon in den 1930er Jahren ein beliebter Schauspieler in Hannover. Seine Frau, Charlotte Fuchs, gehörte nach 1945 erst als Schauspielerin und später als Dramaturgin und Sekretärin im Ballhof zum Haus. Auch ihre beiden Söhne Matthias und Christian wählten den Weg auf die Bühne.

Die bekannteste Person aus der Familie Fuchs ist ohne Frage der in Hannover geborene Theater- und Filmschauspieler Matthias Fuchs (1939-2002). Das Theatermuseum konnte jetzt einen kleinen Teil an Dokumenten aus der Familie Fuchs erwerben:

„Nach unserem heutigen Telefonat biete ich Ihnen hiermit ein umfangreiches Konvolut der Schauspielerfamilie Fuchs an, das Material zu Werner, Charlotte, Matthias und Christian Fuchs beinhaltet, bestehend aus Fotografien, Briefen und Postkarten, Schulzeugnissen, Ahnenpass und zahlreichen weiteren Dokumenten.“

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Wir vom Archiv.

 


 

Das Theatermuseum erhält den künstlerischen Nachlass des Schauspielers Ernst-Erich Buder

 

Ernst-Erich Buder trifft …

So stand es über zwei Jahrzehnte auf dem Programm des Theatermuseums: Ernst-Erich Buder trifft Erich Kästner – Ernst-Erich Buder trifft Joachim Ringelnatz – Ernst-Erich Buder trifft Heinrich Heine – Ernst-Erich Buder trifft Kurt Tucholsky – Ernst-Erich Buder trifft Wilhelm Busch …

 

 

Der nicht nur in Hannover so beliebte Schauspieler Ernst-Erich Buder ist nach über 40-jähriger Zugehörigkeit am Schauspiel Hannover im Januar 2022 gestorben.

Wir sind der Tochter von Ernst-Erich Buder und ihrer Familie sehr dankbar, dass sie uns den künstlerischen Teil des Nachlasses ihres Vaters überlassen hat!

Für die Zukunft ist eine Kabinettausstellung über Ernst-Erich Buder geplant.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Wir vom Archiv.

 


 

Yvonne Georgi: die Frau, die Hannovers Bühnen revolutionierte

 

Der diesjährige Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten steht unter dem Motto Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft.
Kinder und Jugendliche – vom Grundschulalter bis 21 Jahren – sind aufgerufen, sich auf historische Spurensuche zu begeben und die gesellschaftliche Rolle des Sports zu ergründen. Die Körber-Stiftung richtet diesen wichtigen Wettbewerb aus und vergibt 550 Preise auf Landes- und Bundesebene.

 

 

Im Rahmen des Wettbewerbs hat die 17-jährige Schülerin Frida Marlene Schmidt aus Hannover, selbst leidenschaftliche Balletttänzerin und Theaterbesucherin, die Choreografin und Tänzerin Yvonne Georgi (1903-1975) in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen gestellt: „Mein Interesse richtete sich besonders darauf, wie vielschichtig und nachhaltig der Bühnentanz auf sämtlichen Wegen durch Yvonne Georgi in Hannover revolutioniert wurde. Dies umfasste die sportliche und tänzerische Ebene, aber auch die gesellschaftliche Ebene in Form des Frauenbildes der Zeit.“

Ihren aufwendig und liebevoll gestalteten 12-minütigen Beitrag können Sie hier ansehen.

Wir haben Frida Marlene Schmidt in diesen schwierigen Zeiten bei ihrem Projekt sehr gerne unterstützt und wünschen ihr viel Erfolg beim Geschichtswettbewerb!

 


 

Erwerb des Teilnachlasses des Fotografen Rolf Schäfer

 

„Lieber Herr Schäfer. Als begeisterter Theaterbesucher interessiere ich mich für Fotoaufnahmen verschiedener Aufführungen. Herr Bollinger hat mir freundlicherweise die von Ihnen hergestellten Probeabzüge der Aufführungen König Johann und Woyzeck zur Verfügung gestellt. Aufgrund dieser Probeabzüge möchte ich bei Ihnen Aufnahmen bestellen.“

 

 

Vor einigen Wochen hat uns ein befreundeter Galerist auf ein größeres Konvolut von Negativen, Fotografien, Kontaktabzügen und Schriftstücken bei ebay aufmerksam gemacht. Auf den Abbildungen der Verkaufsanzeige waren deutlich Ballett- und Opernfotografien zu erkennen, mit handschriftlichen Bemerkungen zu Aufführungen in Hannover.

Wir konnten erfolgreich bieten! Und so stehen jetzt ein Umzugskarton und zwei in Zeitungspapier eingeschlagene Päckchen in unserem Büro. Noch haben wir nicht alles ausgepackt und durchgesehen. Aber, die Dokumente gehören zum Teilnachlass des Fotografen Rolf Schäfer, der ab den 1960er Jahren als freier Mitarbeiter vor allem für die Oper und das Ballett in Hannover gearbeitet hat. Zahlreiche seiner Fotografien finden sich in den Programmheften jener Jahre.

Über das Stadtarchiv konnten wir dann auch die biografischen Daten des Fotografen ermitteln: „Herr Rolf Helmut Schäfer, geb. am 12.03.1936 in Magdeburg, zuletzt wohnhaft in der Hamburger Allee 37, ist am 15.03.1993 in Wien/Österreich gestorben.“

Das Konvolut besteht vor allem aus Ordnern mit Kontaktabzügen und Negativen, ergänzt durch Verträge und Auftragskorrespondenzen. Besonders wichtig für uns und unsere Sammlung sind hierbei aber die Serienaufnahmen, die Rolf Schäfer vor allen von den Choreografien Yvonne Georgis gemacht hat. Sie werden uns bei der Rekonstruktion der Ballette sehr behilflich sein.

Wir sind gespannt, was die Pakete noch alles bergen werden!

 


 

Das Theatermuseum kauft den Nachlass des Schauspielers Kurt Boettcher (1880-1973)

 

„Ängstige dich nicht, alles gut. Kurt“
Telegramm von Kurt Boettcher an seine spätere Ehefrau, Anny Leszinsky. Aufgegeben am 28. Juli 1903, Berlin, um 1 Uhr 18 Minuten, nach: Hannover-Linden, Deisterstr. 3.

 

 

„Den größten Erfolg seiner Karriere aber errang Boettcher als Erbprinz Karlheinz in Meyer-Försters damals unverwüstlichem Studenten-Rührstück Alt-Heidelberg. Nicht weniger als 240mal hat er diese Traumrolle der Großväterzeit – übrigens mit Hilde Hildebrand als Kätie – kreiert. Damit war er endgültig zum erklärten Schwarm der hannöverschen Damenwelt von 17 bis 70 avanciert.“

Das schreibt Claus Harms, Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, 1974 in seinem Nachruf auf den Schauspieler Kurt Boettcher im Bühnenjahrbuch.

Bereits in den 1910er Jahren kommt der gebürtige Berliner Kurt Boettcher von Leipzig als Jugendlicher Bonvivant und Liebhaber nach Hannover. Im Deutschen Theater, im Residenztheater und in der Schauburg gehört er in den nächsten Jahrzehnten zu den Bühnenstars der Stadt. Seine Glanzrollen findet er vor allem bei Max Halbe, Hermann Sudermann und O. E. Hartmann. Nach dem Krieg spielt er dann noch 13 Jahre an der Komödie in der Schwanenburg und an der Niedersächsischen Landesbühne, bevor er sich nach über 50 Jahren von der Bühne verabschiedet.

Der wertvolle Nachlass umfasst einige hundert Dokumente. Darunter sind Theaterverträge, Theaterprogramme, Theaterplakate, Zeitungsausschnitte, Briefe, Postkarten, Telegramme, Bankunterlagen, Rechnungen, Versicherungsschreiben – sowie Rollen- und Privatfotografien. Das Konvolut ist auch deshalb so bedeutsam, da die Dokumente nicht nur etwas über den schauspielerischen Werdegang Kurt Boettchers erzählen, sondern gerade auch die private Seite seines Lebens einfangen. Seine Heirat, die Geburt des Sohnes oder seine Reisetätigkeiten sind ebenso belegt wie der Kauf von Kleidung, Kohle, Büchern, Zigarren oder Lebensmitteln. Ein besonders schöner Schatz sind die Spiel- und Probenpläne aus den Monaten Februar und März 1915 des Königlichen Hoftheaters in Hannover.

47 Jahre lang ist der Nachlass in der Familie in Hannover aufbewahrt worden – und ist nun ein wichtiger Teil unserer Sammlung.

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